Wildproben-Messungen (Cs-137)


Auswirkungen von Tschernobyl noch heute zu sehen


Auch 25 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl werden in einigen besonders betroffenen Gebieten der Bundesrepublik in Wildtieren noch deutlich erhöhte Radiocäsium-Kontaminationen festgestellt. Über die Nahrungskette kann das Cs-137 auch in den Körper des Menschen gelangen.

Durch ein länger währendes Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesumweltministeriums (FV 3423), dessen Messaufgaben von uns durchgeführt wurden, sind die Aktivitätskonzentrationen in Pflanzen und Wildtieren festgestellt worden und hier exemplarisch für Rehwild und Wildschweine abgebildet.




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Bild 1: Zeitverlauf der Cs-137 Aktivität im Muskelfleisch von Rehen aus Bodenmais, Monatsmedianwerte von 1987-2004 (n=1663)
(Quelle: http://www.environmental-studies.de/Radiooekologie/Rad.html)




Bei Rehwild variiert die Radiocäsium-Kontamination im Jahresverlauf charakteristisch mit Minimalwerten im Winter/Frühjahr und Maximalwerten im Herbst. Seit 1987 wird eine deutliche Abnahme der Kontamination festgestellt.

Dagegen sind Wildschweine in einigen besonders betroffenen Waldgebieten heute noch genauso hoch kontaminiert, wie unmittelbar nach dem Tschernobyl-Fallout.






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Bild 2: Zeitverlauf von Cs-137 in Wildschweinen aus dem Untersuchungsgebiet Bayerischer Wald, mit Regressionsgerade; 1986-2004 (n=321)
(Quelle: http://www.environmental-studies.de/Radiooekologie/Rad.html)






Zum Schutz der Bevölkerung wurden die Grenzwerte für Cs-137 in Nahrungsmitteln auf 600 Becquerel/Kilogramm begrenzt. Daher ist es notwendig auszuschließen, dass Fleisch mit höheren Konzentrationen an Cs-137 zum Verzehr in den Umlauf gebracht wird. Sollte also die Möglichkeit bestehen, dass die Cäsiumkonzentration in Wildbret annähernd den Grenzwert erreicht oder überschreitet, ist eine Messung auf Cs-137 unerlässlich.


Für diesen Zweck haben wir unser Messverfahren, das vormals wissenschaftlichen Erhebungen diente, umgestellt, um schnell, preiswert und mit wenig Material die Einhaltung des gesetzlichen Grenzwertes zu gewährleisten.



Mit 22 g Probenmaterial (Fleisch), gefüllt in ein Messgefäß (siehe Bild) bieten wir eine Messung für 12 € an. Bei Interesse schicken wir Ihnen gern die Probengefäße zu. (Alternativ: senden Sie uns das Probenmaterial wasserdicht verpackt zu 30 g ohne Knochen).


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Nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Kopka.
(Kontaktdaten s. links)