Was macht eine Stadt für alle aus? Ergebnisse aus dem Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen

14.Februar 2020, 18:00 - 21:00 Uhr
Paulinerkirche im Historischen Gebäude der SUB (Papendiek 14, 37073 Göttingen)

“Migrationspolitik in der Krise: Was können Städte bewegen?“
Podiumsdiskussion des „Stadtlabors: Migration bewegt Göttingen“ in Kooperation mit der Seebrücke Göttingen


Die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik steckt in einer tiefen Krise. Dies haben zuletzt nicht nur die Debatten um die Seenotrettung gezeigt. Angesichts der Blockadehaltung auch vieler nationaler Regierungen sind es vermehrt Städte und Kommunen, die sich für pragmatische und liberale Lösungen einsetzen. So ist auch Göttingen im September 2019 per Ratsbeschluss eine von mittlerweile rund 120 Städten geworden, die sich als „ Sichere Häfen“ verstehen. Sie erklären sich somit bereit, aus dem Mittelmeer Gerettete entgegen der europäischen Verteilungspolitik direkt aufzunehmen.

Auf dem Podium diskutiert Prof. Dr. Gesine Schwan (Humboldt-Viadrina Governance Platform, Berlin), mit Mike Schubert (Oberbürgermeister von Potsdam und bundesweiter Koordinator „Städte Sicherer Häfen“), Marion Bayer (Solidarity City Hanau) und Mehmet Tugcu (Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Grüne Göttingen) unter der Moderation von Prof. Dr. Sabine Hess (Centre for Global Migration Studies, Universität Göttingen), welche Rolle Städte und Kommunen in der Migrationspolitik einnehmen (sollten). Welche Ansätze und Politikempfehlungen gibt es? Welchen Handlungsspielraum haben Stadtregierungen und -verwaltungen? Was können Graswurzelinitiativen wie Solidarity City für eine offene Stadtgesellschaft bewegen?

Im Anschluss Lesung und Musik, von und mit Beteiligten der Schreibwerkstatt „Patchwork Peace“. Die Lesung ist das Ergebnis einer fortlaufenden Schreibwerkstatt, die sich, initiiert von Roma Center e.V., unter der Leitung von Luise Rist (boat people projekt) im Stadtlabor zusammengefunden hat. Sie wird von Hans Kaul (Piano) und Abdallah Gbhash (Oud) musikalisch begleitet.


15.Februar 2020, 10:00 - 22:00 Uhr
Historisches Gebäude der SUB (Papendiek 14, 37073 Göttingen)

Vorstellung der Ergebnisse aus dem Stadtlabor und vielfältiges Workshop- und Kulturprogramm

Über neun Monate haben Göttinger Migrationswissenschaftler*innen, Kunst- und Kulturschaffende, Praktiker*innen und Ehrenamtliche in einer ehemaligen Apotheke debattiert, wie sich eine Stadt gestalten lässt, in der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Aufenthaltsstatus das Recht haben zu leben, zu wohnen und zu arbeiten. Am zweiten Veranstaltungstag ziehen Mitwirkende am Stadtlabor eine vorläufige Bilanz des Stadtlabor-Prozesses und reflektieren die Debatten um Göttingen als Einwanderungsstadt. In verschiedenen Workshops, konzipiert von den verschiedenen Gruppen und Initiativen, kann der Austausch weiter intensiviert werden. Am Abend ist Nora Amin mit ihrer politischen Performance „Migrating the Feminine“ zu Gast.



Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

***Veranstaltungssprache ist Deutsch. Wir bemühen uns bei Bedarf Übersetzungen anzubieten und bitten hierfür um Anmeldung bis 13.02.2020 per Email an jelka.guenther@uni-goettingen.de. Ansonsten ist keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei***