Gebärdensprache in Göttingen

Sina Proske


Ich bin seit April 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Germanistische Linguistik am Seminar für Deutsche Philologie und arbeite dort im Bereich der Gebärdensprachforschung. Von 2009 bis 2012 habe ich an der Universität Göttingen im Bachelor Deutsche Philologie und Politikwissenschaften studiert und anschließend mein Masterstudium in Linguistik 2015 beendet.

Mein Interesse für die Grammatik von Gebärdensprachen wurde in einem Seminar bei Jana Hosemann geweckt, sodass ich bereits im Bachelorstudium meinen Schwerpunkt auf den Bereich der Gebärdensprachlinguistik gelegt habe. Meine Masterarbeit, die ich in Zusammenarbeit mit Elisabeth Volk geschrieben habe, handelt von den syntaktischen und informationsstrukturellen Aspekten der w-Bewegung in der Deutschen Gebärdensprache. Meine Dissertation bei Prof. Dr. Markus Steinbach befasst sich mit der Wortordnung der Deutschen Gebärdensprache. Was mich an Gebärdensprachen so fasziniert, ist die Tatsache, dass sie sich aufgrund der unterschiedlichen Modalität auf den ersten Blick deutlich von gesprochenen Sprachen unterscheiden, die linguistische Analyse jedoch zeigen kann, dass beide Sprachgruppen dennoch viele Gemeinsamkeiten haben. Darüber hinaus interessiere ich mich auch für Fragestellungen, die sich mit den modalitätsspezifischen Besonderheiten von Gebärdensprachen befassen.