In publica commoda

Coronavirus:
Informationen für Studierende

Mit den aktuellen Vorkehrungen möchte die Universität dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter*innen und Studierenden durch präventives Handeln zu schützen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Informationen zur Verfügung, die per E-Mail an alle Studierenden gesendet wurden. Wir haben auch eine Seite mit Fragen und Antworten für Studierende erstellt.

Bitte schauen Sie regelmäßig auf diese Webseite, da sich die Lage kurzfristig ändern kann.

Studium in Zeiten von Corona

Was sind die aktuellen Herausforderungen im Studium? Welche Änderungen bleiben wie lange bestehen? Wie geht es weiter? Dieses Semester war für alle eine Umstellung und hat so einige Fragen aufgeworfen. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam diese Fragen besprechen. Und zwar live, virtuell, mit Vertreter*innen aus der Unileitung und –verwaltung, Ihren Studierendenvertreter*innen - und natürlich mit Ihnen.

studi

  • 06.07. 18 Uhr: Das Sommersemester 2020 - Fragen, Herausforderungen, Lösungen
  • 13.07. 18 Uhr: Das Wintersemester 20/21 - Wie & wann geht es weiter?

Vertreter*innen aus Unileitung und -verwaltung:
Andrea D. Bührmann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit
Andre Dorenbusch, Bereichsleiter Lehrentwicklung und Ordnungen
Ulrich Löffler, Leiter der Abteilung Studium und Lehre

Studentische Vertreter*innen:
Annika Bittner
Felix Schabasian
Alexandra Werner

Sie haben Fragen zur aktuellen Situation oder sogar schon zum Wintersemester? Schicken Sie sie uns vorab an socialmedia@uni-goettingen.de oder stellen Sie sie direkt im Chat während des Livestreams.

E-Mails an Studierende


Liebe Studierende,

die erste Semesterwoche war geprägt davon, dass alle Beteiligten neue Erfahrungen in der Lehre und im Lernen machen durften. Nach und nach laufen die ersten Erfahrungsberichte ein. Neben viel Wertschätzung für das große Engagement aller Beteiligten werden aber auch Fragen nach der Verwendung von externen Plattformen, insbesondere Zoom, gestellt. Daher haben die Datenschutzbeauftragten unserer Universität darum gebeten, die Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung von Zoom noch einmal darzulegen.

Der Service für Digitales Lernen und Lehren hat dafür gemeinsam mit den Datenschutzbeauftragten der Universität Göttingen eine Handreichung für die Verwendung von Zoom für Sie erstellt, in der Fragen hierzu beantwortet werden. Die Handreichung ist verlinkt, um das Mailsystem nicht unnötig zu belasten (www.uni-goettingen.de/docs/351a7a63d4ab1faaac6e656bf68e20d9.pdf). Bitte nutzen Sie dieses Dokument, um sich über Ihre Möglichkeiten zu informieren.

Formal unterliegt die Nutzung der Webkonferenzsysteme Art. 13 EU-DSGVO. Sie finden die Datenschutzerklärung zur Nutzung der Webkonferenzsysteme an der Georg-August-Universität Göttingen unter https://studip.uni-goettingen.de/dispatch.php/siteinfo/show/5. Mit dieser E-Mail möchten wir Sie hierüber zentral informieren, damit dies nicht jede/r Lehrende für die eigene Veranstaltung tun muss.

Zum Schluss noch eine Bitte: In den Medien wird immer wieder von Störungen von Zoom Meetings durch Externe (sogenannte Trolle) berichtet. Der beste Weg dies zu verhindern ist, die Zugangsdaten zu den Konferenzen zu schützen. Wir möchten Sie daher bitten, die Zugangsdaten nicht an Dritte weiterzugeben oder öffentlich zu machen.


Ihr

Service für Digitales Lehren und Lernen

Liebe Angehörige und Mitglieder der Universität, liebe Lehrende, liebe Studierende,

die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) hat bereits maßgebliche Schritte erfolgreich umgesetzt, um Studium, Lehre und Forschung auch in dieser Krisenzeit zu unterstützen. Viele digitale Services wurden auch nach der Schließung für den Publikumsverkehr und der Verlegung der Arbeit ins Home-Office aufrechterhalten und ausgeweitet. Printbestände werden über den neuen „Scan & Deliver-Dienst“ zugänglich gemacht und eine Notausleihe wurde als Pilotprojekt für Lehrende eingeführt.

Die neue Verordnung des Landes Niedersachen vom 17. April 2020 erlaubt implizit eine weitere stufenweise Öffnung, und ein Schreiben des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur an die Bibliotheken weist explizit auf die Möglichkeit der Öffnung der Bibliotheken hin.

Die SUB Göttingen plant dies in drei Stufen umzusetzen:

1. Stufe:
Öffnung der Notausleihe für Studierende. Dies kann umgesetzt werden, indem der öffentliche Eingangsbereich der Zentralbibliothek sowie die entsprechenden Flächen an den jeweiligen Standorten unter Gewährleistung der Hygienevorgaben wieder geöffnet werden, was zurzeit vorbereitet wird. (Voraussichtliche Einführung: 4. Mai 2020)

2. Stufe:
Öffnung des Lern- und Studiengebäudes (LSG). Die Priorisierung für die Regelung der Auslastung wird gerade mit den Studierendenvertretungen abgestimmt. (Voraussichtliche Öffnung mit den erwähnten Priorisierungen: Mitte Mai)

3. Stufe:
Öffnung der Zentralbibliothek und der Bereichsbibliotheken für das Arbeiten vor Ort. („Lesesäle“, Einführung aktuell noch nicht zeitlich eingrenzbar).

Konkretere Zeithorizonte können wir zurzeit noch nicht nennen, da für alle Stufen der Infektionsschutz für Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen der SUB gewährleistet sein muss, jedoch Engpässe in den Materiallieferungen bestehen, so dass notwendige Umbauten und Schutzmaßnahmen nur zeitverzögert umgesetzt werden können. Die Öffnung der Räume für das Arbeiten vor Ort wird voraussichtlich erst danach erfolgen können und muss anhand der rechtlichen Rahmenbedingen zum Infektionsschutz geplant werden.

Mit bis zu 6000 Besuchen pro Tag und über zwei Millionen im Jahr zählt die Zentralbibliothek der SUB zu den am stärksten besuchten Einrichtungen in Göttingen. Da bei einer Öffnung größere Zusammentreffen innerhalb oder außerhalb der Zentralbibliothek nicht ausgeschlossen werden können, ist die Vorbereitung dieser Stufe mit großem Aufwand verbunden. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an der Umsetzung einer schrittweisen Öffnung zum Beispiel unserer Bereichsbibliotheken, für die der Zugang in Übereinstimmung mit den Hygienevorschriften besser organisiert werden kann.

Wie immer in diesen dynamischen Zeiten muss der Plan gegebenenfalls an neue Regelungen oder Entwicklungen angepasst werden. Auf unserer Webseite informieren wir Sie zeitnah über aktuelle Entwicklungen zu unseren Services.

Den Kolleg*innen in den Instituts- und Seminarbibliotheken möchten wir mitteilen, dass wir Sie gern bei allen Fragen der Organisation des Zugangs zu Ihren Bibliotheken unter den besonderen aktuellen Bedingungen beraten. Auch für Fragen rund um die Beschaffung und Lizenzierung von Medien stehen die Expert*innen der SUB gern mit ihrem Rat zur Verfügung. Sonja Meier (smeier@sub.uni-goettingen.de) als primärer Kontakt für Sie wird Ihre Fragen und Anregungen bei Bedarf an die richtigen Stellen innerhalb der SUB weiterleiten. Selbstverständlich können Sie sich auch gern direkt an die Ihnen bereits bekannten Ansprechpartner*innen wenden.

Ihre

Prof. Dr. Reinhard Jahn (Präsident)
Prof. Dr. Norbert Lossau (Vizepräsident für Digitalisierung und Infrastrukturen)
Dr. Valérie Schüller (Vizepräsidentin für Finanzen und Personal)

Die SUB Göttingen stellt ihre Services maßgeblich um, damit Studium, Lehre und Forschung auch während der Pandemie unterstützt werden können. Die Untersagung des Publikumsverkehrs in Bibliotheken des Landes Niedersachsen und die Auflagen des Infektionsschutzes für Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen erlauben derzeit keinen vollen Betrieb und erfordern eine umsichtige Umstellung des Betriebs. Als Bibliothek, die in der Digitalisierung weit vorangeschritten ist, stehen viele Services der SUB zur Verfügung und werden ständig erweitert. Einen aktuellen Überblick gibt unser Service-Monitor:

https://www.sub.uni-goettingen.de/servicemonitor/

Der Umgang mit gedruckten Materialien und die Nutzung der Räume erfordert Umstellungen.

1. Scan-and-Deliver: Ab dem 20. April können Studierende, Lehrende und Mitarbeitende das Scannen von Aufsätzen und Buchauszügen in Auftrag geben.
2. Notausleihe: In einer ersten Ausbaustufe für Lehrende und Mitarbeitende ist bereits eine Notausleihe eingeführt. Der Infektionsschutz wird nun auf den Massenbetrieb ausgelegt, und dann die Notausleihe auch für Studierende geöffnet.

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise.

Zu 1.) Scan-and-Deliver-Dienst

Um Studierenden, Lehrenden und Forschenden Zugang zu den Beständen der SUB zu ermöglichen, die ausschließlich in gedruckter Form erhältlich sind, stellt die SUB Göttingen ab dem 20. April einen Scan-and-Deliver-Dienst für Aufsätze und Buchauszüge zur Verfügung. Es können bis zu fünf Bestellungen pro Tag über unser Webformular aufgegeben werden, das ab 20. April freigeschaltet wird. Die Scans werden dann je nach Auslastung schnellstmöglich an Ihre E-Mail-Adresse versendet. Aufträge, die für Lehrtätigkeiten zur Verfügung gestellt werden sollen, etwa über StudIP, sowie Aufträge, die für Abschlussarbeiten und Prüfungen unentbehrlich sind, werden gegenüber individuellen Aufträgen prioritär behandelt.

Zu 2.) Notausleihe für Lehrende und Mitarbeitende der Universität Göttingen

Es wird darum gebeten, dass zunächst max. 5 Bestellungen pro Person pro Tag aufgegeben werden. Bitte richten Sie Ihre Bestellwünsche via E-Mail direkt an die jeweilige Bibliothek, deren Bestände Sie bestellen möchten. Die jeweiligen E-Mail-Adressen lauten wie folgt:

Beachten Sie weiter, dass in der E-Mail neben den vollständigen Titeldaten die Signatur des Werks sowie Ihre SUB-Benutzernummer angegeben werden müssen. Unvollständige Bestellungen können leider nicht weiterbearbeitet werden. Die Bereitstellung der Medien kann je nach Standort variieren und bis zu drei Tage in Anspruch nehmen. Sobald die Medien zur Abholung bereitliegen, werden diese auf Ihrem Benutzerkonto verbucht. So können Sie selbst kontrollieren, ob von Ihnen bestellte Medien abholbereit sind und um welche es sich handelt. Da ein Fahrdienst derzeit zwischen den einzelnen Standorten nicht gewährleistet werden kann, können keine Medien in andere Bibliotheksstandorte bestellt werden. Das heißt, die Medien müssen dort abgeholt werden, wo sie bestellt worden sind.

Aufgrund baulicher und organisatorischer Unterschiede gibt es je nach Standort für die Abgabe verschiedene Lösungen. Für die Zentralbibliothek wird die Ausgabe der Medien vorerst über die Poststelle erfolgen. Die Bereichsbibliotheken stellen ihre Medien vor Ort zur Verfügung und vereinbaren bis auf Weiteres Termine zur Abholung.

Sobald die Bestimmungen für den Betrieb von Bibliotheken auch auf Landes- und Kommunalebene weiter gelockert werden und die Belange des Gesundheitsschutzes es erlauben, wird die SUB gern den Serviceumfang nochmals erweitern und dafür vorbereitend auch das Gespräch mit den Studierenden suchen.


Liebe Studierende,

das Präsidium der Universität Göttingen hat beschlossen, den Lehr- und Prüfungsbetrieb im Sommersemester am Montag, 20. April 2020, zunächst überwiegend in digitaler Form – also ohne Präsenz – beginnen zu lassen. Wir orientieren uns damit an der Kultusministerkonferenz, die sich in der vergangenen Woche für einen deutschlandweit einheitlichen Semesterstart ausgesprochen hatte.

Zugleich bereiten wir uns auf einen reduzierten Präsenzbetrieb in Lehre, Forschung und Verwaltung vor. Dazu haben wir mit Unterstützung des Gebäudemanagements einen Maßnahmenkatalog (PDF herunterladen) erarbeitet, der mit dieser Veröffentlichung gültig wird und die bisher geltenden Regeln ersetzt. Das Dokument entspricht dem derzeitigen Stand zum Schutz vor CoV-2-Infektionen. Es ist mit der Universitätsmedizin Göttingen abgestimmt und wird bei Bedarf aktualisiert.

Natürlich eignen sich nicht alle Lehrformate zur Digitalisierung, doch wir können voraussichtlich rund 80 Prozent der Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 digital anbieten. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass digitales Lehren, Lernen und Prüfen aus den verschiedensten Gründen nicht für alle Beteiligten gleichermaßen leicht zugänglich ist, und sind bemüht, bei allen weiteren Planungen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und etwaige Hindernisse Rücksicht zu nehmen.

Wir bitten alle Studierenden, dass Sie sich – soweit nicht schon geschehen – über die gängigen Anmeldesysteme (üblicherweise StudIP, ZESS-Kurse über FlexNow etc.) für die Veranstaltungen, die Sie im Sommersemester 2020 belegen möchten, eintragen. Sie werden dann in der kommenden Woche informiert, ob und wie die jeweiligen Veranstaltungen stattfinden.

Wir bitten ferner alle Lehrenden, sich darauf einzustellen, den Studierenden die wichtigsten Informationen zu ihren Lehrveranstaltungen in StudIP zur Verfügung zu stellen. Diese werden zeitgleich mit einer eigenen E-Mail über die neue Situation informiert.

Mit der Aufnahme der Lehre am 20. April nehmen wir auch den Prüfungsbetrieb wieder auf. Prüfungen in Präsenz können jedoch nur durchgeführt werden, wenn sie dem online verfügbaren Maßnahmenkatalog entsprechen (s.o.). Zwischen Ankündigung und Durchführung einer Prüfung oder Studienleistung müssen mindestens 14 Tage liegen. Für die Organisation und Benachrichtigung sind die Fakultäten verantwortlich. Abhängig davon, unter welchen Umständen eine Prüfungsvorbereitung möglich ist (ob etwa Bibliotheken oder andere Infrastruktur benötigt werden), kann auch mehr Zeit gewährt werden. Abweichungen von diesen Regelungen sind im Einzelfall möglich, wenn sich die Studierendenvertretung der Fakultät und das Studiendekanat hierauf einvernehmlich verständigen. Bitte beachten Sie, dass es hierzu in den Staatsexamens-Studiengängen abweichende Regelungen gibt, die von der Juristischen Fakultät und der Universitätsmedizin entsprechend kommuniziert wurden.

Trotz der großen Herausforderungen, vor die uns die Corona-Pandemie stellt, werden wir uns bemühen, das Semester so reibungslos wie möglich zu gestalten. Das Präsidium ist den Fakultäten, der Verwaltung, den Lehrenden und nicht zuletzt den Studierenden-Vertreter*innen zu größtem Dank verpflichtet. Sie haben in den vergangenen Wochen mit beeindruckendem Engagement und enormer Energie an kurzfristig umsetzbaren Lösungen gearbeitet. Das gilt besonders für die Arbeitsgruppe, die den Semesterbeginn vorbereitet hat. Dennoch werden wir in den kommenden Wochen noch manches nachbessern und improvisieren müssen, und es wird Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme erfordern, die Probleme einvernehmlich zu lösen.

Vieles ist im Moment noch unklar. So prüfen wir zurzeit, unter welchen Bedingungen wir zentrale und dezentrale Lern- und Arbeitsflächen wieder zur Verfügung stellen können. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld und informieren Sie sich weiterhin regelmäßig über unsere zentralen Corona-Infoseiten für Studierende (www.uni-goettingen.de/de/622779.html) sowie unsere Social Media-Kanäle, wo wir aktuelle Informationen zeitnah einstellen. Bei konkreten Fragen und Problemen stehen Ihnen die bekannten Anlaufstellen (www.uni-goettingen.de/de/47239.html) zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen allen ein möglichst erfolgreiches Semester. Passen Sie gut auf sich und andere auf!

Ihre

Prof. Dr. Reinhard Jahn, Präsident
Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit


Liebe Angehörige und Mitglieder der Universität,
liebe Lehrende,
liebe Studierende,

die vergangenen Tage haben wir genutzt, um uns auf die neue Situation einzustellen, und es ist eindrucksvoll, zu erleben, wie sehr sich alle für das Gemeinwohl einsetzen. Mit Unterstützung vieler Kolleg*innen aus Verwaltung, Rechenzentrum und Fakultäten gelingt es uns nach und nach, unseren operativen Betrieb von Präsenz auf digital umzustellen. Wir sind zuversichtlich, die vor uns liegenden Wochen gemeinsam mit Ihnen, den Mitarbeiter*innen, den Lehrenden und Studierenden, den Gremien, Fakultäten und Einrichtungen zu meistern.

Unsere Studierenden liegen uns besonders am Herzen. Wir sehen es als unsere wichtigste Aufgabe an, unter den gegebenen Umständen möglichst viele Unterrichtsveranstaltungen anbieten zu können sowie Wege zu finden, um Prüfungen durchzuführen, wobei überwiegend virtuelle Formate eingesetzt werden sollen. Deshalb hat gestern eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der zuständigen Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea D. Bührmann gemeinsam mit Studierendenvertreter*innen, Repräsentant*innen der Studiendekanate und Expert*innen aus der Verwaltung die Arbeit aufgenommen, mit dem Ziel, einen – wenn auch eingeschränkten – Lehrbetrieb so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

Der Krisenstab der Universität Göttingen arbeitet in enger Abstimmung mit der Universitätsmedizin Göttingen, der Stadt und dem Gesundheitsamt Göttingen sowie dem Studentenwerk. Er wird geleitet von den beiden hauptberuflichen Vizepräsident*innen Prof. Dr. Norbert Lossau und Dr. Valérie Schüller. Im Krisenstab vertreten sind unter anderem die Personalabteilung, Studium und Lehre, Göttingen International, das Gebäudemanagement, der CIO IT, der Datenschutzbeauftragte, Sicherheitswesen und Umweltschutz, der Betriebsärztliche Dienst und die Tierschutzbeauftragte. Hinzu kommen Gäste aus der UMG, der Stadt und des Gesundheitsamts sowie des Studentenwerks. (Organigramm). Der Krisenstab stimmt sich zu allen relevanten Themen ab und tagt einmal pro Woche. Für die tägliche Arbeit berät sich die Leitung des Krisenstabs zweimal täglich mit Universitätspräsident Prof. Dr. Reinhard Jahn, wobei bei Bedarf weitere Mitglieder des Präsidiums hinzugezogen werden

Das Präsidium tagt in gewohntem Rhythmus, mittlerweile werden diese Sitzungen – wie ausnahmslos alle Besprechungen – über Videokonferenz abgehalten. Unsere Gremien, insbesondere der Senat und seine Kommissionen, das Dekan*innen- und Studiendekan*innenkonzil, Stiftungsrat und -ausschüsse sollen in Kürze folgen, sobald die technischen Voraussetzungen geschaffen sind. Unsere digitalen Services werden ausgebaut, und sie stehen auch Ihnen zu Verfügung (https://info.gwdg.de/dokuwiki/doku.php?id=de:services:mobile_working:videoconferencing_tools:start).

Besonders wichtig ist es, die medizinische Versorgung durch die UMG sicherzustellen, und hier erleben wir gerade am Göttingen Campus eine beispiellose Welle an Hilfsbereitschaft und Solidarität. So hat sich innerhalb von Stunden ein Netzwerk von Forschungslabors aus der Universität, der UMG, den Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum gebildet, das unser zentrales Corona-Testlabor in der medizinischen Mikrobiologie unterstützt. Diese Labors stellen Eigenproduktionen von kritischen Komponenten wie Enzymen, Geräte und molekularbiologisches Know-how zur Verfügung. Forscher*innen bieten ihre Expertise und Arbeitskraft für diagnostische Routinemessungen an. Dadurch kann die Test-Kapazität erheblich ausgeweitet werden, um Engpässe bei dem zu erwartenden Ansturm auf die Testlabors zu vermeiden. Weiterhin gibt es neue kooperative Initiativen zur Erweiterung der Diagnostik bis hin zu Forschung zu therapeutischen Ansätzen, an denen sich ebenfalls Wissenschaftler*innen aus den Forschungslabors beteiligen.

Nach wie vor gilt als das dringendste Gebot der Stunde, persönliche Kontakte so weit wie nur irgendwie möglich zu reduzieren, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Wir befinden uns leider noch immer in der Phase des exponentiellen Wachstums der Zahl der Infektionen, und da zählt jeder Tag. Wenn wir die Übertragung heute einschränken, hat das große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Pandemie. Das Virus überträgt sich vor allem mittels Tröpfcheninfektion über die Luft, aber auch über Gegenstände (Türgriffe etc.). Je weniger räumliche Nähe zu anderen Menschen, sei es an der Universität oder im privaten Bereich, desto geringer das Risiko einer Übertragung. Das bedeutet auch weniger schwer erkrankte Menschen, die ärztliche Hilfe benötigen oder sogar intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Regeln für richtiges Verhalten sowie verschiedene Zukunftsszenarien, die Wissenschaftler*innen des Göttingen Campus erarbeitet haben, finden Sie auf der Homepage des Campus (https://goettingen-campus.de/de/coronavirus/szenarien-covid-19).

Denken Sie daran: Ihr Verhalten kann Leben retten! Leider haben manche Menschen den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden, wie man täglich in der Stadt oder auf den Schillerwiesen beobachten kann. Wir alle müssen jetzt handeln! Helfen Sie mit, dass sich dieses Virus nicht noch weiter ausbreitet! Wenn wir alle zusammenhalten und uns verantwortlich verhalten, werden wir diese schwere Krise überstehen.

Ihre
Prof. Dr. Reinhard Jahn (Präsident)
Prof. Dr. Norbert Lossau (Vizepräsident für Digitalisierung und Infrastrukturen)
Dr. Valérie Schüller (Vizepräsidentin für Finanzen und Personal)

Liebe Studierende,

anbei schicken wir Ihnen die Regelungen zum Umgang mit Prüfungen in den kommenden Wochen:

Alle Prüfungen (Präsenz und Nicht-Präsenz) werden nach Maßgabe der folgenden Erläuterungen zunächst bis zum 20.04.2020 ausgesetzt:

a) Für alle Präsenzprüfungen (einschließlich Promotionen) bedeutet dies, dass sie nicht stattfinden. Eine Abmeldung, sollten Sie bereits angemeldet sein, ist nicht erforderlich.
b) Für Prüfungen ohne Präsenz (Hausarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten o.ä.) bedeutet dies, dass alle laufenden Bearbeitungsfristen sich zunächst um den Zeitraum der Aussetzung verlängern:

Abgabetermin 16.3. -> neuer Abgabetermin 20.4.
Abgabetermin 17.3. -> neuer Abgabetermin 21.4.
Abgabetermin 18.3. -> neuer Abgabetermin 22.4.
und so weiter (jeweils 35 Tage)

Sie haben ferner die Möglichkeit, von allen laufenden Prüfungen zurückzutreten. Der Prüfungsversuch gilt dann als nicht unternommen. Ein aktiver Rücktritt ist nicht erforderlich, die Nicht-Abgabe wird die Universität ohne Nachteile für Sie als Rücktritt registrieren.

Sie haben die Möglichkeit, laufende Prüfungen weiter zu bearbeiten und Ihre Bearbeitung abzugeben. Die Abgabe in digitaler Form ist in diesem Fall ausreichend. Bitte sehen Sie insbesondere von der Erstellung schriftlicher Exemplare ab, wenn sie im häuslichen Umfeld hierzu keine Möglichkeit haben (Ausnahme: die Juristische Fakultät wird in den kommenden Tagen auf ihrer Homepage eine gesonderte Regelung hierzu veröffentlichen).

c) Auch im Krankheitsfall sind für die Dauer der Aussetzung keinerlei Atteste o.ä. zum Nachweis von Prüfungsunfähigkeit erforderlich. Bitte vermeiden Sie es, Arztpraxen lediglich aus diesem Grund aufzusuchen.
d) Verzögerungen im Studium, die im Zuge der aktuellen Krisen-Situation entstehen, wird die Universität im Falle der Überschreitung prüfungsrechtlich vorgesehener Fristen (z.B. Vorliegen bestimmter Credits zu einem bestimmten Zeitpunkt im Studium) ebenfalls unberücksichtigt lassen. Für Sie entsteht insoweit kein Nachteil.
e) Achtung: Für die auf Staatsexamina hinführenden Studiengänge (insbesondere Medizin, Zahnmedizin und Rechtswissenschaften können abweichende Regelungen gelten. Bitte informieren Sie sich jeweils über die Webseiten der zuständigen Studiendekanate/Prüfungsämter, bzw unter http://www.uni-goettingen.de/de/622728.html
Gegebenenfalls werden die Fakultäten für einzelne Bereiche das Angebot machen, mündliche Prüfungen ersatzweise im Wege der Bild- und Tonübertragung durchzuführen. Eine Teilnahme hieran wäre für Sie freiwillig. Hierzu werden Sie gesondert informiert, bitte verzichten Sie auf individuelle Nachfragen.

Es wird darüber hinaus angestrebt, im Sommersemester zeitnah Nachholmöglichkeiten für jetzt entfallene Prüfungen anzubieten. Dies können zusätzliche Prüfungstermine sein oder auch Prüfungen mit alternativen (Online-)Prüfungsformen. Dies hängt insbesondere davon ab, wie sich die Corona-Epidemie in diesem Zeitraum weiterentwickelt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass belastbare Aussagen hierzu derzeit nicht möglich sind.

Für weitere Fragen, auch Immatrikulation und Rückmeldung betreffend, werden in den kommenden Tagen Lösungen entworfen. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Studierendenvertreter*innen und einigen Studiendekan*innen eine (virtuelle) Arbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Bührmann als zuständiger Vizepräsidentin eingerichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Jahn (Präsident)
Andrea D. Bührmann (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit)

Liebe Studierende,

wir wenden uns heute noch einmal an Sie alle, um Sie über die uns betreffenden neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu informieren. Angesichts der seit Freitag erheblich gestiegenen COVID-19- Fälle hat die Leitung des Krisenstabs heute gemeinsam mit dem Vorstand der UMG und in Abstimmung mit dem städtischen Gesundheitsamt eine neue Bewertung der Lage vorgenommen. Es ist uns klar geworden, dass massive Einschränkungen bei sozialen Kontakten ("social distancing") die einzige Möglichkeit sind, die Infektionsketten stärker zu unterbrechen und das exponentielle Wachstum der Infektionen zu stoppen - das heißt, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Wir haben weitere Maßnahmen beschlossen, die wir Ihnen morgen vorstellen werden und die tiefe Einschnitte in das Universitätsleben darstellen.

Schon heute möchten wir Sie darum bitten, dass jede*r von Ihnen einen Beitrag leistet, indem Sie Sozialkontakte reduzieren. Das gilt nicht nur, indem Sie die Universität und Bibliotheken wenn möglich meiden, sondern natürlich auch in Ihrem Privatleben. Dies gilt für alle Arten von Veranstaltungen, auch für Partys. Dabei geht es nicht nur darum, dass Sie sich selbst schützen, sondern Sie mit einem solchen Verhalten auch das Risiko für andere Studierende, die zur Risikogruppe gehören, minimieren und vor allem dem Gesundheitssystem Zeit geben, alle stärker betroffenen Personen zu versorgen, womit im Zweifelsfall Leben gerettet werden können.

Für Prüfungen und Hausarbeiten werden wir die Fakultäten und Prüfungsämter bitten, maximal mögliche Kulanz anzuwenden. Zu konkreten Regelungen für Prüfungen und Hausarbeiten werden wir uns morgen melden, wenn wir uns mit den Studiendekan*innen Ihrer Fakultäten und Vertreter*innen der Studierenden abgestimmt haben. Bei allen offenen Fragen, die wir Schritt für Schritt mit Ihnen und für Sie klären, gilt immer: Ihnen sollen aus der aktuellen Lage keine Nachteile entstehen. Unser Ziel ist in jedem Fall, das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erreichen.

Dienstleistungen der Universität, die Präsenz erfordern, werden auf ein Minimum reduziert. Bibliotheken werden ab morgen geschlossen. Ob ein Not-Ausleihbetrieb aufgebaut wird, wird geprüft. Die Mensen und Cafeterien werden zunächst noch einen auf die besonderen Anforderungen von Kontaktreduktion, Mindestabstand und Hygiene abgestellten Betrieb anbieten. Diese Entscheidung wird täglich überprüft und eng mit dem Gesundheitsamt und der Stadt Göttingen abgestimmt, die eine einheitliche Regelung für Kantinen, Mensen und Cafeterien in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen anstreben.

Wir wissen, dass "social distancing" eine massiv einschneidende Maßnahme für Sie ist. Wir können an Sie alle nur appellieren, sich im Interesse der Gemeinschaft strikt an dieses Konzept zu halten. Das bedeutet: Vermeiden Sie die Nähe zu einer anderen Person, die zwei Meter Abstand unterschreitet. Sagen Sie sämtliche Feiern, Feten, Treffen in Häusern, Geselligkeiten untereinander ab. Reduzieren Sie möglichst Treffen von mehreren Personen in einem Raum oder wenden Sie entsprechende Abstandsregeln an. Verreisen sie nur, wenn unumgänglich, und seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Bündeln Sie Ihre Einkäufe, um den Aufenthalt in Läden kurz zu halten.

Wir sind alle gleichermaßen betroffen und werden die Krise auch gemeinsam überwinden. Die Bündelung unserer Ideen wird uns helfen, die sicher schwer werdende Zeit auch kreativ zu gestalten. Dazu wird kurzfristig gemeinsam mit Ihren Vertreter*innen und einigen Studiendekan*innen eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Bührmann als zuständiger Vizepräsidentin eingerichtet, in der wir auf Sie angewiesen sind. Gleiches werden wir an der UMG gemeinsam mit unserem Studiendekan Herrn Trümper tun.

Ihre

Reinhard Jahn, Präsident der Universität
und
Wolfgang Brück, Vorstandssprecher UMG

Liebe Studierende,

wie Sie alle wissen, hat die Corona-Pandemie inzwischen erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche Leben, und auch die Universität Göttingen wird davon nicht verschont.

Zunächst einmal: Das Risiko einer schweren bis lebensbedrohenden Erkrankung durch das CoV-2-Virus ist insbesondere für junge und gesunde Menschen ausgesprochen niedrig. Anders als bei vielen anderen viralen Erkrankungen sind Kinder und Jugendliche zwar genau so oft infiziert, erkranken jedoch nur in den seltensten Fällen. Auch Schwangere sind nicht besonders gefährdet. Allerdings gibt es – und da kann man zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht seriös sagen wie häufig dies sein wird – in wenigen Fällen schwere und lebensbedrohliche Krankheitsverläufe, die zum Teil wochenlange intensivmedizinische Betreuung erfordern. Dies betrifft insbesondere Personen mit Vorerkrankungen und Personen in hohem Lebensalter. Und hier liegt das Problem: Selbst in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), einem medizinischen Hochleistungszentrum, sind die Kapazitäten für eine solche Versorgung begrenzt. Ziel der unten ausgeführten Maßnahmen ist es daher, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Damit soll die Zahl der schweren Fälle, die gleichzeitig auftreten, möglichst niedrig gehalten werden, damit die Kapazität unserer Intensivmedizin für eine Versorgung ausreicht. Diese Maßnahmen müssen jetzt umgesetzt werden, um potenzielle Infektionsketten zu unterbrechen, auch wenn es im Landkreis Göttingen bislang (Stand 13. März 2020) nur wenige bestätigte Infektionsfälle gibt.

Die Universitätsleitung hat daher in enger Abstimmung mit der UMG, der Stadt Göttingen und dem Land Niedersachsen eine Reihe von Entscheidungen getroffen. Wie Sie vermutlich wissen, werden ab Montag, 16. März 2020, die Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Dasselbe gilt für den Lehrbetrieb an unserer Universität. Die Universität wird jedoch nicht vollständig geschlossen, sondern Forschungsbetrieb und Verwaltung werden bis auf weiteres aufrechterhalten, sofern dies vertretbar und verhältnismäßig ist.

Aussetzung des Lehrbetriebs und Verschiebung des Vorlesungsbeginns

Der Lehrbetrieb wird mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Der ursprünglich für den 14. April 2020 vorgesehene Vorlesungsbeginn wird zunächst auf den 20. April 2020 verschoben. Die Entscheidung über eine mögliche weitere Verschiebung und die Verlängerung des Vorlesungszeitraums wird von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen. Die O-Phasen werden abgesagt. Wir werden prüfen, wieweit die wichtigsten Einführungsveranstaltungen parallel zum Beginn des Vorlesungsbetriebes nachgeholt werden können. Selbstverständlich werden wir Lösungen finden, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

Prüfungen und Klausuren

Prüfungsleistungen in Präsenz werden ab sofort ausgesetzt. Wir arbeiten an Regelungen, wie wir den Prüfungsbetrieb unter den gegebenen Bedingungen wiederaufnehmen können und stimmen das konkrete Vorgehen zeitnah mit den Fakultäten ab.
Auch hier werden wir selbstverständlich Lösungen finden, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

Update 14.03.2020: Die Medizinische Fakultät an der UMG wird die Durchführung von einigen wenigen Prüfungen, bei denen die zugehörigen Lehrveranstaltungen bereits vollständig abgeschlossen sind, noch ermöglichen. Für die Umsetzung der Regelungen hat sie in enger Einbindung des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie Bedingungen geschaffen, damit die Prüfungen und Klausuren unter voller Beachtung aller Vorschriften zur Minimierung eines Übertragungsrisikos stattfinden können. Die Durchführung der Staatsexamina, die in der Verantwortung des Landesprüfungsamtes liegen, und die Prüfungen in der Medizin sind aus Sicht von Universitätsleitung und UMG-Vorstand angesichts der aktuellen Lage ein elementarer Beitrag zur Daseinsvorsorge. Weitere Informationen)

Bibliotheken, LSG, Praktikums- und Laborräume

Der Benutzungsbetrieb der Bibliotheken der Universität wird ab Montag, den 16. März 2020, eingestellt. Die SUB auf dem Zentralcampus wird einen erweiterten Ausleihbetrieb im Laufe der kommenden Woche einführen. Für die anderen Bibliotheken wird ein Ausleihbetrieb ebenfalls geprüft. Entsprechende Informationen werden so rasch wie möglich bereitgestellt.
Bitte beachten Sie hierzu auch die Informationen der SUB zum Zugriff auf elektronische Zeitschriften, Datenbanken und E-Books.
Auch das Lern- und Studiengebäude sowie Praktikums- und Laborräume bleiben ab Montag, den 16. März 2020, geschlossen.

Exkursionen

Ab sofort werden alle Exkursionen und von der Universität veranlasste Reisen unabhängig vom Zielgebiet bis auf Weiteres untersagt.

Veranstaltungen

Veranstaltungen finden an der Universität bis auf Weiteres nicht statt. Davon ausgenommen sind für den Universitätsbetrieb notwendige Gremiensitzungen und Besprechungen. Für diese Sitzungen werden wir zeitnah Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellen, bitten Sie aber schon jetzt, Maßnahmen zur Kontaktminimierung zu ergreifen, unter anderem durch die Wahl größerer Räume oder durch die Nutzung von Telefon- oder Videokonferenztechnik.

Mensen und Cafeterien

Die Krisenstabsleitung ist in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung des Studentenwerks, mit der Stadt und der UMG, um eine zeitnahe Regelung für die Mensen und Caféterien zu erreichen. Ziel ist es, eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten und Ansteckungsrisiken zu minimieren. Mensen und Caféterien (Ausnahme HAWK-Caféterien) bleiben zunächst geöffnet und haben dazu verschiedene Maßnahmen zur Berücksichtigung der besonderen Situation ergriffen.

Sport

Die Sporteinrichtungen der Universität werden ab Montag, den 16. März 2020, geschlossen.

Wir sind uns bewusst, dass Sie diese Entscheidungen vor hohe Herausforderungen stellen und dass Sie viele Fragen haben werden. Wir bitten Sie daher, sich regelmäßig auf der Seite www.uni-goettingen.de/cv-studium zu informieren. Diese Seite wird von uns stets auf dem neuesten Stand gehalten.

Ihr

Reinhard Jahn, Präsident

Liebe Studierende der Universität,

die Zahl der Covid19-Infektionsfälle in Deutschland hat sich in den vergangenen Tagen weiter erhöht. In Göttingen ist bis dato kein Erkrankungsfall bestätigt worden. Umso mehr ist es Ziel der Universität, durch gezielte Informationen und geeignete Maßnahmen dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus soweit wie möglich einzudämmen sowie insbesondere die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter*innen und Studierenden der Universität durch verantwortungsbewusstes und präventives Handeln zu schützen. Die Universität hat dazu einen Krisenstab gebildet, um entsprechende Beschlüsse und Empfehlungen vorzubereiten.

Internetseite zum Coronavirus

Die Universität Göttingen hat zudem unter der Adresse www.uni-goettingen.de/cv-info eine eigene Internetseite zum Thema eingerichtet. Neben allgemeinen Hinweisen zu Hygiene und Verhaltensweisen auf Deutsch und Englisch sowie einer ständig ergänzten FAQ-Liste finden Sie hier auch entsprechende Informationen zu Reisen und Exkursionen ins Ausland, zu Gästen aus dem Ausland sowie weiterführende Links. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weiterhin vieles noch geklärt werden muss. Die Seite wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. Die Universität steht dabei in engem Austausch mit der Stadt und der Universitätsmedizin Göttingen.

Veranstaltungen der Universität Göttingen

Da insbesondere auch Großveranstaltungen dazu beitragen können, das Virus schneller zu verbreiten und die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten unmöglich zu machen, hat der Krisenstab der Universität beschlossen, alle größeren Veranstaltungen der Universität Göttingen mit externen Teilnehmer*innen vorerst bis Ostern auszusetzen. Dies betrifft zunächst Veranstaltungen ab einer Größe von rund 1000 Teilnehmer*innen, wie beispielsweise die für den 9. und 10. März 2020 geplanten Informationstage für Studieninteressierte.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass für die Universität, die durch den hohen Grad an Mobilität und Internationalität potenziell stärker betroffen ist als andere Einrichtungen, der Schutz ihrer Mitglieder, Angehörigen und Gäste oberste Priorität hat.

Über kleinere Veranstaltungen und Workshops mit externen Teilnehmer*innen entscheidet der Krisenstab im Einzelfall nach einer individuellen Gefährdungsbeurteilung, orientiert an den vom Robert-Koch-Institut herausgegebenen Kriterien für die Risikoeinschätzung von Großveranstaltungen (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html). Alle Veranstalter*innen sind deshalb aufgerufen, ihre Veranstaltungen dementsprechend kritisch zu prüfen und ihre eigene Einschätzung per E-Mail an den Krisenstab zu richten: cv-info@uni-goettingen.de.

Bei Gästen aus Risiko- und gefährdeten Gebieten gilt die Einzelfallprüfung, je nach Gebiet und Dauer des geplanten Aufenthalts. Wir bitten Sie außerdem, jede eigene Teilnahme an größeren Konferenzen und Tagungen zu prüfen und zu überlegen, ob diese zu diesem Zeitpunkt wirklich erforderlich ist. Nutzen Sie bitte, wo dies möglich ist, auch Telefon- oder Videokonferenzen.

Interne Veranstaltungen und Lehrveranstaltungen sind von diesem Beschluss zurzeit nicht betroffen, auch Gremiensitzungen können vorerst weiterhin stattfinden.

Reisen und Exkursionen in bzw. Einreise/Rückkehr aus Risikogebieten/gefährdeten Gebieten

Exkursionen und Dienstreisen in Risikogebiete gemäß der Liste des Robert-Koch-Instituts sind zurzeit nicht genehmigungsfähig. Bitte überprüfen Sie vor Antritt einer Reise, ob Ihr Reiseziel nicht kurzfristig zu einem Risikogebiet erklärt wurde.

Aus Risikogebieten (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) anreisende internationale Studierende werden gebeten, der Universität zunächst bis 14 Tage nach ihrer Ankunft möglichst fernzubleiben und im Bedarfsfall zunächst telefonisch oder per E-Mail mit ihrem jeweiligen Institut, Seminar oder Prüfungsamt Kontakt aufzunehmen. Bei Rückfragen steht Ihnen die Abteilung Göttingen International per E-Mail (international.study@uni-goettingen.de) und telefonisch (+49 551 39 27775) zur Verfügung.

Sofern Sie sich privat oder studienbedingt in einem Risikogebiet oder einem gefährdeten Gebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit Personen gehabt haben, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, bitten wir Sie mit Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und Kommiliton*innen darum, nach Möglichkeit persönliche Kontakte freiwillig zu minimieren.

Alle Studierenden sind aufgerufen, den eigenen Gesundheitszustand sorgfältig wahrzunehmen. Wenn Sie Anzeichen einer möglichen Infektion wahrnehmen, nehmen Sie bitte unter der Rufnummer 0800 0117722 Kontakt mit dem Gesundheitsamt auf (Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 8-18 Uhr). Sofern Sie sich mit Corona-Verdacht in ärztliche Behandlung begeben wollen, suchen Sie bitte nicht unangekündigt Arztpraxen oder Kliniken auf. Die Rufnummer 116 117 steht Ihnen für Beratung und Terminvereinbarung bei einem Arzt in ihrer Nähe zur Verfügung.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass Infektionsrisiken zu diesem Zeitpunkt von Menschen aus allen Teilen der Welt ausgehen können und Menschen aus allen Teilen der Welt zu den Betroffenen zählen. Achtsamkeit, die Umsetzung einfacher schützender Verhaltensregeln und Solidarität, nicht aber die Ausgrenzung von Mitmenschen tragen zur Eindämmung dieser Erkrankung bei.