Zentrale Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB)

Zentrale Einrichtung für Lehrerbildung

Die Zentrale Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) ist als übergeordnete Einrichtung für die Planung, Koordination, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der ersten Phase der Lehrerbildung zuständig. Sie organisiert sowohl den Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang im lehramtsbezogenen Profil als auch den darauf aufbauenden Studiengang „Master of Education“ sowie den Erweiterungsstudiengang „Drittes Unterrichtsfach (Lehramt an Gymnasien)".


Historie der Lehrerbildung an der Universität Göttingen

  • Die Lehrerbildung am Standort Göttingen hat eine lange Tradition. Hier entwarf im 19. Jahrhundert Johann Friedrich Herbart seine wissenschaftliche Theorie des Unterrichts, in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gründeten Erich Weniger und Wolfgang Klafki die „Göttinger Schule der Didaktik“ und Heinrich Roth entwickelte ein lerntheoretisches Stufenmodell des Unterrichts. Zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten haben in Göttingen gelehrt, geforscht und sich um die Lehrerbildung verdient gemacht.

    Im Jahr 1946 wurde in Göttingen neben der Universität eine eigenständige Pädagogische Hochschule (PH) gegründet, die 1969 mit den sieben PHs anderer Standorte zur Pädagogischen Hochschule Niedersachsen zusammengefasst wurde. An ihr wurden Lehrkräfte für Grund-, Haupt- und Realschulen ausgebildet.

    Die Lehramtsausbildung an der Universität Göttingen konzentriert sich heute auf die Ausbildung von Lehrkräften für das gymnasiale Lehramt. Bezogen auf das Land Niedersachsen werden aktuell rund 30% aller Studierenden im gymnasialen Lehramt an der Universität Göttingen ausgebildet.

    Im Bereich der Wirtschaftspädagogik ist an der Universität Göttingen auch ein Bachelor-Master- Studiengang für das Lehramt an Berufsschulen angesiedelt, der durch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften organisiert wird.

Struktur der Lehrerbildung an der Universität Göttingen

    • In der 1. Phase der Lehrerbildung an der Georg- August-Universität Göttingen sorgen Dozierende aus acht verschiedenen Fakultäten, dem Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) sowie der Abteilung Pädagogische Psychologie des Georg-Elias-Müller-Instituts für Psychologie (GEMI) gemeinsam für die fachliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern.

      Als übergreifende Institution gewährleistet die Zentrale Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) die Koordination, Weiterentwicklung und ständige Qualitätssicherung der lehramtsbezogenen Studiengänge. In dieser Funktion ist sie die zentrale Anlaufstelle für alle Lehramtsstudierenden und ihre Dozierenden.

      Das Zentrum für Empirische Unterrichts- und Schulforschung (ZeUS) ist für die empirische interdisziplinäre Forschung in den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken im Bereich der Lehrerbildung sowie der Unterrichts- und Schulforschung verantwortlich.

    • Die regionale Lehrerfortbildung (3. Phase der Lehrerbildung) ist ebenfalls der Universität angegliedert und wird vom Göttinger Netzwerk Lehrkräftefortbildung (NLF) koordiniert und gestaltet. Es ist eines von 12 Kompetenzzentren, denen seit 2012 die Durchführung der schulformbezogenen und -übergreifenden Lehrerfortbildung in Niedersachsen obliegt.

    • Das für die Ausbildung im Referendariat (2. Phase der Lehrerbildung) zuständige Studienseminar Göttingen gehört zwar strukturell nicht zur Universität, befindet sich aber ebenfalls in den Räumen der ehemaligen Pädagogischen Hochschule im Waldweg 26. Auf diese Weise sind alle Einrichtungen, die mit der Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer betraut sind, an einem Ort zusammengefasst.

Gremien der ZELB

  • Die ZELB ist als Zentrale Einrichtung direkt dem Präsidium der Universität zugeordnet. Das Präsidiumsmitglied für Studium und Lehre ist auch Mitglied des ZELB-Vorstands, was den hohen Stellenwert der als Querschnittsaufgabe wahrgenommenen Lehramtsausbildung an der Universität verdeutlicht. Zur Gremienstruktur gehören die ZELB-Mitgliederversammlung, die den ZELB-Vorstand und den ZELB-Rat wählt, sowie die Studienkommission Lehramt (SKL), die wiederum vom ZELB-Rat benannt wird.

    Von den Gremien der ZELB kommt der SKL eine besondere Rolle zu, weil sie paritätisch mit VertreterInnen der Lehramtsstudierenden und der Dozierenden besetzt ist und dort die wesentlichen Fragen des Lehramtsstudiums diskutiert und Beschlüsse vorbereitet werden.

    Die geschäftsführende Leitung der ZELB obliegt der Studiendekanin oder dem Studiendekan für das Lehramt. Sie bzw. er ist als Mitglied des Studiendekanekonzils direkt in die Arbeit universitätsübergreifender Gremien eingebunden und kann an Sitzungen des Dekanekonzils, des Senats und des Vorstands des ZeUS mit Antrags- und Rederecht teilnehmen.

Studiendekanat der ZELB

  • Die ZELB besitzt ein eigenes lehramtsspezifisches Studiendekanat, das in Abstimmung mit den an der Lehramtsausbildung beteiligten Fakultäten für alle Bereiche zuständig ist, die die Organisation, Koordination und Ausgestaltung des Lehramtsstudiums betreffen.

    Die Aufgaben des Studiendekanats liegen daher in den Kernbereichen der Lehrplanung und -entwicklung, der Zulassung zum Studiengang Master of Education, der Organisation der Praktika sowie des Prüfungsmanagements. Das Studiendekanat hat aber auch eigene Lehrangebote entwickelt, die von allen Lehramtsstudierenden belegt werden können und kann von Lehramtsstudierenden, Lehrenden und MitarbeiterInnen bei Gleichstellungsfragen kontaktiert werden.

    Darüber hinaus ist das Studiendekanat für die Durchführung und den Ausbau des Studiengang-Qualitätsmonitorings verantwortlich. Vor diesem Hintergrund werden die Kennzahlen der Studiengänge, wie z.B. die Entwicklung der Studierendenzahlen und der Studienleistungen, systematisch analysiert, die Lehrevaluationen der Fachdidaktiken und Professionswissenschaften ausgewertet sowie bei Bedarf Maßnahmen zur Optimierung getroffen.

    Zur Unterstützung von Projekten, die die Lehr- und Studienbedingungen der Lehramtsstudierenden verbessern, vergibt das Studiendekanat Studienqualitätsmittel im Umfang von ca. 200.000,- Euro pro Jahr. Außerdem werden zur Förderung von Lehramtsstudierenden, entsprechend dem prozentualen Anteil der Lehramtsstudierenden an der Georg-August-Universität Göttingen, ca. 10% der Deutschland- und Niedersachsenstipendien vergeben.

    Nicht zuletzt ist das Studiendekanat für die Studienberatung der Lehramtsstudierenden und die Beratung von Studieninteressierten, QuereinsteigerInnen und StudienortswechslerInnen zuständig. Als zentrale Anlaufstelle für die Studierenden in den Lehramtsstudiengängen hält sie vielfältige Beratungsmöglichkeiten vor

Team der ZELB