Abteilung Agrarökologie
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2011Deckblatt_AgrarumweltmassnahmenWorkshopReportHamburg2011_200.jpgEntwicklung einer Agrarumweltmaßnahme zur Förderung der Biodiversität auf durchschnittlichen Böden
Workshop-Bericht, Biozentrum Klein Flottbek, Hamburg, 4. März 2011


1. Zielsetzung
Vertreter aus der Landwirtschaft, den Landwirtschaftskammern, der Landwirtschafts- und Umweltpolitik, Ressort- sowie universitärer Forschung waren eingeladen worden, um Vorschläge für eine Agrarumweltmaßnahme zum Schutz der Biodiversität zu reflektieren und zu entwickeln. Die Landwirtschaft auf durchschnittlichen und guten Böden ist von Agrarumweltmaßnahmen bisher kaum erreicht worden. Sie besitzt jedoch aufgrund ihres Flächenumfangs und des hohen Anteils von Offenlandarten unter den bedrohten Arten (ca. 70 %) ein großes Potenzial für die Erhaltung der biologischen Vielfalt – ein bis 2010 deutlich verfehltes Ziel. Der größte Teil der Ackerflächen wird mit Wintergetreide bestellt und Maßnahmen, mit denen zumindest die funktionelle Diversität (Bestäuber und Blattlausantagonisten) erhalten werden könnten, sind auf diesen Flächen vielfach erfolgreich erprobt worden. Gerade auf besseren Böden werden Maßnahmen benötigt, die eine geringe Ertragswirkung haben, damit die Finanzierungskosten akzeptabel bleiben. Die biologische Vielfalt in landwirtschaftlich geprägten Regionen, zumeist gemessen an der Bestandsentwicklung von Wirbeltieren, braucht eine Grundlage. Workshop-Bericht (pdf) click here










Report from a workshop held in Göttingen, Germany, 10-11 March 2011
Can agrobiodiversity enhance food security facing climate change? – The insurance function of biodiversity declined through all scales

Motivation
Changing climate expressed as increased variability in temperature and precipitation (e.g. inundations, heat waves, droughts, shifts in rainy season) requires a high adaptive capacity of crop and animal breeds.
Biodiversity at different scales is assigned an insurance function as it increases the probability that at least parts of the genepool, species, or ecosystems will match with changing environmental conditions. However, this insurance hypothesis deriving from ecological theory is far from being ... Insurance report (pdf) click here







2010Buch_Fokus_Biodiversitaet_182.pngFokus Biodiversität

Wie Biodiversität in der Kulturlandschaft erhalten und nachhaltig genutzt werden kann


NEU:
Volkmar Wolters, Stefan Hotes

Biodiversität ist eine Voraussetzung für das Wohlergehen menschlicher Gesellschaften: Die Vielfalt genetischer Informationen, von Arten und Ökosystemen liefert uns Nahrung und Rohstoffe, sie reguliert Energieflüsse und Stoffkreisläufe und ist Element kultureller Identität.
Gerade in Kulturlandschaften ist der Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die Biodiversität offenkundig. Infolge der Vereinheitlichung von Landschaften z.B. durch industrielle Land- und Forstwirtschaft und Urbanisierung ist die Gesamtbilanz der Biodiversitätsentwicklung negativ: Arten und ihre Lebensräume verschwinden rascher als neue entstehen können. Diesen Trend zu verlangsamen und letztlich zu stoppen ist als gesellschaftliche Herausforderung erkannt und als politisches Ziel formuliert worden.
Um Wege zu erkunden, wie wir dieser Verpflichtung nachkommen können, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2000 bis 2010 im Forschungsprogramm BIOLOG (Вiological Diversity and Global Change) Biodiversitätsforschung gefördert. 
In diesem Buch werden ausgewählte Ergebnisse und die daraus abzuleitenden Konsequenzen für eine nachhaltige Landnutzung vorgestellt.




Fallstudien und Übersichten zur Biodiversität in Kulturlandschaften


Kapitelauszüge mit freundlicher Genehmigung des Oekom Verlages

2.2 Fallstudien zur Biodiversität von Kulturlandschaften

2.2.1 Ackerwildpflanzen-Diversität richtig managen – von Feldern über Landschaften zu Regionen (pdf)
Carsten Thies, Doreen Gabriel, Indra Roschewitz, Birte Waßmuth, Andreas Flohre, Teja Tscharntke

2.3.3 Dienstleistungsbereich Versorgung: Die Rolle der Biodiversität für die Produktion von Nahrungsmitteln und biologischen Rohstoffen (pdf)
Carsten Thies, Teja Tscharntke

2.3.3.1 Diversität, Produktivität und landwirtschaftliche Intensivierung (pdf)
Carsten Thies, Johannes Schreiber, Andreas Flohre, Christina Fischer,Teja Tscharntke

2.3.3.2 Bedeutung und Management der Bestäubung in Kulturlandschaften (pdf)
Teja Tscharntke, Carsten Dormann, Andrea Holzschuh, Alexandra M. Klein, Carsten Thies

2.3.3.3 Landschaftsmanagement für eine nachhaltige biologische Schädlingsbekämpfung (pdf)
Teja Tscharntke, Carsten Dormann, Christina Fischer, Andreas Flohre, Sebastian Hänke, Andrea Holzschuh, Barbara Scheid, Christoph Scherber, Martin H. Schmidt-Entling, Ines Vollhardt, Carsten Thies











Ergebnisse des Moduls "Interdisziplinäre Projektarbeit" (MAgr0034)




2005LandwirtschaftundUmwelt13Deckblatt_200.pngDie Harzer Bergwiesen und das Harzer Rotvieh – Management alter Kulturlandschaften

Die Bergwiesen des Harzes sind Relikte einer alten Kulturlandschaft. Ihre Einzigartigkeit, hohe Artenvielfalt mit vielen gefährdeten Arten und fast unerschöpfliche Blütenpracht sind für den Naturschutz und Tourismus gleichermaßen von besonderer Bedeutung. Die Aufgabe der traditionell extensiven Landbewirtschaftung, die durch Heugewinnung und Beweidung mit dem Harzer Rotvieh geprägt ist, stellt die größte Gefährdung für diese montanen Grünlandflächen dar. Ohne die Landwirtschaft entwickeln sich die Bergwiesen über verschiedene Sukzessionsstadien schnell bis hin zum Wald oder werden anderweitig genutzt (Bebauung). Sie verlieren dann ihren jetzigen Charakter und damit die Funktion als Lebensraum für die montane Flora und Fauna. Die Multifunktionalität dieser alten Kulturlandschaft wurden im Rahmen des interdisziplinären Projektstudiums der Studienrichtung Ressourcenmangement an der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften im Sommer-Semester 2005 untersucht. Die Arbeiten befassen sich mit der Nutzungsgeschichte der Harzer Bergwiesen, besprechen aktuelle Pflegepläne und analysieren Aspekte der Pflanzendiversität. Die Haltung und Zukunftsperspektiven des vom Aussterben bedrohten Harzer Rotviehs, die Beziehungen zwischen Mensch, Rotvieh und Landschaft sowie die regionale Vermarktung des Rotvieh-Fleisches bilden einen weiteren Schwerpunkt. ... weiter












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Leiter:

Prof. Dr. Teja Tscharntke
Agrarökologie
Georg-August-Universität Göttingen
Grisebachstr. 6
D-37077 Göttingen
Tel. (direkt) +49 (0)551 / 39-9209
Tel. (Sekr.) +49 (0)551 / 39-9205
Fax: +49 (0)551 / 39-8806