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uni | inform 16. Jahrgang | Ausgabe Juli 2018 Besuch beim SNIC Die Präsidentin und ihre Kollegen der beteiligten Universitäten informierten sich vor Ort über aktuelle Projekte. Seite 3 Ausgezeichnet MRT-Weiterentwicklungen: Prof. Dr. Jens Frahm hat den Euro­ päischen Erfinderpreis erhalten. Seite 8 DFG-Förderatlas Die Universität Göttingen gehört zu den zehn besten Universitäten in Deutschland. Seite 5 (bie) Der Senat der Universität Göt- tingen hat Prof. Dr. Norbert Lossau einstimmig für eine weitere Amtszeit zum hauptberuflichen Vizepräsiden- ten der Universität gewählt. Der Stif- tungsausschuss Universität hat die Wahl bereits einstimmig bestätigt. Lossau ist seit Juli 2013 hauptberuf- licher Vizepräsident für Forschungs- und Informationsinfrastrukturen sowie das Gebäudemanagement. Darüber hinaus ist er für die Fakultä- ten für Mathematik und Informatik sowie für Geowissenschaften und Geographie zuständig. Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Juli 2019 und dauert acht Jahre. „Ich freue mich sehr über die Ver- längerung der Amtszeit und auf die weitere Zusammenarbeit mit Profes- sor Lossau“, erklärte Universitätsprä- sidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Innovative und leistungsfähige IT- und Informationsinfrastrukturen sind mittlerweile in allen wissen- schaftlichen Disziplinen unerlässlich, (her) Das Ökosystem Wald und die Möglichkeiten seiner nachhaltigen Nutzung stehen imMittelpunkt von Forschung und Lehre der Fakultät für Forstwissenschaften und Wald- ökologie. Sie hat in einer Festveran- staltung am 1. Juni 2018 auf 150 Jahre Geschichte zurückgeblickt. Dabei wurde deutlich, wie aktuell die ursprünglichen Ziele sind. Schon zur Eröffnung der Preußi- schen Forstakademie vor 150 Jahren forderte der Leiter der damaligen preußischen Staatsforstverwaltung Otto von Hagen in seiner Rede, „mit forschendem Blick die Erschei- nungen der Wälder zu studieren“ und nach den Gesetzen der Natur zu suchen. Die Botschaft, dass es bei der Bewirtschaftung der Wälder um mehr gehe als um reine Geldwirt- schaft, sei immer noch hochaktuell, betonte Dekan Prof. Dr. Bernhard Möhring. Die Fakultät sei heute ein „Mikrokosmos aus Naturwissen- schaft, Technik und Gesellschafts- wissenschaften“. Hauptberuflicher Vizepräsident wiedergewählt  Prof. Dr. Norbert Lossau weiterhin für Infrastrukturen zuständig – Mitglieder des Stiftungsausschusses bestätigt Forschender Blick und Fundament für kritische Reflexion  Rück- und Ausblick: 150 Jahre Forstwissenschaften in der Region Göttingen – 50 Jahre SOFI und Kriminologie und die Anforderungen an sie werden weiter wachsen. Optimale Rahmen- bedingungen für Forschung und Lehre bereitzustellen ist deshalb eine unserer zentralen Aufgaben.“ „Angesichts der vor uns liegenden Herausforderungen bin ich sehr Forsthistoriker Dr. Peter M. Stein- siek stellte Wissenschaftler der ver- gangenen 150 Jahre und ihre Fach- gebiete unterschiedlicher Diszipli- nen, beherzte Reformer und selbst- bewusste Studenten vor – von der Forstakademie in Hann. Münden bis zum Umzug nach Göttingen An- fang der 1970er-Jahre. Hier wird heutzutage vor allem in Verbünden und auf unterschiedlichen zeitlichen erfreut, dass wir Professor Lossau auf längere Zeit an die Georgia Augusta binden konnten“, so Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Stiftungsrats der Universität Göttingen. „Leistungs- fähige Infrastrukturen werden für den Wettbewerb um herausragende For- und räumlichen Skalen geforscht – von der Echtzeitanalyse mikrobiolo- gischer Vorgänge bis zur Model­ lierung jahrhundertelanger Wald- entwicklung sowie zu Fragen einer nachhaltigen Waldnutzung. „Wenn wir die Mechanismen des Wachs- tums von Bäumen und die Prozesse der Waldentwicklung besser verste- hen, dann können wir den Wald im Hinblick auf seine vielfältigen Funk- scherinnen und Forscher immer wich- tiger.“ Auch der Senat der Universität Göttingen freut sich auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit Lossau. „Neben der Digitalisierung ist seine Expertise auch für die Anforde- rungen bei der Bauunterhaltung und bei Neubauten an unserer Stiftungs- universität wichtig“, sagte Senats­ sprecher Prof. Dr. Nicolai Miosge. Stiftungsausschuss Zudem hatte der Senat drei Mitglie- der des Stiftungsausschusses Univer- sität in ihrem Amt bestätigt; das nie- dersächsische Wissenschaftsministe- rium hat sie nun für eine weitere Amtszeit von jeweils drei Jahren be- stellt. Für Dr. Wilhelm Krull, auch Vorsitzender des Stiftungsausschus- ses, hat am 1. Juli 2018 die sechste Amtszeit begonnen. Für Prof. Dr. Barbara Ischinger (seit 1. Juli 2018) und Dr. Joachim Kreuzburg (ab 25. September 2018) ist die kommende Amtszeit jeweils die zweite. tionen besser steuern“, sagte Prof. Dr. Christian Ammer. „Und die Lehre muss ein Wissensfundament legen, das die Studierenden zur kri- tischen Reflexion befähigt.“ Zentrale Themen der Zeit Das Soziologische Forschungsinsti- tut Göttingen (SOFI) widmet sich seit 50 Jahren zentralen Themen der jeweiligen Zeit. Über die Zukunft von Arbeit, Unternehmen und Ge- sellschaft diskutierten seine For- schenden mit Gästen aus Wissen- schaft und Praxis aus Anlass des Jubiläums. Von Beginn an eng mit der Sozialwissenschaftlichen Fakul- tät verbunden, erhielt das SOFI 1983 den Status eines An-Instituts. Auch die Kriminologie in Göttingen blickt auf 50 Jahre praxisbezogener Forschung zurück. Schwerpunkte sind unter anderem Fragen des Strafvollzugs und -verfahrens, des Rückfalls Verurteilter sowie Risiken, die sich aus der globalisierten Krimi- nalität ergeben. Freude über die Wiederwahl von Norbert Lossau (Zweiter von rechts): Nicolai Miosge, Ulrike Beisiegel und Wilhelm Krull (von links). Forstwissenschaft: Mechanismen des Wachstums von Bäumen verstehen. Engagierte Bürger 100 Jahre Universitätsbund (her) Bürgerinnen und Bürger enga- gieren sich seit 100 Jahren als Mit- glieder des Universitätsbundes Göt- tingen e.V. für einen attraktiven Universitätsstandort. Ihnen gehe es nicht nur um die finanzielle Unter- stützung von Projekten, betonte der Vorsitzende Prof. Dr. Arnulf Quadt bei der Festveranstaltung am 9. Juni 2018. Vielmehr gehe es dem Bürger- verein um den Austausch zwischen Universität und Gesellschaft, zum Beispiel durch die Förderung der Ringvorlesung und die Renovierung der Aula nebst Konzertflügel. Mit der Unterstützung der Kinder-Uni sowie von Exkursionen und Ta- gungsreisen der Studierenden habe man auch diejenigen im Blick, die künftig „als Botschafter im Außen- dienst für die Universität“ tätig seien. „Der Universitätsbund trägt zum kulturellen Leben in Universität und Stadt wesentlich bei“, bedankte sich Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Er ist ein wichtiger Teil des ,Göttingen Spirit‘.“ Die Veranstaltung und der an- schließende Empfang wurden musi- kalisch begleitet von Mitgliedern der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen und der XYJazZ-Bigband. Beide Ensembles werden vom Uni- versitätsbund Göttingen e.V. geför- dert. Mehr als 750 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich aktuell als Mitglieder des Vereins für einen attraktiven Universitätsstandort. www.unibund.gwdg.de Zahl des Quartals 2.700 Menschen kamen am Inter­ nationalen Museumstag in die Sammlungen, Museen und Gärten der Universität. Publi- kumsmagnet war auch der „Tag der Offenen Sternwarte“ mit rund 1.200 Gästen.

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