Institute of Social and Cultural Anthropology and The Ethnographic Collection

Führungen für Erwachsene

  • Die Geschichte der Ethnologischen Sammlung Göttingen – 1773 bis heute.

    Das Akademische Museum, aus dem die heutige Ethnologische Sammlung entstanden ist, wurde 1773 ganz im Sinne der Aufklärung als Lehr- und Forschungssammlung gegründet. Durch den Erwerb der Cook/ Forster – Sammlung (Südsee) und der Baron von Asch – Sammlung (Sibirien und russisch Amerika) hatte sie schon zum Ende des 18. Jahrhunderts einen herausragenden Ruf, und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Lehr- und Forschungssammlungen im deutschsprachigen Raum. Die Führung gibt Einblick in 230 Jahre Sammlungsgeschichte und stellt die wichtigsten Sammlungsbestände anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken vor.



  • Begegnungen mit Polynesischen Inselwelten: Die Sammlung Cook-Forster

    Die Ethnographica der Cook/Forster - Sammlung, die während der drei Weltreisen des englischen Seefahrers James Cook (1768-1780) in der Südsee gesammelt und später auf Initiative des Göttinger Naturforschers Johann Friedrich Blumenbach für die Göttinger Sammlung erworben wurden, zählen zu den ältesten ethnographischen Sammlungen aus dem Pazifik. Inhalt der Führung sind neben dem zeitgeschichtlichen Kontext der Entdeckungsfahrten des James Cook, seiner Sammlung und der Erwerbsgeschichte auch die Veranschaulichung des Lebens in der Südsee anhand von einzelnen Exponaten.



  • Die Völker des Hohen Nordens: Die Baron-von-Asch-Sammlung

    Georg Thomas von Asch besuchte von 1748 bis 1750 die Göttinger Universität, um unter dem bedeutenden Wissenschaftler Albrecht von Haller zu promovieren. Trotz einer erfolgreichen Karriere im russischen Kaiserreich blieb er bis zu seinem Lebensende mit seiner Alma Mater eng verbunden. Dies veranlasste den großen Sammler, neben anderen Dingen, auch etwa 200 Ethnographica nach Göttingen zu senden. Diese Schenkung macht die Ethnologische Sammlung in Göttingen zu etwas Besonderem. Sie verfügt seither über weltweit einzigartige Objekte aus Alaska (damals Russisch-Amerika), Sibirien und aus verschiedenen Gebieten Asiens und Europas. Die Führung lädt Sie ein, diese über 200 Jahre alten Objekte kennen zu lernen.



  • Ozeanien – Kultur und Kunst in der Südsee

    Ozeanien, oder die Südsee, besteht aus den Regionen Polynesien, der Viel-Inselwelt“, Mikronesien, den „Kleinen Insel“, und Melanesien, den „Schwarzen Inseln“.
    Die Sammlungsbestände dieses kulturgeographischen Raums zeugen von höchstem handwerklichen Können und künstlerischer Ausdruckskraft. Die Exponate reichen von der Zeit der Aufklärung, des späten 18. Jh. (Cook/ Forster Sammlung) über die Kolonialzeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. bis in die Gegenwart. Sie sind somit Zeugnisse der Kulturen Ozeaniens der letzten 240 Jahre und zugleich Spiegel europäischer Einflussname auf diese große Region „am anderen Ende der Welt“.



  • Indianer und Eskimo – Von Amerika bis nach Sibirien

    Die Führung begibt sich anhand von ausgestellten Objekten vom kalten Süden Feuerlands über den Äquator in den kalten Norden Alaskas. Abschließend wird der Wasserweg der Beringstraße überquert, um in den weiten Gebieten Sibiriens Kulturzeugnisse von Ethnien im heutigen Russland kennen zu lernen.
    Neben vielen interessanten Ethnographica werden auch einzigartige Exponate der dritten Weltumsegelung von James Cook sowie der Tolksdorf- und insbesondere der berühmten Baron-von-Asch-Sammlung gezeigt.



  • „Glaubenswelten" – Religionen indigener Gesellschaften.

    Die Führung gewährt Einblick, wie Glauben und Religion in anderen Kulturen verstanden, erlebt und den unterschiedlichen Vorstellungen in verschiedenen Ritualen und Zeremonien Ausdruck verliehen wird.
    Der Rundgang führt durch die Glaubenswelten der indigenen Gesellschaften des amerikanischen Kontinents ( Nordamerika und Amazonas) bis in die Inselwelt des pazifischen Ozeans (Neuguinea, Neuirland und Tahiti), von der Vergangenheit in die Gegenwart.
    Die Führung will für die zentrale Bedeutung der „Religion“ für die Weltanschauung der Menschen sensibilisieren und dabei nicht nur Aufschluss geben über Begriffe wie „Schamanismus“ und „Ritual“, sondern auch Anstoß zum Überdenken des eigenen europäischen Religionsverständnisses.



  • Die Magie der Masken

    Auf der ganzen Welt gibt es in Ritual oder Theater Masken, die ihren Träger in andere Rollen schlüpfen lassen; ihm erlauben, sich in einen mythischen Heroen, Ahnen oder ein unheilvolles Wesen zu verwandeln. Welchem Zweck dienen solch rituelle Rollenspiele? Mythisches Drama, magisches Ritual oder die schiere Lust am Verkleiden? Obgleich die Masken in der Sammlung aus ihrem Bedeutungszusammenhang gerissen sind, wollen wir versuchen, der Magie dahinter auf die Spur zu kommen, und zu erfahren, welche Rolle sie in ihrer Gesellschaft spielen.



  • Highlights der Sammlung

    Die Highlights - Führung beschäftigt sich intensiv mit einzelnen Stücken, die aufgrund ihres Alters, ihrer Seltenheit oder Sammlungsgeschichte herausragen. Dabei soll ein Dialog mit den Objekten entstehen, in dem sich dem Besucher über die Form hinaus Bedeutung und Biographie der Ausstellungsstücke erschließen, die sie erst zu Highlights werden lassen. Zugleich werden anhand der ausgesuchten Stücke beispielhaft die verschiedenen Bereiche der Sammlung vorgestellt.