Institute of Social and Cultural Anthropology and The Ethnographic Collection

Dauerausstellung

Amerika, Asien und Ozeanien
Die Dauerausstellung präsentiert in sechs Räumen in geographischer und ethnographischer Anordnung Objekte aus den Amerikas, Asien und Ozeanien. Die Ausstellung wurde seit 2004 im Rahmen von Museumspraktika von Studierenden unter der Leitung des früheren Kustos Dr. Gundolf Krüger vollständig neu aufgebaut. Die Atmosphäre der Ausstellung spielt auf die ursprüngliche Zielsetzung der bis ins 18. Jahrhundert zurückgehenden Göttinger Studiensammlung als erstem Universitätsmuseum in Deutschland an.

Neben den prominenten Beständen aus dem 18. Jahrhundert aus Polynesien und der arktischen Polarregion (Cook/Forster-Sammlung, Baron von Asch-Sammlung) zeigt die Ausstellung unter anderem Federschmuck, Silberschmuck sowie präkolumbische Keramiken aus Südamerika. Aus Ost-Asien sind eine Samurai-Rüstung sowie religiöse, zumeist aus dem buddhistischen Kontext stammende Objekte ausgestellt. Des Weiteren sind zahlreiche Alltags-, aber auch Zeremonialgegenstände, die beispielsweise im Rahmen von Totenfeiern Verwendung fanden, aus dem Pazifikraum zu sehen.

Die zum Teil von außergewöhnlicher handwerklicher Geschicklichkeit zeugenden und in ihrer Formensprache und Ästhetik faszinierenden Objekte spiegeln manchmal Verhältnisse wider, die noch weitgehend unberührt von europäischen Einflüssen waren. In anderen Fällen hingegen lässt sich ein Kulturwandel bereits an der Verwendung importierter Materialien ablesen. In jedem Falle geben die Artefakte authentische Einblicke in das Leben von Menschen in den genannten Weltregionen.

Vertiefungen und Schwerpunktsetzungen kommen in Sonderausstellungen zum Ausdruck, die in der Regel ebenfalls im Rahmen von Lehr- und Forschungsprojekten gestaltet werden.