Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
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Forschung an der Fakultät in den Bereichen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit – Graduiertenkolleg und drittmittelgeförderte Forschungsprojekte


Department für Betriebswirtschaftslehre


Professur für Produktion und Logistik (Prof. Dr. Jutta Geldermann)

  • DFG Graduiertenkolleg (GRK) 1703:
    „Ressourceneffizienz in Unternehmensnetzwerken – Methoden zur betrieblichen und überbetrieblichen Planung für die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe“

    Nachwachsende Rohstoffe spielen heutzutage nicht nur bei der Energiegewinnung eine Rolle, auch als alternative Rohstoffbasis für traditionell erdölbasierte Produkte werden sie immer wichtiger. Die Wissenschaftler des Graduiertenkollegs wollen Methoden entwickeln, um den effizienten Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in Kuppelproduktionsprozessen zu verbessern, bei denen mehrere Erzeugnisse gleichzeitig entstehen. Die Göttinger Forscher untersuchen insbesondere Holz und Holzwerkstoffe, die in der Fertigungs- und Prozessindustrie eingesetzt werden. Ziel ist eine Kaskadennutzung, also die mehrfache Nutzung eines Rohstoffs vor dessen energetischer Verwertung.

    GRK 1703 Ressourceneffizienz in Unternehmensnetzwerken



  • IT-for-Green: Umwelt-, Energie- und Ressourcenmanagement mit BUIS 2.0 (Innovationsverbund ertemis)

    Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez, Professur Wirtschaftsinformatik I / VLBA, Universität Oldenburg

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Jutta Geldermann

    Kurzbeschreibung:
    Das Projekt befasst sich mit zentralen Fragestellungen der angewandten Informatik, des Umweltmanagements, der Ökologie sowie der Betriebswirtschaft, um betriebliche Umweltinformationssysteme BUIS) den Unternehmen - insbesondere KMUs - in Form verwertbarer Produkte (z.B. Reifegradmodelle, Referenzmodelle, Softwareprodukte, Unternehmensausgründungen, Weiterbildungsschwerpunkte und -studiengänge im Bereich BUIS, etc.) zugänglich zu machen. Die Aufgaben der Professur für Produktion und Logistik umfassen vor allem das Modul 2 (Green Logistics und Nachhaltige Produktentwicklung: Automatisierte Ermittlung von CO2-Emissionswerten entlang der Supply Chain)

    EFRE Standard Hinweisschild 140px
    Förderer: EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung - Förderlinie 2.1.3 Innovationsverbünde)

    Projektlaufzeit: 2011 - 2014



  • Nachhaltige Nutzung von Energie aus Biomasse im Spannungsfeld von Klimaschutz, Landschaft und Gesellschaft

    Leitung des Gesamtverbundes: Prof. Dr. Hans Ruppert

    Leitung der beiden Teilprojekte: Prof. Dr. Jutta Geldermann

    Förderer: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

    Kurzbeschreibung:
    Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die Grundlagen für neue Bioenergieregionen zu schaffen. Dazu gehört unter anderem eine Optimierung der Pflanzenerträge unter Beachtung von Boden-, Natur- und Umweltschutz. Der integrative Anbau von Energiepflanzen soll dabei strikt „konsensorientiert“ erfolgen, indem die Belange der Bevölkerung, der Landwirte und der Naturschützer besser als bisher aufeinander abgestimmt werden. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch neue bioenergetische Nutzungskonzepte für kontaminierte Standorte, an denen keine Kulturpflanzen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion angebaut werden sollen. Zugleich wollen die Forscher die großen energetischen Potentiale der Holz- und Strohverbrennung in das Gesamtkonzept integrieren. Aufbauend auf den Erfahrungen im Bioenergiedorf Jühnde werden sich die Wissenschaftler mit der ökonomisch günstigen Realisierung weiterer Bioenergiedörfer befassen.

    Projektlaufzeit: 2009 - 2014

    Weitere Informationen:
    Neuer Forschungsverbund: Nachhaltige Nutzung von Energie aus Biomasse – Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit zwei Teilprojekten beteiligt



  • e-Home Energieprojekt 2020

    Projektleitung: E.ON Avacon AG, Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN)

    Förderer: E.ON Avacon AG

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Jutta Geldermann

    Kurzbeschreibung:
    Im Rahmen des Forschungsprojekts „e-Home Energieprojekt 2020“ werden veränderte Aufgaben und Anforderungen der Stromnetze untersucht, die sich aus den zukünftigen Entwicklungen der Struktur und Höhe von Erzeugung und Last ergeben. Als Beispiel kann hier die Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz gesehen werden, welche die auf eine zentrale Stromerzeugung ausgelegte, vorhandene Netzstruktur zunehmend an ihre Grenzen führt und damit Investitionen in den Aus‐ oder Umbau des Stromnetzes erfordern. Ziel ist die Erforschung der zukünftigen Entwicklungen, die durch die Integration dezentraler Erzeugungsanlagen und zusätzlicher Lasten, wie z.B. der Elektromobilität in elektrische Verteilnetze, entstehen. Darüber hinaus werden transdisziplinäre Fragestellungen des Projekts durch eigene Forschungsarbeiten des EFZN bearbeitet. Im Rahmen dieser Querschnittsforschung sollen zum einen juristische und gesellschaftspolitische Fragestellungen untersucht werden. Zum anderen stellt auch die Akzeptanzforschung ein wesentliches Arbeitspaket dar. Der wirtschaftswissenschaftliche Teil der Querschnittsforschung, der u.a. die Entwicklung von Geschäftsmodellen für innovative Systemdienstleistungen beinhaltet, wird von der Professur für Produktion und Logistik bearbeitet.

    Projektzeitraum: 2010 - 2012

    Weitere Informationen: e-Home Energieprojekt 2020


  • Durchführung einer ökobilanziellen Bewertung von Biogasanlagen unter Berücksichtigung der niedersächsischen Verhältnisse

    Projektleiterin: Prof. Dr. Jutta Geldermann

    Förderer: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

    Kurzbeschreibung:
    Der weitgehend geschlossene CO2‐Kreislauf, die Erneuerbarkeit der pflanzlichen Rohstoffe und der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten sind einige der zahlreichen Vorteile der Bioenergieerzeugung. Die Biogasnutzung zeichnet sich in diesem Zusammenhang durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in Form der Strom‐, Wärme‐ und Treibstofferzeugung. Eine weitere Option der Biogasnutzung ist durch die Aufbereitung zu Erdgasqualität und Einspeisung in das Erdgasnetz gegeben. Wirtschaftliche Anreize für die Biogasnutzung bietet das EEG. Inwiefern der Ausbau der Biogasanlagen und die Biogasnutzung die Erwartungen bezüglich der ökologischen Vorteile (z.B. positive Treibhausgasbilanz) erfüllen, kann über das Bewertungsinstrument der Ökobilanz untersucht werden. Ziel dieses Projektes ist die Durchführung von Ökobilanzstudien für Biogasanlagen unter Berücksichtigung der besonderen niedersächsischen Verhältnisse. Die konkrete Umsetzung erfolgt für vier existierende Anlagen aus typischen niedersächsischen Regionen einschließlich der Wahl eines geeigneten Vergleichssystems in Abstimmung mit dem Auftraggeber und der 3N Dienstleistungen GmbH. Die erste Studie soll für eine Biogasanlage einer Ackerbauregion, wie der Hildesheimer Börde, durchgeführt werden. Ergänzt wird diese Studie durch weitere ökobilanzielle Bewertungen der Biogasanlagen einer ertragsschwächeren Region (z.B. Soltau‐Fallingbostel), einer Veredelungs‐ und einer Milchviehregion.

    Projektzeitraum: 2010 - 2011



  • Chemikalienleasing als Modell zur nachhaltigen Entwicklung mit Prüfprozeduren und Qualitätskriterien anhand von Pilotprojekten in Deutschland

    Projektkoordination: BiPRO GmbH, München

    Förderer: Umweltbundesamt (UBA Berlin)

    Kooperationspartner: Prof. Dr. Jutta Geldermann u.a., siehe www.chemikalienleasing.de

    Kurzbeschreibung:
    Chemikalienleasing ist ein innovatives Geschäftsmodell, bei dem die klassische mengenbezogene Bezahlung (z. B Euro pro Tonne Reinigungsmittel) von Chemikalien durch eine nutzenorientierte Bezahlung (z.B. Euro pro Quadratmeter gereinigte Fläche) ersetzt wird. Somit entsteht auch ein wirtschaftliches Interesse des Chemikalienherstellers, den Verbrauch von chemischen Produkten beim Anwender durch Prozessoptimierung zu verringern. In der Konsequenz kommt es zu einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen Chemikalienhersteller und -anwender. Diese kann zu wirtschaftlichen Vorteilen für beide Partner führen und insbesondere – über den verringerten Chemikalienverbrauch – zu Ressourcenschonung, Verringerung von Umweltbelastungen, Energieeinsparung und Vermeidung/Verringerung von Risiken aus der Chemikalienanwendung.

    In diesem Forschungsvorhaben im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden auf der Basis von acht initiierten und begleiteten Pilotprojekten Qualitätskriterien entwickelt, die helfen sollen, ein hohes Niveau des Geschäftsmodells im Hinblick auf Umwelt‐ und Gesundheitsgesichtspunkte zu gewährleisten. Die erarbeiteten Qualitätskriterien wurden im Rahmen eines für das Forschungsvorhaben etablierten Begleitkreises diskutiert und werden gegenwärtig von der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) im internationalen Maßstab getestet und übernommen.

    Darüber hinaus wurden Qualitätskriterien im Hinblick auf eine mögliche öffentliche Unterstützung von Chemikalienleasing sowie für eine zielgerichtete Kommunikation und für eine reibungslose Zusammenarbeit der Beteiligten erarbeitet. Ferner dienten die Pilotprojekte dazu, Hemm‐ und Förderfaktoren für eine erfolgreiche Implementierung von Chemikalienleasing zu analysieren. Darauf aufbauend wurden Vorschläge erarbeitet, um Anreize und geeignete Kommunikationsmaßnahmen zur weiteren Verbreitung des Geschäftsmodells zu entwickeln.

    Projektzeitraum: 2008 - 2010



  • Niedersächsische CO2-Vermeidungspotenziale und Vermeidungskosten - Studie des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN)

    Projektleiterin: Prof. Dr. Jutta Geldermann

    Förderer: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz

    Kurzbeschreibung:
    Die Niedersächsische Landesregierung hatte im Jahr 2008 als erstes Bundesland eine Regierungskommission Klimaschutz eingesetzt. Diese Kommission hat zur Aufgabe, die Landesregierung bei der Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts für Niedersachsen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang hat das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz das EFZN beauftragt, Handlungsoptionen für das Bundesland Niedersachsen zu identifizieren. Ausgangsbasis war die Studie „Kosten und Potentiale der Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Deutschland“, die von McKinsey im Auftrag von „BDI initiativ – Wirtschaft für Klimaschutz“ im Jahr 2007 erstellt wurde. Die EFZN‐Studie basiert auf bekannten Daten und Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen im Hinblick auf die Potenziale Niedersachsens und fasst den CO2‐Ausstoß und den Energieverbrauch im Bereich Erneuerbare Energien und Kraft‐Wärme‐Kopplung, Gebäude, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Transport und Landwirtschaft zusammen.

    Projektzeitraum: 2009



  • Die Professur ist zudem am Promotionsstudiengang „Biodiversität und Gesellschaft“ der Universität sowie am Energie-Forschungszentrum Niedersachsen beteiligt.



    Professur für Informationsmanagement (Prof. Dr. Lutz Kolbe)

    • GreenIT Cockpit

      Projektleiter: Thomas Leitert, TimeKontor AG

      Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

      Kooperationspartner:
      Professur für Informationsmanagement, Prof. Dr. Lutz M. Kolbe, Göttingen
      Technische Universität Berlin
      Axel Springer AG
      TimeKontor AG
      Microsoft Deutschland GmbH
      Umweltbundesamt

      Kurzbeschreibung:
      Interdisziplinäres Verbundprojekt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung eines organisationsweiten, geschäftsprozessorientierten Management-Cockpits für die Energieeffizienz von Informations- und Kommunikationstechnologien.

      Projektzeitraum: 2011 - 2014




    Department für Volkswirtschaftslehre:


    Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung (Prof. Dr. Kilian Bizer)

    • Nachhaltigkeitsorientierte Bewertung von Innovationsprojekten (NaBI): Teilprojekt VWL

      Projektleiter: Prof. Dr. Kilian Bizer

      Förderer:
      Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderprogramm "Innovationspolitische Handlungsfelder für die nachhaltige Entwicklung"

      Kooperationspartner:
      Prof. Dr. Klaus Möller, Universität St. Gallen, Schweiz
      Festo AG & Co. KG, Esslingen
      Sartorius AG, Göttingen

      Kurzbeschreibung:
      Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine nachhaltigkeitsorientierte Methodik zur Innovationsbewertung zu entwickeln, die alle relevanten Stakeholder berücksichtigt (erweiterte „Markt“-Definition). Im Fokus der Untersuchung stehen die Wirkungen von Innovationsprojekten auf die Stakeholder wie Kommunen, Länder und den Staat. Hierbei sollen deren Anforderungen an eine nachhaltige, wirtschaftlich nachvollziehbare Bewertung integriert werden. Durch ein solches erweitertes Entscheidungskalkül werden Investitionen in nachhaltige Innovationen (be)rechenbar und deren Wirkungen nachvollziehbar gemacht.
      Im Rahmen einer ökonomischen Analyse der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingung und deren Anreize zur Durchführung nachhaltiger Innovationen, soll als Ergebnis ein Leitfaden zur nachhaltigkeitsorientierte Bewertung von Innovationsprojekten für Unternehmen entwickelt werden.

      Projektzeitraum: 2009 - 2011







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