Michael Sulies

Vortragsreihe „Theorie und Praxis der Public History“ im Sommersemester 2018


Egal ob in sozialen Medien, im Film oder in politischen Reden: Die Auseinandersetzung mit Geschichte ist stets öffentlich und konflikthaft. Um die Deutung von Vergangenheit wird teilweise heftig gestritten. Dabei unterliegt Geschichte einer stetigen Neuaneignung und wird in den Debatten der Gegenwart beständig neu konstruiert. Daher kann Geschichte nur in ihrem gesellschaftlichen Charakter verstanden werden. Geschichte ist Public History.

Die Vortragsreihe "Theorie und Praxis der Public History" fragt nach den Formen und Inhalten dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung. In sechs Vorträgen befassen sich Referent_innen aus dem gesamten Bundesgebiet mit den theoretischen Grundfragen der Public History und konkreten Beispielen aus der Praxis der öffentlichen Verhandlung von Geschichte. Die Vorträge befassen sich unter anderem mit der Auseinandersetzung um Geschichte in sozialen Medien, neuen Wegen der Oral History in der politisch-historischen Bildungsarbeit und dem Verhältnis von NS-Vergangenheit und nationaler Identität in Deutschland.


Kulturwissenschaftliches Zentrum, Raum 0.601,
Sommersemester 2018, mittwochs 18.00 - 20.00 Uhr

Erster Seminartermin: 11.04.2018, 18 Uhr, Raum 0.601 (KWZ)
Das Seminar kann im Modul "B.Gesch.690: Angewandte Geschichte" belegt werden.



Veranstaltungsübersicht

Mittwoch 25.04.2018
Digital Public History. Geschichte in sozialen Medien
Moritz Hoffmann M.A., Freier Historiker

Mittwoch 09.05.2018
Das Projekt „Trug & Schein“. Die Alltagsgeschichte des Nationalsozialismus. Digital und
öffentlich
Dr. des. Christine Hartig, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung
Stuttgart

Mittwoch 23.05.2018
Das Projekt „Zeugen der Shoah“. Oral History und das Ende der Zeitzeugenschaft
Dorothee Wein M.A, Center für Digitale Systeme, Freie Universität Berlin

Mittwoch 06.06.2018
Playing History. Videospiele, historische Inszenierung und Geschichtsbewusstsein
Nico Nolden M.A., Public History, Universität Hamburg

Mittwoch 20.06.2018
Erinnerung im Alltag verankern. Das Projekt „Stolpersteine“
Dr. Bettina Kratz-Ritter, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V.

Mittwoch 04.07.2018
Der sächsische Gedächtnisdiskurs als bundesrepublikanischer Sonderfall? Institutionen, Akteure und Konfliktlinien
Jonas Kühne M.A., Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


Kontakt:
Michael Sulies
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte
Kulturwissenschaftliches Zentrum (Raum 1.710)
Heinrich-Düker-Weg 14
37073 Göttingen

Tel.: +49 (0) 551 - 39 21252
michael.sulies@uni-goettingen.de