Jessica Bosch - Promotionsstipendiatin am Max-Planck-Institut (MPI) Magdeburg

Wo arbeiten Sie derzeit in was für einer Position/ in welchem Bereich arbeiten Sie dort? Was sind Ihre Aufgaben?

Derzeit bin ich Stipendiatin am Max-Planck-Institut (MPI) Magdeburg und arbeite dort als Doktorandin in der Gruppe „Computational Methods in Systems and Control Theory“. Nebenbei bin ich als Tutor an der Uni Magdeburg tätig.

Wie haben Sie diese Position erlangt bzw. wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nachdem ich meinen Bachelorabschluss an der Uni Göttingen erhalten hatte, begann im Oktober 2010 mein Masterstudium an der Uni Magdeburg und im November 2011 meine Tutorenstelle dort. Ich habe mich im Juli 2011 um eine Masterarbeit am MPI Magdeburg beworben, mit Erfolg. Bevor die Arbeit begann, absolvierte ich ein circa 3-monatiges Praktikum (Mitte August bis Anfang November) bei der Hella KGaA Hueck & Co. in Lippstadt. Anschließend startete ich mit der Einführung in das Thema der Masterarbeit in Form eines „Wissenschaftlichen Projekts“ und darauf folgte die eigentliche Masterarbeit. Am 20. September 2012 erhielt ich meinen Masterabschluss und bin seit Oktober 2012 als Promotionsstudentin an der Uni Magdeburg immatrikuliert. Von Oktober-Dezember 2012 war ich als Research Visitor am Oxford Center for Collaborative Applied Mathematics (OCCAM), University of Oxford, tätig (nach erfolgreicher Bewerbung um ein Stipendium, das sogenannte OCCAM Visiting Studentship (OVS)). Seit 2013 bin ich PhD Researcher am MPI Magdeburg.

Warum haben Sie sich nach dem Studium für die Promotion entschieden?

Die Beschäftigung am MPI Magdeburg während meiner Masterarbeit hat mir viel Spaß bereitet und mein Interesse stets geweckt. Ich bekam dann die große Chance, an das Thema der Masterarbeit in Form einer Promotion anzuknüpfen. Zudem wollte ich gerne mathematische Forschung betreiben und weiter an der Uni tätig sein.

Wie hat Sie das Studium in Göttingen auf Ihre derzeitige Tätigkeit vorbereitet?

Das Studium in Göttingen hat natürlich die Grundlagen geschaffen für das, was ich jetzt tue. Es hat mir die Welt der Mathematik gezeigt mit ihren vielen verschiedenen Teilgebieten. Von diesen Gebieten habe ich das für mich passende entdeckt und vertiefen können.

Denken Sie an Ihre Studienzeit in Göttingen zurück…

Ich habe Göttingen im September 2010 verlassen. Ich denke zurück mit dem Gedanken, was hätte man anders/besser machen können. Ich bin z.B. zwischen Göttingen und meiner Heimat gependelt, wodurch ich viele Sachen, seien es Veranstaltungen der Universität und der Stadt oder einfach nur das "echte" Studentenleben, verpasst habe und Göttingen nicht wirklich gut kennenlernen konnte. Erst in Magdeburg habe ich all diese Dinge mit viel Freude erlebt.

Welche Tipps geben Sie Studierenden und Berufseinsteigern/innen mit auf den Weg?

Auf jeden Fall niemals aufgeben, wenn man ein Ziel vor Augen hat, sondern kämpfen. Mir persönlich fielen z.B. die ersten zwei Semester des Bachelorstudiums ziemlich schwer und ich habe oft gezweifelt. Wenn ich sehe, wo ich heute stehe und was ich alles während der Studienzeit bis zum heutigen Tag erleben durfte, hat sich der Kampf mehr als ausgezahlt und macht mich auch ein wenig stolz.