Faculty of Economic Sciences

Kevin Spiekermann hat von 2008 bis 2014 sowohl den Bachelor- als auch den Masterstudiengang in Wirtschaftsinformatik erfolgreich an der Universität Göttingen absolviert. Während seines Studiums arbeitete er zwischenzeitlich als studentischer Tutor und als studentische Hilfskraft. Außerdem engagierte er sich in der Fachschaft.


1) Bei welchem Unternehmen sind Sie beschäftigt und in was für einer Position/ in welchem Bereich arbeiten Sie dort? Was sind Ihre Aufgaben?

Nach meinem Abschluss ging ich zu Sopra Steria Consulting, wo ich als Unternehmensberater tätig bin. Sopra Steria ist als Unternehmensberatungs- und Systemintegrationshaus weltweit tätig. Ich bin als Berater für IT-Governance eingesetzt. Dabei beschäftige ich mich mit verschiedenen Themen des IT-Managements, wie bspw. IT-Servicemanagement, IT-Strategie, IT-Sourcing. Das heißt, ich werde mit wechselnden Themen bei unterschiedlichsten Kunden konfrontiert. Dies beinhaltet auch eine intensive Reisetätigkeit.


2) Wie haben Sie diese Position erlangt bzw. wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Gegen Ende des Bachelor- und zu Beginn des Masterstudiums habe ich bereits Praktika im Versandhandel gemacht. Zur Mitte des Masterstudiums habe ich den Entschluss gefasst, den Einstieg in einer Unternehmensberatung anzustreben. Um mir das zukünftige Tätigkeitsfeld vorher noch einmal anzuschauen, habe ich zum Ende des Masterstudiums ein Praktikum bei einer Unternehmensberatung absolviert. Dort habe ich auch meine Masterarbeit geschrieben. Insgesamt haben sich meine Erwartungen erfüllt und daher habe ich mich anschließend bei verschiedenen Beratungshäusern beworben. Nach einigen Vorstellungsgesprächen und Angeboten habe ich mich dann für Sopra Steria Consulting entschieden.


3) Wie haben Sie Ihren Berufseinstieg erlebt bzw. wie hat das Studium auf die Praxis vorbereitet?

Im Unternehmen wurde ich durch einen Paten in alles Wesentliche eingeführt, sodass ich mich schnell zurechtfinden konnte. Eine offene Unternehmenskultur und nette Kollegen erledigten das Übrige. Außerdem gab es eine Willkommensveranstaltung für alle Neueinsteiger, auf der alle Grundlagen erläutert wurden und viel Platz für Networking war.

Das Studium hat mir natürlich die theoretischen Inhalte vermittelt, auf die es ankommt. Dies bildet die Grundlage für die Ansätze und Denkmuster, mit denen ich täglich konfrontiert werde. Daneben haben mir die Praktika sehr geholfen, mich im Arbeitsalltag zurechtzufinden und die Spezifika von Unternehmen zu erfahren. Außerdem haben mir meine (ehrenamtlichen) Tätigkeiten während des Studiums geholfen, mich auch in der Arbeitswelt schnell einzuleben.


4) Haben Sie Auslandssemester während des Studiums absolviert? Welche Vorteile sehen Sie in einem Auslandssemester?

Ich habe im Masterstudium zweimal die Gelegenheit genutzt, im Ausland zu studieren. Zuerst war ich in Australien und als ich begeistert zurückkam, habe ich mich sofort für ein Semester in Spanien beworben. Auslandssemester bergen viele Vorteile in sich. Zum einen erhält man einen Blick über den Tellerrand, indem man mit unterschiedlichsten Lebensläufen in Berührung kommt. Zum anderen kann man seine Sprachkenntnisse verbessern und andere Herangehensweisen kennenlernen. Die besten Souvenirs sind aber die vielen unvergesslichen Momente mit neu gewonnenen Freunden.


5) Denke ich an meine Studienzeit in Göttingen zurück...

Göttingen ist das Paradebeispiel einer Universitätsstadt. Praktisch alles dreht sich um die Universität. Dies betrifft vielfältige Angebote für Studierende, sich in unterschiedlichster Hinsicht zu entwickeln und eigenen Interessen nachzugehen, als auch eine universitäre Atmosphäre in der gesamten Stadt. Viele Freundschaften und gute Erinnerungen verbinden mich mit der Universität und Stadt, sodass ich immer wieder gerne daran zurückdenke.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg?

Man sollte die Zeit des Studiums nutzen, um sich selbst auszuprobieren. Dies betrifft zum einen die fachliche Seite, indem man im Studium Module wählt, an denen man Interesse hat. Zum anderen gibt es außerhalb des Hörsaals unterschiedlichste Möglichkeiten, sich zu entfalten. Dies können zum Beispiel die studentische Selbstverwaltung, studentische Initiativen, Vereine oder Kurse der ZESS (Zentrale Einrichtung für Sprachen und Schlüsselkompetenzen) sein. Dies sollte dann auch die Frage beantworten, WIE man arbeiten möchte (bspw.: Arbeite ich gerne mit Menschen oder allein? Will ich etwas Konkretes oder Abstraktes vorantreiben?). Man sollte jedoch immer im Blick behalten, dass sich vieles noch während des Arbeitslebens entwickeln wird.