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Zehn Fragen an 100 Ehemalige...


Linda Anne Engelhardt

Linda Anne Engelhard, bis zum Jahr 2008 als Leiterin der Programmabteilung bei der Stiftung Niedersachsen tätig, wurde 1945 in Kalifornien (USA) geboren. In Göttingen studierte sie drei Semester und schloss das Studium in Deutscher Sprache und Literatur an der University of California ab. Sie war in München als Rundfunkjournalistin tätig und später als Englischlehrerin an einem Braunschweiger Gymnasium.1986 kam Engelhardt nach Hannover ins Kultusministerium, wo sie Modellversuche und die Öffentlichkeitsarbeit organisierte für das Vorhaben "Neue Technologien und Schule". 1989 wechselte sie zur Stiftung Niedersachsen. Heute ist sie Mitglied im Hochschulrat der Hochschule für Musik und Theater Hannover und im Beirat des Katholischen Forums Niedersachsen. Engelhardt ist mit dem Ministerialdirigenten Heiko Gevers verheiratet und hat eine Tochter. Ihre Hobbys sind Musik, Literatur und der Garten.

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

  • Anfang der 1960er Jahre hat die University of California ein Studienzentrum ihres Education Abroad Program in Göttingen gegründet. Wer wie ich in Kalifornien Germanistik studierte, bekam damit eine hervorragende Chance, den Ernstfall zu erproben.




Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

  • ... den Wilhelmsplatz, vor allem an die Aula. Dort wurden wir junge Kalifornier nach der Ankunft begrüßt, und ich habe es sofort gespürt: hier wandelst Du in Räumen der zentraleuropäischen Geistesgeschichte!




Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

  • Fast alles – neu, herausfordernd, kulturell extrem und lebensverändernd. Und das begann mit dem ersten Biß bei Malls Thüringer Bratwurst.




Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

  • Trou (in der Fassung 1965-67).




Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

  • Albrecht Schönes Vorlesungen, in der Paulinerkirche. Man kam sehr früh, damit man einen Sitzplatz erhielt, schrieb fieberhaft mit (die Notizen belegen heute noch, dass das Sinn machte) und ging anschließend inspiriert zurück zu den eigenen Büchern.




Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

  • Mit Diskussionen über Gott und die Welt 1966.




Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

  • Ich würde kulturwissenschaftliche Nebenfächer in Betracht ziehen, aber die Germanistik bliebe meine Hauptfachwahl.




Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

  • Whether you believe you can do a thing or not, you are right (Henry Ford).




Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

  • Alles Orte, die inzwischen überbaut sind und daher nur noch im Kopf und im Herzen leben.




Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

  • Achten Sie auf das Verstörende, das Allzuschwierige, das Andere: Dort finden Sie den Weg, der nach Weiter führt.








Linda Anne Engelhardt

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