In publica commoda

Innovaland - Integrative Prozesse zur Förderung innovativer, nachhaltiger Landnutzungskonzepte in sozial-ökologischen Systemen

Kurzfassung

Die größte Herausforderung für Agrarsysteme der Zukunft besteht darin, die Vielzahl an Nutzungsinteressen und Ökosystemleistungen (ÖSL) in neue Landnutzungsformen zu integrieren. Das Projekt Innovaland wird drei Prozesse zur Förderung von nachhaltigen Landnutzungsinnovationen entwerfen, testen und bewerten. Erstens werden kommunale Kreativwerkstätten in 4-5 lokalen Gemeinden entstehen, die lokale, integrative und technologische Lösungen für die Bereitstellung verschiedener, gekoppelter ÖSL entwickeln. Zweitens wird gemeinsam mit einer Landesregierung ein verbessertes, effektives und praktikables System für Agrarumweltmaßnahmen entwickelt. Zuletzt wird ein digitales Werkzeug konzipiert, um ortsspezifische Informationen zu lokalen Ökosystemfunktionen für Landwirte und - besitzerInnen bereitzustellen und ihnen zu ermöglichen, erbrachte ÖSL zu dokumentieren. Eine digitale Innovationsplattform wird eine direkte Kommunikation zwischen NutzerInnen und BereitstellerInnen von ÖSL ermöglichen und so weitere Akteure in die Prozesse der Kreativwerkstätten einbinden. Zur Unterstützung nachhaltiger Landinnovationen werden die Erkenntnisse aus den Untersuchungen innerhalb der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit in einem praktikablen Format in die Prozesse eingespeist. Hierfür werden gesellschaftliche Entwicklungsvisionen in partizipativen Szenarioprozessen definiert, ökonomische Entwicklungspotentiale von Agrarunternehmen der Zukunft ermittelt und bewertet, und ein lokales, partizipatives Monitoringsystem zu Ökosystemfunktionen und ÖSL entwickelt. Eine projekteigene Wissensmanagementstrategie wird Aktivitäten und Ergebnisse der Arbeitsbereiche derart integrieren, dass disziplinenübergreifend Produkte wie wissenschaftliche Publikationen und Politikempfehlungen entwickelt werden können. In enger Zusammenarbeit mit PraxispartnerInnen werden die Innovaland-Prozesse benutzerfreundlich gestaltet, verstetigt sowie ein Anwendungstransfer in andere Regionen ermöglicht.

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Projektpartner

Georg-August-Universität Göttingen, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung
Umwelt- und Ressourcenökonomik

Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte

Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness

Agrarpolitik

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, Leipzig
Department Naturschutzforschung

Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT, Berlin
Nachhaltigkeit und Transformation

Hochschule Trier
Institut für angewandtes Stoffstrommanagement IfaS

Universität Leipzig
Instituts für Angewandte Informatik InfAI e. V.

CoKnow Consulting
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