Zivilgesellschaftliches Engagement und Persönlichkeitsentwicklung

Innerhalb aller Studiengänge an der Fakultät für Mathematik und Informatik fördern verschiedene Angebote und Studieninhalte das zivilgesellschaftliche Engagement und die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden. Interdisziplinäre Komponenten der Studiengänge und das breitgefächerte Wahlangebot an Vertiefungen und Spezialisierungen gewähren den Studierenden ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit, welche sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken.

Einbettung in das Studium
Konkret werden die Studierenden in den Bachelor-Studiengängen der Fakultät für Mathematik und Informatik bereits ab dem ersten Semester (insbesondere im Übungsbetrieb) darauf vorbereitet,


  • in inner- und außerwissenschaftlichen Kontexten redlich zu argumentieren und zu begründen,
  • in Belastungssituationen Arbeitsprozesse systematisch zu organisieren, Prioritäten zu setzen und Durchhaltevermögen zu zeigen,
  • Arbeitsformen zu praktizieren, die ein lebenslanges Lernen beinhalten.


Zusätzlich trainieren die Studierenden ab dem zweiten Studienjahr und in den Master-Studiengängen (insbesondere im Rahmen von (Betriebs-)Praktika und Seminaren)


  • die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis,
  • die Fähigkeit zur Teamarbeit, auch in gesellschaftlich relevanten Zusammenhängen, und
  • zunehmend die Fähigkeit, Probleme zu erkennen, Probleme und Problemstellungen zu formulieren, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und sie gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommunizieren.


Beispielsweise gibt es mit dem Projekt PILZ eine interdisziplinäre und praxisnahe Lehrveranstaltung, die den Studierenden ermöglicht, ihr Wissen auch außerhalb ihres Faches und anhand praktischer Probleme anzuwenden. Die Studierenden erkennen, dass Sie Ihre Fähigkeiten, Probleme zu lösen, auch auf gesellschafltich relevante Fragestellungen anwenden können:


  • Wie muss eine Stadt Fahrradwege planen, um ein möglichst sicheres Fahrradfahren zu ermöglichen?
  • Wie müssen Ampelschaltungen von der Kommune programmiert werden, um die Wartezeiten gerecht auf alle Verkehrsteilnehmenden zu verteilen?
  • Wie können Ressouren optimal genutzt werden, um möglichst viele Menschen klimaschonend mit Energie zu versorgen?



Stärkung der internationalen Mobilität
Die Fakultät fördert die internationale Mobilität der Studierenden im Bachelor- und Master-Studium und Promotionsstudium und stellt dafür ein großes Kontingent an vielfältigen Austauschmöglichkeiten bereit. Auch Abschlussarbeiten können im Ausland angefertigt werden, wobei in der Regel die ausländische Betreuerin oder der ausländische Betreuer als (Zweit-)Gutachterin oder als (Zweit-)Gutachter eingesetzt wird.

Auslandsaufenthalte tragen maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Durch den interkulturellen Kontakt erweitern Studierende ihren Horizont und entwickeln Toleranz gegenüber Mitmenschen. Die örtliche Distanz zum Heimatland fördert Selbständigkeit, Organisationsfähigkeit und Kreativität.


Schlüsselkompetenzen
Die Fakultät für Mathematik und Informatik ermuntert ihre Studierenden in Bachelor- , Master- und Promotionsstudium, die Befähigung zu verantwortlichem Handeln auch in Bereichen des kulturellen und des politischen Lebens zu erwerben und zu trainieren. Hierzu werden den Studierenden vielfältige Möglichkeiten zur Partizipation an der studentischen und akademischen Selbstverwaltung in zentralen und dezentralen Gremien geboten. Die Einbindung in das Studium erfolgt z.B. durch das Modul


  • B.Mat.0950 „Mitgliedschaft in der studentischen oder akademischen Selbstverwaltung“


Auch eine Integration weiterer fakultätsübergreifender Schlüsselkompetenzangebote in das Studium ist auf Grund der großen Wahlfreiheit möglich. In diesem Zusammenhang besonders hervorzuheben sind Module zur Förderung der interkulturellen Kompetenz, wie

  • SK.DaF-Tr-1 „Interkulturelles Kompetenztraining für BA-Studierende aller Fachrichtungen“ und
  • SK.IKG-IKK.14 „Interkulturelle Vor- und Nachbereitung eines studienrelevanten Auslandsaufenthalts“

oder des Ehrenamts, wie

  • SQ.SoWi.3: "Community Service: Ehrenamtliche Tätigkeit bei einer gemeinnützigen Göttinger Einrichtung
    vermittelt durch das Bonus-Freiwilligenzentrum" und
  • "SQ.SoWi.4: Bürgerschaftliches Engagement/Ehrenamtliche Tätigkeit".


Lehrende
Gemäß der Grundordnung der Georg-August-Universität thematisieren die Lehrenden Handlungsfelder, Möglichkeiten und Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement und demokratischen Strukturen. Die Studierenden werden dazu motiviert, den Einsatz ihrer im Studium erlangten professionellen Handlungs- und Urteilsfähigkeit in Bezug auf interdisziplinäre Fragestellungen und Interkulturalität nicht nur auf das berufliche Handlungsfeld zu begrenzen, sondern auch darüber hinaus zivilgesellschaftlich einzusetzen.