Theologische Fakultät

Profil

Der Lehrstuhl für Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchen- und Missionsgeschichte unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Tamcke ist in seiner thematischen Schwerpunktsetzung in Deutschland einmalig.

Ausgehend von der konfessionellen Vielgestaltigkeit des Christentums, den unterschiedlichen Bekenntnissen, der verschieden gearteten kirchlichen Praxis und der damit umstrittenen Wahrheit entstand die Ökumenik. Sie reflektiert und erforscht die Verschiedenheit der Konfessionen und Kontexte im Blick auf die Einheit der Kirche in Lehre und Doxologie.

Da die Reflektion im Dialog mit den unterschiedlichen Konfessionen vollzogen wird, und die Ökumene als Begegnung letztlich von Beziehungen lebt, verfügt das Institut über ein Netz an internationalen und interkonfessionellen Kontakten und baut dieses fortlaufend aus. Durch den Austausch von Lehrenden und Studierenden kann der wissenschaftliche Dialog gewährleistet und vorangebracht werden.

Die zusätzliche missionswissenschaftliche Betrachtungsweise des Fachs berücksichtigt auch jene grundsätzlichen Fragen, die bei der Begegnung mit fremden Kulturen auftreten und die heute in den Kirchen und Theologien der außereuropäischen Welt ihren Ausdruck gefunden haben.

Das Fach ist darauf angewiesen, sowohl international als auch interdisziplinär zu arbeiten. Zum vertieften Verstehen sind Kenntnisse zum jeweiligen Partner, dem Land, dessen Kultur und Sprache unerlässlich. Dazu wird hinsichtlich der orientalischen Kirchengemeinschaften durch Partnerschaften mit internationalen Universitäten die Möglichkeit zur Erschließung der Lebenswelt dieser Kirchen und Völker angeboten, wie es dies in vergleichbarer Weise an keiner anderen deutschen Hochschule gibt.

Zusätzlich legt das Institut ein besonderes Augenmerk auf Fragen, die in Europa heute von aktueller gesellschaftlicher und politischer Relevanz sind: Orientalisch-okzidentale Interaktion (besonders mit Blick auf Migranten und orientalische Minderheitskulturen in Europa), Orthodoxie und christlich-islamische Koexistenz in Perspektive auf Europa stehen im Mittelpunkt von Lehre und Forschung.