Veranstaltungsreihe: Friede, Freude, Frauenfußball?
Aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft der Frauen, die dieses Jahr in Deutschland ausgetragenen wird, richtet das Institut für Sportwissenschaften eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Friede, Freude, Frauenfußball?” aus. Von Mai bis Juli werden fünf Abendveranstaltungen mit Fachvorträgen stattfinden, in denen Widersprüche im Geschlechterarrangement des Fußballs und systemtypische Formen geschlechtsbezogener Diskriminierung thematisiert werden sollen, um einen kritisch-reflexiven Kontrapunkt zum stark affirmativen öffentlichen Diskurs um den Frauenfußball zu setzen.

Die einzelnen Veranstaltungen im Überblick:

Dr. Tatjana Eggeling (Kulturanthropologin, Queer Nations)
„Abseitsfalle Heteronormativität? – Homophobie im Fußball“
Dienstag, 24.05.2011, 18.00–19.30 Uhr

Marylin Sanchez (Arbeitsrechtsanwältin, CIR)
„Geschlechtsspezifische Ausbeutung von Frauen in der globalisierten Sportartikelindustrie“
Dienstag, 31.05.2011, 18.00–19.30 Uhr

Dr. Daniela Schaaf (Kommunikationswissenschaftlerin, Deutsche Sporthochschule Köln)
„Was macht den Frauenfußball attraktiv? Die Perspektive von Sponsoren, Zuschauerschaft und Medien“
Dienstag, 28.06.2011, 18.00–19.30 Uhr

Sylvia Schenk (Rechtsanwältin, Transparency International Deutschland)
„Im Netz: Korruption im internationalen Sport als Form der Männerbündelei“
Dienstag, 05.07.2011, 18.00–19.30 Uhr

Prof. Dr. Andrei S. Markovits (Soziologe, University of Michigan)
„Die letzte legitime Bastion des Seperate but Equal: Warum eine Frau Bundeskanzlerin sein kann, aber auch die radikalsten Frauenrechtlerinnen nicht fordern, dass die Viererkette von Bayern München weiblich sein soll"
Montag, 11.07.2011, 18.00–19.30 Uhr

Veranstaltungsort ist das Uni-Sportzentrum am Sprangerweg.

Die Veranstaltungsreihe findet mit freundlicher Unterstützung der Gleichstellungskommission der Sozialwissenschaftlichen Fakultät unserer Universität statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.