Alumni Göttingen
Schrift vergrößern Schrift verkleinernBarrierefreie Version
Search| Deutsch
WalterMichaelis_206



Zehn Fragen an 100 Ehemalige der Georg-August-Universität: Walter Michaelis


3600 Mitglieder hat Alumni Göttingen, hunderttausende Alumni leben in aller Welt. In Zusammenarbeit mit dem Göttinger Tageblatt werden an dieser Stelle 100 bekannte frühere Studierende, erfolgreiche Botschafter der Göttinger Hochschule nach ihren Erinnerungen befragt. Heute: Walter Michaelis

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

  • In Weende bei Göttingen aufgewachsen gab es bei dem hervorragenden Ruf der Universität und besonders der Chemie keine andere Wahl.




Denke ich an Göttingen, denke ich an …

  • ...herrlich unbeschwertes Studentenleben, meine Zeit als aktiver Basketballspieler in Göttingen, Kennen lernen meiner Frau und Geburt unseres ersten Sohnes.




Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

  • Diskussionen, Demonstrationen und Veranstaltungen im Jahr 1968.




Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

  • das ‚Trou’, das Potis’ und anregende Abende im ‚Deutschen Theater’ und ‚Jungen Theater’




Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

  • Es gab wunderbare Lehrer in der Chemie – Persönlichkeiten, nicht nur
    ‚Wissensvermittler’ – die Professoren Schöllkopf, Brockmann, Jost und Wagner. Sie haben meine spätere Arbeit als Wissenschaftler tief geprägt. Die Qualität des Studienangebots in Göttingen ist unverändert hoch. Über viele Jahre habe ich enge Forschungskooperationen mit der Universität gepflegt und bin stolz darauf, dass einer meiner ehemaligen Mitarbeiter heute als Professor hier tätig ist.




Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

  • Einen heißen Sommertag im Weender Freibad zu verträumen oder eine ausgiebige Runde Doppelkopf zu spielen.




Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

  • Die Chemie wird mich immer faszinieren, aber die Rechtswissenschaft mit ihrer besonderen Vielfalt könnte mich auch sehr reizen.




Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

  • Sehr genau hinsehen und sozial denken.




Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

  • Ich kenne Göttingen immer noch gut, bin häufig in der Stadt, weil ich meinen Vater besuche, der hier lebt. Gern wieder sehen möchte ich lieber Freunde, Bekannte und Kollegen, mit denen ich während der Schulzeit an der Gerhart-Hauptmann-Schule und dem Studium zusammen war.




Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

  • Das Leben außerhalb des Studiums sehr genießen. Auch bei stark verschultem Studium unbedingt einen Auslandsaufenthalt einplanen. Bestehen Sie darauf, dass Ihre Professoren Ihnen neben Strukturreformsitzungen und Drittmitteleinwerbung genug Zeit geben.