Faculty of Economic Sciences

IT-Projektmanager auf der Schnittstelle von IT, Vertrieb und Marketing

Dr. Stefan Christmann hat von August 2003 bis Juli 2007 in Göttingen Wirtschaftsinformatik auf Diplom studiert und bis Februar 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Anwendungssysteme und E-Business promoviert. Das Thema der Dissertation lautete „Mobiles Internet im Unternehmenskontext – Webtechnologien als technische Basis für Geschäftsanwendungen auf mobilen Endgeräten“.


1) Bei welchem Unternehmen sind Sie beschäftigt und in was für einer Position/ in welchem Bereich arbeiten Sie dort? Was sind Ihre Aufgaben?

Seit April 2012 bin ich bei der WINGAS GmbH – dem Erdgashandel der BASF – in Kassel als IT-Projektmanager beschäftigt. Ich betreue dabei von technischer Seite aus IT-Projekte in den Bereichen Vertrieb und Marketing, vor allem rund um das Themenfeld Customer Relationship Management.


2) Wie haben Sie diese Position erlangt bzw. wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe mich direkt nach der Promotion in Kassel beworben und bin innerhalb eines Monats bei der WINGAS eingestiegen.


3) Wie haben Sie Ihren Berufseinstieg erlebt bzw. wie hat das Studium auf die Praxis vorbereitet?

Ich bin sofort in einem größeren Projekt gelandet, habe binnen weniger Wochen das Unternehmen und seine Prozesse kennen gelernt und Verantwortung übernommen. Dabei sind natürlich die „Werkzeuge“ eines Wirtschaftsinformatikers wichtig, aber auch die Präsentations- und Analysefähigkeiten, die in praxisnahen Modulen vermittelt wurden.


4) Inwiefern wenden Sie Ihre im Studium erlernten Fähigkeiten und Fachkenntnisse im Beruf an?

Fachwissen und Fähigkeiten aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Informatik sind eine wichtige Grundlage. Aber auch die Kenntnisse aus meinen Nebenfächern Marketing und Handelswissenschaft sind auf der Schnittstelle zwischen IT, Vertrieb und Marketing sehr nützlich.


5) Denken Sie an Ihre Studienzeit in Göttingen zurück…

Dann denke ich an die schöne Zeit in einer beschaulichen Stadt, in der jeder irgendwie jeden kennt – spätestens um zwei Ecken. An lange Abende in der Tangente und eine großartige Mensa, die ich durchaus ab und an vermisse.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg?

Nehmen Sie sich die Zeit, über den idealen Einstiegsweg in den Beruf nachzudenken. Für manche mag Consulting eine spannende Variante für die ersten Jahre sein, für andere ist der Direkteinstieg in eine klassische IT-Abteilung gut. Schauen Sie statt auf die DAX-Unternehmen auch mal in den Mittelstand, wagen Sie den Blick in Branchen, die Ihnen vorher unbekannt oder gar langweilig erschienen. Wenn Sie dann statt einem glattpoliertem Lebenslauf auch noch nebenberufliche, selbstständige oder ehrenamtliche Erfahrungen mitbringen – dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.