Faculty of Economic Sciences

Christian Eggers, Programmreferent in der Geschäftsentwicklung der DB Netz AG, Frankfurt am Main

Christian Eggers, hat von 2000 bis 2006 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Betriebswirtschaftslehre studiert und seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann erworben.


1) Bei welchem Unternehmen sind Sie beschäftigt und in was für einer Position/ in welchem Bereich arbeiten Sie dort? Was sind Ihre Aufgaben?

Ich arbeite als Programmreferent in der Geschäftsentwicklung der DB Netz AG. Die DB Netz AG ist der Schienennetzbetreiber der Deutschen Bahn AG und verantwortlich für die Bereitstellung von Bahntrassen, Erstellung des Fahrplans für täglich 39.000 Züge sowie den Ausbau und die Instandhaltung des deutschen Schienennetzes.

Ich steuere in einem Team von sechs Kollegen das strategische Unternehmensprogramm, das sich aus ressortübergreifenden Projekten (Produktion, Marketing/ Vertrieb, Finanz, HR, Großprojekte) mit strategischer Wirkung zusammensetzt. Die Gewährleistung des Projekterfolges in Form von erstellten Projekt-Endprodukten "In Time" und "On Quality" kennzeichnet meine Arbeit im Kern.


2) Wie haben Sie diese Position erlangt bzw. wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nach dem Studium arbeitete ich von 2007 - 2012 als Unternehmensberater bei Capgemini und der P3 Group (Branchenfokus Telekommunikation, Luftfahrt, Automobilzulieferer) sowie im Finanzbereich Danones. Mich reizte an meiner aktuellen Position die Querschnittsfunktion auf Augenhöhe mit Projektleitern und Arbeit an Themen mit großer Auswirkung auf das Unternehmen.


3) Wie haben Sie Ihren Berufseinstieg erlebt bzw. wie hat das Studium auf die Praxis vorbereitet?

Ich konnte während meines Studiums durch Praktika und als Werkstudent in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie erste Erfahrungen sammeln, die mir den Einstieg erleichterten. Aus der Lehre des Studiums heraus haben mir insbesondere praxisnahe Seminararbeiten geholfen, berufliche Inhalte aufgrund des gesammelten akademischen Wissens schnell zu verstehen und produktiv bearbeiten zu können.


4) Inwiefern wenden Sie Ihre im Studium erlernten Fähigkeiten und Fachkenntnisse im Beruf an?

Insbesondere die Fähigkeiten zur Priorisierung, zum pragmatischen Handeln und Fokussieren auf die relevanten Inhalte bspw. im Rahmen des Aufsatzes und der Scopingphase eines Projektes habe ich während des Studiums aufgebaut. Im Studium erlernte Tools (bspw. Five Forces, BSC, Ansoff Matrix) konnte ich bisher ebenfalls schon erfolgreich anwenden.


5) Denke ich an meine Studienzeit in Göttingen zurück...

Ich denke sehr gerne an die Abwechslung zwischen Vorlesungszeit und Semesterferien zurück, in denen ich durch Praktika und Auslandsaufenthalte sehr viel sehen und erleben konnte. Zudem habe ich während des Studiums viele Freundschaften geschlossen, die heute noch sehr eng sind. In nicht allzu guter Erinnerung ist bei mir das erste Semester geblieben, in dem ich nur 2 von 4 Scheinen bestehen konnte. Im Rückblick aber eher ein kleines Detail.


6) Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg?

Ich kann jedem Studenten/ jeder Studentin gleich welcher Studienrichtung empfehlen, sich vor dem Berufseinstieg ein Bild von möglichen späteren Tätigkeitsfeldern zu machen - dies idealerweise schon zu Beginn des Studiums. Zum einen, um erste Erfahrungen zu dokumentieren und Referenzen zu sammeln, zum anderen, um zu erkennen, welcher Beruf in welcher Branche/ auf welchem Tätigkeitsfeld zu einem passt.

Für Absolventen und kurz vor dem Berufseinstieg Stehende bzw. gerade in die Berufswelt Eingetretene ist meine Empfehlung, keine allzu große Ehrfurcht zu haben und sich relativ schnell ein genaues Bild der Organisation, einzelnen Funktionen und handelnden Personen zu machen. Dies ist gerade in großen Unternehmen/ Organisationen aber auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen enorm wichtig.