Manche Männchen mögen’s warm – Buntbarsche ganz besonders
DBU fördert hormonfreie Produktion von Tilapia mit 209.000 Euro – Steuerung der Wassertemperatur
Göttingen. Die Männchen unter den Tilapien, den afrikanischen Buntbarschen, geben Gas. Sie wachsen doppelt so schnell wie ihre weiblichen Artgenossen. Für die Fischproduktion macht sie diese biologische Besonderheit zum bevorzugten Geschlecht. Denn so lässt sich der beliebte Speisefisch schnell erzeugen. Doch wird dafür in manchen Ländern zu umweltbelastenden Methoden gegriffen – etwa zur Verfütterung von männlichen Hormonen. Gelangen diese in Oberflächengewässer, beeinträchtigen sie andere Lebewesen. Die Abteilung Aquakultur und Gewässerökologie der Georg-August-Universität Göttingen erforscht daher ein Verfahren, bei dem mittels Steuerung der Wassertemperatur die Produktion von männlichen Tilapien begünstigt wird. Die Deutsche Bundesstiftung (DBU) fördert das Projekt mit 209.000 Euro. „In Zeiten, in denen die Weltmeere überfischt und die Artenvielfalt gefährdet sind, müssen wir nach neuen Wegen für einen nachhaltigen Fischkonsum suchen“, sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.
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