Camille Buat

Meine Doktorarbeit untersucht Arbeitsmobilität zwischen den nordindischen Regionen Bihar und Uttar Pradesh einerseits und Ostindien (Bengal und Assam) andererseits, von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute. Ausgehend von Lebens- und Familiengeschichten folgen die Untersuchungen den Geschichten von Mobilität in Bezug auf Arbeitsplatz und Geographie und betrachten dabei das ständige hin und her zwischen den verschiedenen „Heimaten“ im östlichen Uttar Pradesh (Ghazipur, Ballia, Buxar), Bengalen (Howrah, Durgapur, Asansol, Titagarh) und Assam (u.a. Dibrugarh, Tinsukia). Im Bereich der kulturellen Repräsentation befasse ich mich mit der Bidesiya Tradition. Diese Tradition behandelt das Thema des abwesenden Ehemanns , der in einem weit entfernten Land arbeitet. Dieses Thema stellt einen Kernaspekt der lokalen Musik- und Theatertraditionen in diesen Regionen dar und ermöglicht es, die Repräsentationen von Praxen der Mobilität im longue durée durch verschiedene Änderungen in der medialen Herstellung von Kultur hindurch zu verfolgen.

Vor meinem Doktorandenstudium habe ich meinen Master der Geschichte am Institut d’Études Politiques de Paris absolviert. Der Titel meiner Doktorarbeit lautet: "Communalism and Militancy: Indian Jute Labour in the 1930s: a Segmented Labour Force“.

Veröffentlichungen

Rezension: Vanessa Caru. Des toits sur la grève. Le lodgement des travailleurs et la question sociale à Bombay (1850-1950), International Review of Social History, Vol. 62, Ausgabe 1, April 2017, S.156-158

Rezension: “Jean Louis Margolin et Claude Markovits, Les Indes et l’Europe: histoires connectées XVe XXIe siècle”, in Vingtième Siècle, 2016/4 (no. 132)