Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung

PD Dr. Ute Marie Metje

Ute Marie Metje ist habilitierte Ethnologin und derzeit am Institut Mitarbeiterin (Senior Research Stelle) im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Drittmittelprojekt „Vom ‚nackten Überleben‘ zu ‚vielversprechenden Dingen‘ – Zur Materialität von Flucht und Migration“. Ihre Ausbildung zur Ethnologin erfolgte an der Universität Hamburg, wo sie auch nach einem 14-monatigen Feldforschungsaufenthalt bei den Minangkabau auf Sumatra, Indonesien ihre Promotion abgeschlossen hat.
Während ihrer Assistentinnenzeit an der Universität Bremen, am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft hat sie eine über drei Jahre verteilte prozessorientierte Forschung am Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt und untersucht, wie sich der Alltag minderjähriger Mädchen, die ihr Leben rund um den Hauptbahnhof verbringen, gestaltet. Größte Herausforderung hinsichtlich des Feldzugangs war dabei das diffuse soziale Umfeld, d.h. die starke Fluktuation der Mädchen. Aus dieser Forschung ist ihre Habilitationsschrift hervorgegangen „Zuhause im Übergang. Mädchen und junge Frauen am Hamburger Hauptbahnhof“, die venia legendi erhielt sie für Ethnologie und Kulturwissenschaft. Im Anschluss folgte eine einjährige Gastprofessur am Dickinson College, Pennsylvania/USA im Department of Sociology und den Women’s, Gender and Sexuality Studies.
Ihre regionalen Schwerpunkte sind Südostasien, insbesondere Indonesien sowie Deutschland, eigentliches Forschungsinteresse sind Gender, Jugendforschung, Migrations- und Integrationsprozesse sowie Stadtethnologie, die aktuell im Kontext des BMBF-Projektes durch den „material turn“ theoretisch neu gerahmt wird.