Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung – Projektförderung durch das BMEL bei dem Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung – Projektförderung durch das BMEL bei dem Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das unter Mitwirkung von Prof. Dr. José Martínez entstehende interdisziplinäre Verbundvorhaben „Institutionenökonomische Analyse und Ansätze zur Verbesserung der Organisation und Bewirtschaftung im Kleinprivatwald“.

Die Abteilungen „Forstökonomie“ sowie „Forstökonomie und nachhaltige Landnutzung“ der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August Universität, das Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie und das Institut für Landwirtschaft der Georg-August Universität werden als Projektpartner in dem auf drei Jahre angelegten Projekt die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für typische Waldbewirtschaftungs- und Organisationsformen des Kleinprivatwaldes systematisch beschreiben, Einflussfaktoren für die Wahl der Bewirtschaftungs- und Organisationsformen empirisch und institutsökonomisch analysieren und die Auswirkungen der institutionellen und rechtlichen Arrangements auf forstliche Entscheidungen untersuchen. Dadurch sollen Vorschläge zur Verbesserung vorhandener Organisationsstrukturen und innovative neue Ansätze für den Kleinprivatwald erarbeitet werden.
Das Augenmerk des von Prof. Martínez bearbeiteten Komplexes wird auf der Aufarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen liegen. Es gilt die Frage zu beantworten, welche Regelungen für den Kleinprivatwald gelten und wie sie die entsprechenden organisatorischen Gestaltungen beeinflussen. Zudem wird die historische Entwicklung des Regelungsrahmens untersucht, um so die Ursachen für dessen Komplexität zu erfassen. Darauf aufbauend werden Vergleiche mit anderen nationalen Wirtschaftsbereichen sowie mit anderen Rechtsordnungen, die ähnliche Forststrukturen und -probleme aufweisen, angestellt. Dieses Vorgehen soll etwaige Regelungsdefizite und Lösungsansätze aus anderen Rechtsordnungen oder -gebieten aufzeigen. Es sollen zudem auch eigene alternative Regelungen entworfen werden. Die Summe aus eigenen Lösungen und solchen aus anderen Rechtsordnungen oder -gebieten sollen als rechtspolitischer Ansatz der Politikberatung dienen.
Foto: ILR/Tigges