Faculty of Economic Sciences

Inhaberin einer Personalberatung für Fach- und Führungskräfte

Katharina Passolt hat im April 1994 ihr Studium der Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät begonnen und es im November 1999 erfolgreich mit dem Titel "Diplom-Handelslehrerin" abgeschlossen. Heute ist sie Inhaberin von pcp international, einer Personalberatung für Fach- & Führungskräfte.


1) Was sind die Schwerpunkttätigkeiten Ihres Unternehmens pcp international?

Wir beraten Unternehmen bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften. Das Dienstleistungsangebot umfasst alle Bereiche der klassischen Personalberatung sowie das gezielte Recruiting.


2) Wie haben Sie diese Position erlangt bzw. wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nach dem Studium habe ich mein Referendariat (Hinweis der Fakultät: als Einstieg ins Lehramt an kaufmännischen berufsbildenden Schulen, heute ist der Masterabschluss die Voraussetzung für das Referendariat) in Kassel begonnen, stellte aber im ersten Jahr fest, dass mein Ziel, Lehrerin zu werden, nicht das Richtige für mich ist. Da ich nicht nur im Studium ein großes Interesse für den Bereich Personalwesen hatte, habe ich 2001 eine Position als Personalberaterin bei der damals weltweit größten Personalberatung angenommen. Nach zwei Jahren, in denen ich die verschiedenen Aspekte der Personalberatung und insbesondere das "Head Hunting" kennengelernt habe, habe ich 2003 mein eigenes Unternehmen gegründet.


3) Wie haben Sie Ihren Berufseinstieg erlebt bzw. wie hat das Studium auf die Praxis vorbereitet?

Mein Studium zur Diplom- Handelslehrerin hat mich fachlich sehr gut auf die Tätigkeit als Lehrerin bzw. als Referendarin vorbereitet. Was jedoch nicht vermittelt wurde, waren die Rahmenbedingungen als Lehrerin, sprich die Praxis kam bis auf ein Praktikum zu kurz. So habe ich erst in den ersten Monaten feststellen können, dass mich die Tätigkeit nicht ausfüllt.

[Hinweis der Fakultät: Im neuen Bachelor-, Mastersystem sind zur Vorbereitung auf den Dienst an berufsbildenden Schulen im Masterstudium Praktika im Umfang von insgesamt 52 Wochen bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung nachzuweisen.]


4) Inwiefern wenden Sie Ihre im Studium erlernten Fähigkeiten und Fachkenntnisse im Beruf an?

In meiner Tätigkeit als Personalberaterin kommen viele Kenntnisse aus dem Studium zum Einsatz, wenn auch sicher oftmals nur indirekt. Neben den Bereichen Personalwesen und Unternehmensführung nutzen mir insbesondere die im Studium erlernten Techniken des „selbstständigen Arbeitens“ täglich in meinem Beruf.


5) Denken Sie an Ihre Studienzeit in Göttingen zurück…

Natürlich hat ein Rückblick immer etwas Positives, da man sich an solche Dinge besser erinnert. Außerdem habe ich meinen Mann im Studium kennengelernt. Ich habe Göttingen als Stadt und auch als Uni immer sehr positiv gesehen. Ich habe dort sehr gerne studiert und denke gerne an diese Zeit zurück. Schlechte Erinnerungen habe ich nicht.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg, die ebenfalls Personalberatung/ Recruiting als Berufsfeld anstreben?

Um ein guter Personalberater zu sein, sollte man nach dem Studium in einem Unternehmen im Personalbereich gearbeitet haben oder zuvor eine Ausbildung absolviert haben. Es ist leichter, die Zusammenhänge zu verstehen, wenn man einmal in der Wirtschaft war.
Sinnvoll ist es evtl. im Studium in einer Beratung ein längeres Praktikum zu machen, um festzustellen, ob einem diese Tätigkeit liegt oder nicht.