Zentrum für Biodiversität und Nachhaltige Landnutzung

Projekt SoilMan gestartet

SoilMan – Europäisches Verbundvorhaben zu Ökosystemdienstleistungen von Bodenorganismen

Soilman_Kickoff

10 Einrichtungen aus sechs Ländern erforschen und vermitteln die Bedeutung von Bodenbiodiversität für die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen in Agrarsystemen


Die von Bodenorganismen bereitgestellten Ökosystemdienstleistungen in Agrarsystemen besser zu verstehen, sie zu managen und zu vermitteln ist Anliegen und Aufgabe des im März begonnen europäischen Verbundvorhabens >>SoilMan<<.
Das Projekt wurde federführend vom CBL (Martin Potthoff) eingeworben und wird auch von hier aus koordiniert. Wissenschaftliche Einrichtungen aus Spanien (Spanish National Research Council Cordoba), Frankreich (Universität Rennes 1, Agrocampus Ouest und INRA), Schweden (Swedish University of Agricultural Sciences Uppsala), Estland (Universität Tartu), Rumänien (University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Cluj Napoca) sind mit Teilprojekten und ?aufgaben beteiligt. In Deutschland arbeiten neben der Universität Göttingen noch zwei Abteilungen des Thünen-Instituts in Braunschweig und das Institut für angewandte Boden Forschung in Hamburg im Projektverbund mit. In Göttingen sind über das CBL die Arbeitsgruppen Tierökologie (Stefan Scheu), Umweltökonomie (Elke Plaas & Holger Bergmann) und Bodenökologie (Martin Potthoff) mit DokorandInnen und/oder Post-Docs in SoilMan aktiv. SoilMan wird mit 2,8 Mio. vom ERA-Net BiodivERsA gefördert. BiodivERsA ist ein Zusammenschluss von wichtigen europäischen Wissenschaftsfördereinrichtungen (in Deutschland DFG und BMBF) mit dem Ziel europäische Verbundprojekte zur Biodiversitätsforschung voranzubringen. Ein wesentliches Anliegen ist es dabei inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschung & Praxis unter ökologischen wie ökonomischen Aspekten zu stärken und daraus Synergien für den Schutz und Erhalt von Biodiversität entstehen zu lassen.
In SoilMan werden regional typische Ackersysteme in Hinblick auf Gradienten in der Intensität der Bodenbearbeitung und der Fruchtfolge untersucht. Hierzu wird auf Langzeitversuche (in Göttingen z.B. Garte Süd) und auf Netzwerke landwirtschaftlicher Betriebe zurückgegriffen. Besonders im Fokus stehen Ökosystemdienstleistungen wie biologische Kontrolle von bodenbürtigen Schaderregern, neuartige Kombinationen von Produktionstechnologien zur Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und andere Faktoren der Bodenfruchtbarkeit. Der Wert der Bodenbiodiversität für die Landwirtschaft aber auch für die Gesellschaft als Ganzes wird sowohl auf Betriebsebene, regionalen Ebenen sowie auch mit einem besonderen Fokus auf die Nettohandelspositionen der EU27 (28) erhoben und bewertet.

Kontakt:
Deborah Linsler +49 551 39 9341; Mail
Elke Plaas +49 551 39 4813; Mail