Faculty of Economic Sciences

"Poppies&May": Stefan Haupthoff ist sein eigener Chef

Stefan Haupthoff, hat von 2009 bis 2011 den Masterstudiengang Marketing und Distributionsmanagement an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erfolgreich absolviert. Den Bachelor of Arts in Business Administration mit dem Schwerpunkt Marketing erwarb er 2008 an der FH Kiel.


1) Beschreiben Sie bitte kurz Ihre derzeitige Tätigkeit.

Anfang 2015 habe ich zusammen mit einem Kollegen ein Start-Up gegründet. Dabei handelt es sich um einen E-Commerce-Shop für Floristik (www.poppiesandmay.de), der im Sommer 2015 mit dem Verkauf von Produkten startet. Ich verantworte hier vor allem das (Online-)Marketing und CRM, wobei mein Mitgründer für Technik und Finanzen zuständig ist. Das Thema Business Development und strategische Unternehmensausrichtung verantworten wir gemeinsam. Nebenbei berate ich Unternehmen im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung und digitalen Marketingstrategie.

Davor habe ich fast drei Jahre bei einer SEO-Agentur als Senior SEO Consultant und Teamleiter Offpage (DACH) gearbeitet. Hier war ich auch als "Speaker" auf Konferenzen und Workshops aktiv. Vortragsthemen waren u. a. Content Marketing, Internationalisierung von E-Commerce-Shops oder Suchmaschinenoptimierung. Anschließend war ich in zwei Unternehmen als Inhouse Online-Marketing-Manager angestellt.


2) Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich nach dem Studium selbstständig zu machen?

Die Idee der Selbstständigkeit war bereits im Studium vorhanden. Eine konkrete Idee mit nachhaltiger Perspektive war jedoch nicht vorhanden. Daher wollte ich erst einmal weitere Erfahrungen in der Praxis sammeln, obwohl ich während meines Studiums bereits einige Praktika (u. a. Dr. Oetker, Messe Frankfurt) absolviert habe. Die Idee der jetzigen Projekte kam dann während meiner Tätigkeiten in der Agentur sowie als Inhouse-Manager.


3) Wieso haben Sie sich für ein Online-Floristikunternehmen entschieden und wie sah Ihr Weg in die Selbstständigkeit aus?

Die Idee des Online-Floristik-Shops kam im Herbst 2014. Mit einem Kollegen hatten wir bereits seit längerer Zeit über eigene Projekte gesprochen. Nachdem wir uns zufälligerweise den Markt der Floristik genauer betrachtet hatten, konnten wir einige Marktpotenziale entdecken. Die Marktanalyse (Konkurrenz, Produkte, Online-Marketing, Nachfrage-Muster usw.) war hier die Ausgangsbasis für alle weiteren Schritte. Wir haben daraufhin viele Gespräche mit Floristen geführt und wurden hinsichtlich dieser Potenziale bestätigt. Daraufhin haben wir Anfang 2015 das Unternehmen gegründet. Mit einem Mix aus Eigenleistung und finanziellen Eigenmitteln haben wir Shopsystem, Design, Content Verpackung etc. umgesetzt. Starttermin ist im Sommer 2015.


4) Inwiefern wenden Sie Ihre im Studium erlernten Fähigkeiten und Fachkenntnisse im Beruf an? Inwiefern haben Ihre Kenntnisse Ihnen bei der Gründung des Unternehmens geholfen?

Durch das Studium wurden sowohl die fachlichen Grundlagen für den Beruf als auch speziell für die Unternehmensführung gelegt. Vor allem das wissenschaftliche Arbeiten mit dem methodischen Vorgehen hilft für eine strukturierte Arbeitsweise im Beruf weiter. Aber auch die Präsentationen und Vorträge im Studium sind für die Vorbereitung auf verschiedene Situationen im beruflichen Alltag sehr wertvoll.


5) Denke ich an meine Studienzeit in Göttingen zurück...

...kann ich nur von zwei sehr schönen Jahren sprechen. Göttingen ist eine ideale Stadt zum Studieren. Kurze Wege und persönliche Betreuung waren hier immer sehr gut. Die Aufzeichnung und digitale Bereitstellung von Vorlesungen waren nicht nur hilfreich für die Vorbereitung auf Prüfungen, sondern haben mir auch persönlich den einen oder anderen Sommertag gerettet. :-) Das Studium hat mir fachlich zum Großteil sehr gut gefallen.

An die Zeit in Göttingen denke ich gerne zurück, vor allem weil ich tolle Kommilitonen hatte und einige sehr gute Freundschaften daraus entstanden sind. Unvergessen sind die Donnerstag-Abende in der Blooming Bar mit All-You-Can-Eat Pasta, durchgetanzte Nächte in der Tangente oder die legendären Grill-Partys in unserem WG-Garten. Aber auch die Fußball-Uni-Liga oder der Sporttag "DIES Academicus" waren Highlights in dieser Zeit.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg?

Meiner Meinung nach wird von vielen Studierenden das Thema "praktische Erfahrung" während des Studiums vernachlässigt. Ich würde immer empfehlen, in verschiedenen Branchen Praktika zu absolvieren. Ich persönlich habe in den Praktika sehr viel, darunter auch vieles über praktische alltägliche Abläufe, was das Studium nicht vermitteln kann (und soll), gelernt. Der Einstieg in einen Beruf fällt definitiv leichter und auch die Job-Suche wird dadurch erleichtert.