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uni | inform 16. Jahrgang | Ausgabe Februar 2018 Forschung Zeitaufgelöste Elektronenmikroskopie: Prof. Dr. Claus Ropers erhält den diesjährigen Leibniz-Preis. Seite 5 Göttingen Campus Ein neues Campus-Institut soll die biologische und biomedizinische Forschung am Standort stärken. Seite 3 Studium In diesem Jahr startet eine neues Promotionskolleg zu Fragen rund um Wissen und Ausstellen. Seite 6 Exzellenzstrategie und Auszeichnungen Jahresabschlussempfang: Rück- und Ausblick der Präsidentin – Preise des Stiftungsrats verliehen mann und Vera Sagalova für einen gemeinsamen Artikel zu den ökono- mischen Kosten von Diabetes­ erkrankungen weltweit und an die Sinologin Dr. Julia C. Schneider für eine Monografie über die Begriffe „Nation and Ethnicity“ in China zu Beginn des 20. Jahrhunderts. „Sonderpreise“ erhielten Prof. Dr. Julia Fischer, Inhaberin einer gemeinsamen Professur der Univer- sität und des Deutschen Primaten- zentrums, für ihren herausragenden Einsatz für die Idee des Göttingen Campus, und Dr. Doris Hayn, Gleichstellungsbeauftragte und Lei- terin der Stabsstelle Chancengleich- heit und Diversität der Universität, für ihr herausragendes Engagement für Gleichstellung und Diversität. tungsrates, überreichte die Ehrun- gen, die bis auf die Sonderpreise mit jeweils 3.000 Euro dotiert sind. In der Preiskategorie „Fundrai- sing“ wurde Prof. Dr. Doris Lem- mermöhle für ihr Engagement bei der Organisation des Stiftungsdin- ners geehrt. Als Mitglied und trei- bende Kraft des Initiatorenkreises hatte sie seit der ersten Veranstal- tung 2008 aktiv und persönlich um Partner und Sponsoren geworben. Auf Vorschlag der Studierenden wurde in der Kategorie „Heraus­ ragendes Engagement in der Hoch- schullehre“ Thorsten Wettich ausge- zeichnet, wissenschaftlicher Mit­ arbeiter am Lehrstuhl Religionswis- senschaft. Der Preis für „Wissen- schaft und Öffentlichkeit“ ging an die Leiterin der Theodor Fontane- Arbeitsstelle, Dr. Gabriele Radecke. Zwei Preise wurden für „Heraus- ragende Nachwuchspublikationen“ verliehen: an die Promovierenden Christian Bommer, Esther Heese- (bie) Rund 180 Gäste aus Wissen- schaft, Wirtschaft, Politik und Kul- tur konnte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel beim Jah- resabschlussempfang der Universität Göttingen im Tagungs- und Veran- staltungshaus Alte Mensa begrüßen. Die Präsidentin ließ das vergangene Jahr Revue passieren und gab einen Ausblick auf den derzeitigen Stand der Exzellenzstrategie und die weite- ren Pläne für 2018. Gemeinsam mit dem Dekan für Struktur und Ent- wicklung der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Dr. Wolfgang Brück, verlieh sie die Urkunden im Dorothea Schlözer-Postdoktoran- dinnenprogramm. Preise des Stiftungsrates Auch 2017 zeichnete der Stiftungs- rat der Universität Göttingen wieder Mitglieder der Georgia Augusta für besondere universitäre Aktivitäten und Leistungen aus. Prof. Dr. Bar- bara Ischinger, Mitglied des Stif- (gb) Während der nationalsozialis­ tischen Herrschaft wurden an der Universität Göttingen viele Wis­ senschaftlerinnen und Wissen­ schaftler aus rassistischen oder poli­ tischen Gründen – manchmal auch aus beiden Gründen zusammen – verfolgt und entlassen. Zur ihrem Gedenken hat die Universität eine Tafel an der Außenwand der Aula am Wilhelmsplatz anbringen las­ sen. Sie erinnert namentlich an 95 Personen. „Viele kehrten nicht mehr zurück. Die Erinnerung an sie wachzuhalten und sich der Verant­ wortung für das ihnen zugefügte Leid zu stellen, bleibt Pflicht der Universität“, heißt es auf der Tafel. Prof. Dr. Dirk Schumann vom Se- minar für Mittlere und Neuere Geschichte hat die Gedenktafel gemeinsam mit einer Gruppe Stu- dierender erarbeitet. Das Präsidium der Universität griff damit eine Ini- tiative der ehemaligen Universitäts- angehörigen Hinrich Lange und Gedenktafel an der Aula amWilhelmsplatz Universität Göttingen erinnert an verfolgte und entlassene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Friedhelm Zubke auf, allen Verfolgten durch eine Gedenk- tafel öffentlich zu gedenken. Die beteiligten Studierenden hatten bereits an der 2016 errichteten Ge- denkstele für das sogenannte Göt- tinger „Judenhaus“ an der Ween- der Landstraße maßgeblich mitge- wirkt. Das Projekt ist Teil einer kontinuierlichen Aufarbeitung der Geschichte der Universität im Na- tionalsozialismus. Bereits 1989 wurde eine Gedenktafel im Vorraum der Aula am Wilhelms- platz angebracht. Mit ihr wird na- mentlich 53 Universitätsangehöriger gedacht, vornehmlich Professoren, die zwischen 1933 und 1945 entlas- sen oder vertrieben wurden. Im Zuge der Aufarbeitung wurden in den fol- genden Jahren weitere 42 Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler identifiziert, die von Verfolgung und Entlassung betroffen waren. „Die Universität Göttingen enga- giert sich in der Verantwortung ge- genüber der Gesellschaft für unsere Geschichte und die Geschichte un- serer Institution“, sagte Universitäts- präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisie- gel anlässlich der Enthüllung. „Das Anbringen dieser Gedenktafel ist ein Weg, diese Verantwortung sichtbar zu machen, und soll der Universität und den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Gästen dieser Stadt gleichermaßen Mahn-, Gedenk- und Erinnerungsort sein.“ www.ns-zeit.uni-goettingen.de Aufarbeitung der eigenen Geschichte: Die neue Gedenktafel erinnert an 95 verfolgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen. Ausgezeichnet für besondere Aktivitäten und Leistungen: Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2017. Göttinger Friedenspreis Verleihung am 10. März 2018 (bie) Der Göttinger Friedenspreis 2018 geht zu gleichen Teilen an den Liedermacher Konstantin Wecker aus München und an die Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft & Frie- den (W&F) in Bonn. Der mit je- weils 2.500 Euro dotierte Preis wird am 10. März 2018 in der Aula am Wilhelmsplatz verliehen. Konstantin Wecker hat sich wäh- rend seiner künstlerischen Karriere immer auch politisch engagiert und sich in vielen Liedern mit dem poli- tischen Tagesgeschehen auseinan- dergesetzt. Er gibt Konzerte gegen rechte Gewalt und ist in der Flücht- lingshilfe aktiv. Darüber hinaus ist er Ehrenvorsitzender der Göttinger Menschenrechtsorganisation „Initia- tive für eine humane Welt“. Wissenschaft & Frieden ist eine interdisziplinäre Wissenschaftszeit- schrift für Friedensforschung, Frie- denspolitik und die Friedensbewe- gung. Sie erscheint seit 1983 und berichtet zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungs- technischen Fragen aus naturwissen- schaftlicher, politikwissenschaft­ licher, sozialwissenschaftlicher, psy- chologischer und ethischer Sicht. Stifter des Göttinger Friedenspreises war der 1997 verstorbene Göttinger Wissenschaftsjournalist Dr. Roland Röhl. www.goettinger-friedenspreis.de Zahl des Quartals 221.242 Nutzungen seines Angebots in den Hallen sowie im FIZ und im RoXx-Kletterzentrum zählte der Hochschulsport im Jahr 2017. Unter den insge- samt 17.469 Mitgliedern sind 1.507 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität.

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