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DFG - Graduiertenkolleg GRK 2300 "Erhöhung der Baumartendiversität von Buchenwäldern durch Koniferen: zur Bedeutung funktionaler Merkmale für die Funktionalität von Ökosystemen" zum September 2017 genehmigt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab September 2017 ein neues Graduiertenkolleg an der Universität Göttingen im Bereich der Forstwissenschaften. Gleichzeitig verlängerte die DFG die Förderung für ein internationales Kolleg an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ab Oktober 2017 um weitere viereinhalb Jahre. Die Forscherinnen und Forscher am neuen Graduiertenkolleg (GRK) untersuchen die Frage, ob Mischbestände aus Buchen und anderen Baumarten vielseitiger sind als reine Buchenwälder. Die Förderung beträgt insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro für zunächst viereinhalb Jahre.

Am GRK 2300 "Erhöhung der Baumartendiversität von Buchenwäldern durch Koniferen: zur Bedeutung funktionaler Merkmale für die Funktionalität von Ökosystemen" sind neben der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie auch die Fakultät für Biologie und Psychologie und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität beteiligt, außerdem die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen. Die Forscher wollen herausfinden, was passiert, wenn man Buchenbestände mit Fichten und Douglasien anreichert und damit die sogenannte funktionale Diversität erhöht. Buchen sind sehr konkurrenzstarke Bäume und Buchenwälder deshalb von Natur aus relativ arm an anderen Baumarten. "Solche Kombinationen könnten eine Möglichkeit sein, die vielfältigen und häufig auseinandergehenden gesellschaftlichen Ansprüche an Wälder zu befriedigen", so Prof. Dr. Christian Ammer, Leiter der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Universität Göttingen und Sprecher des GRK.

Grundlegende Fragen zu diesen Kombinationen sind bislang völlig offen: Wie werden Wasser- und Nährstoffe zwischen den Arten aufgeteilt? Welche holzzersetzenden Pilz- und Tierarten kommen in den jeweiligen Waldtypen vor? Welche Rolle spielen Kleinsäuger bei der Verbreitung von Samen? Und wie erfolgt die Besetzung des Kronenraums? Diesen und anderen Fragen gehen in den kommenden Jahren elf Promovierende und ein Postdoc nach. Das GRK wird dabei von internationalen Expertinnen und Experten fachlich begleitet.



Sustainable intensification of agriculture through agroforestry (BonaRes-SIGNAL)

Verbundprojekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Boden als nachhaltige Resource - BonaRes" des BMBF. Letzte Stufe der Begutachtung ist erfolgreich durchlaufen, Bewilligung und Projektbeginn stehen bevor. Untersucht werden innovative Agroforstsysteme auf Basis der Hypothese, dass durch die Ausnutzung ökologischer Interaktionen eine nachhaltige Intensivierung in der Landwirtschaft erreicht werden kann. Dabei gilt es, moderne ökologische Erkenntnisse und das traditionelle Wissen hinsichtlich der Funktonalität und der Ausgestaltung von Ökosystemen zu kombinieren.

Laufzeit 2015 - 2019


Bioenergie-Regionen stärken (BEST) - Neue Systemlösungen im Spannungsfeld ökologischer, ökonomischer und sozialer Anforderungen

Verbundprojekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Nachhaltiges Landmanagement" des BMBF. Untersucht werden verschiedene Optionen zur Bereitstellung von Biomasse, vor allem holziger Biomasse, für die Energieerzeugung. Ziel von BEST ist es, regional angepasste Konzepte und innovative Systemlösungen zur Produktion von Biomasse zu entwickeln und im Hinblick auf ökologische und ökonomische Auswirkungen zu bewerten. Praxispartner sind in das Verbundprojekt einbezogen.

Laufzeit 2010 - 2014


Ökologische und gesellschaftliche Anpassungsstrategien für Waldlandschaften an den Klimawandel (KLIFF; "Klimafolgenforschung in Niedersachsen")

Forschungsverbund zu Wald und Klimawandel am Göttinger FZW und zusätzlich Koordination des niedersachsenweiten Gesamtverbundes aller Projekte durch das Forschungszentrum Waldökosysteme

Laufzeit 2009 - 2013