Kunstgeschichtliches Seminar

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SkulpturSkulpturensammlung


Der Skulpturen­bestand der Georgia Augusta lässt sich insgesamt in drei unterschiedliche Bereiche unterteilen. Zum einen beinhaltet er Büsten aus Marmor und Gips, welche die für eine Uni­ver­sitäts­sammlung typischen bedeutenden Persönlich­keiten der Uni­ver­sitäts­geschichte darstellen. Besonders interessant ist hierbei etwa jene Büste, die Johann Gottfried Schadow (1764–1850) im Jahre 1813 im Auftrag der Schüler und Kollegen des Rechts­historikers Christian August Gottlieb Goede (1774–1812) schuf. Bemerkens­wert in ihrer doch wenig schmei­chel­haften Realitäts­nähe ist die um 1800 von Friedrich Wilhelm Doell (1750–1816) ent­standene Büste des Mathematikers und Physikers Abraham Gotthelf Kaestner (1719–1800).

Neben diesen aus dem Uni­versitäts­leben stammenden plas­tischen Porträts umfasst die Samm­lung außerdem einen kleinen Be­stand an Holz­skulpturen des 14. bis 18. Jahr­hunderts aus unter­schied­lichsten Regionen und funk­tionalen Kontexten. Vermutlich im Jahre 1902 kam dabei durch das Ver­mächt­nis des Geheimen Hofrats Professor Karl Ewald Hasse die erste Skulptur – drei schlafende Jünger am Ölberg, um 1500 – in die Samm­lung, im Jahre 1907 dann eine Madonna mit Kind aus der schwä­bischen Schule aus dem Besitz Professor Wilhelm Diltheys. Darauf auf­bauend konnten in den 1920er und 30er Jahren einige Ob­jekte mit Unter­stützung des Uni­versitäts­bundes erworben werden, darunter die älteste Skulptur der Samm­lung aus dem frühen 14. Jahr­hundert. Weitere Skulp­turen ent­stammen dem Besitz des ehe­maligen Uni­versitäts­kustos Justus Theodor Valentiner (1869– 1952).

Der dritte Samm­lungs­teil umfasst schließ­lich Werke der Moderne, die im Ver­lauf der Uni­versitäts­geschichte an­geschafft wurden und von be­kannten Künstlern stammen. Darunter be­finden sich beispiels­weise sechs Ent­würfe für einen »Kunst am Bau«- Wettbewerb aus den 1980er Jahren mit Modellen von Horst Antes (*1936) sowie Otto Herbert Hajek (1927–2005). In ihrer Gesamt­heit vermittelt die Skulpturen­samm­lung somit einen er­staunlich um­fassenden Quer­schnitt der Geschichte plastischer Kunst vom Mittel­alter bis in die Gegen­wart.



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