Home-Office mit Kindern


Telearbeit war auch schon vor Corona eine wichtige Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Sorgeverantwortung. Aktuell findet diese unter deutlich erschwerten Bedingungen statt, vor allem für diejenigen, die parallel zur Arbeit Kinder betreuen und/oder beschulen müssen.
Um Sie in dieser Situation zu unterstützen, haben wir Tipps zusammengestellt, die dabei helfen können, die Arbeit im Home-Office zu erleichtern. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass jede Konstellation individuell ist und nicht jeder Ratschlag für jede*n hilfreich sein kann.
Wenn Ihre Situation sich nicht mit den Anforderungen des Home-Office vereinbaren lässt, können Sie versuchen, auf andere Instrumente zurückzugreifen:

  • Temporäre Freistellung (mit Entgeltfortzahlung aktuell für 10 Tage möglich). Das entsprechende Formular finden Sie unter dem Stichwort „Freistellung“ und „Arbeitsbefreiung“ im MAP (Intranet).
  • Notbetreuung in Kitas und Schulen
    Falls Sie keinen Platz in der Notbetreuung Ihrer Kita oder Schule bekommen, können Sie ggf. auf die „flexible Notfallbetreuung“ der Universität zurückgreifen. Diese Überbrückungsmaßnahme steht in begrenztem Umfang zur Verfügung.
  • Komplette Freistellung und Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (67 % des Verdienstausfalls für max. 10 Wochen, Alleinerziehende max. 20 Wochen). Auch diese Freistellung beantragen Sie in der Personalabteilung.


Tipps für´s Home-Office mit Kindern:

  • Stecken Sie sich realistische Ziele
    Es ist kaum möglich, einen Vollzeit-Arbeitstag mit einer gleichzeitigen Vollzeit-Betreuungsverantwortung in Einklang zu bringen. Jedenfalls nicht auf Dauer, deshalb versuchen Sie mit Ihren Kräften zu haushalten.
  • Nutzen Sie die Flexibilität und definieren Sie für alle Haushaltsmitglieder transparent Zeiten
    Zwar gilt nach wie vor die Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit, die Ihre Arbeitszeit zwischen 6 Uhr und 20 Uhr auf Werktage begrenzt, jedoch können Sie in Rücksprache mit Ihrer Führungskraft Ihre Arbeit auch außerhalb dieser Zeiten erledigen – sofern Sie dies entlastet.
    Wenn Sie zu zweit im Home-Office sind, definieren Sie für alle sichtbar, welche Person arbeitet und welche Verantwortung für Kinder und Haushalt übernimmt – und setzen Sie dies möglichst konsequent um. Wechseln Sie sich dabei ab.
  • Setzen Sie Prioritäten und streichen Sie Unnötiges
    Da es häufig Phasen geben wird, in denen viele Dinge gleichzeitig anstehen, überlegen Sie, welche Aufgaben sich für Multitasking eignen – und welche nicht. Möglicherweise eignet sich die Zeit der gemeinsamen Zubereitung des Mittagessens, um Vokabeln abzufragen, Verben zu konjugieren oder das 1 x 1 zu üben.
  • Verschaffen Sie sich Entlastung:
    Nutzen Sie die besondere Situation, um die im Haushalt anfallenden Aufgaben unter allen Familienmitgliedern neu aufzuteilen, verabreden Sie transparente und für alle umsetzbare Vereinbarungen. Planen Sie dabei auch weitere Unterstützungsmöglichkeiten mit ein:

    • Ermutigen Sie Ihre Kinder, zuerst Mitschüler*innen oder Lehrkräfte bei Fragen zu Schulaufgaben zu kontaktieren.
    • Lassen Sie sich das Mittag- oder Abendessen auch mal liefern.
    • Bilden Sie wechselseitige, private Betreuungsgemeinschaften mit anderen (max. 3) Familien
    • …?
    • Diese Liste ließe sich bestimmt ergänzen… wir freuen uns auf Ihre Ideen!


  • Sprechen Sie mit Ihre*m Vorgesetzte*n
    Ihre Führungskraft hat Ihnen gegenüber eine Fürsorgepflicht. Damit sie diese ausüben kann, ist es für die Ihnen vorgesetzte Person hilfreich zu wissen, vor welcher Vereinbarkeitsproblematik Sie stehen. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf/Studium, Familie und Privatleben zu unterstützen und die Arbeits- und Studienorganisation vereinbarkeitsorientiert zu gestalten (siehe: Leitlinien für eine vereinbarkeitsorientierte Führungskultur der Georg-August-Universität), deshalb: Scheuen Sie sich nicht, Vereinbarkeitsproblematiken zu thematisieren.
  • Bleiben Sie mit Ihrem Team in Kontakt
    Der Kontakt mit Kolleg*innen ist in der Regel ein elementarer Bestandteil Ihres Arbeitstages, verabreden Sie sich auch jetzt zu Video-Teammeetings oder virtuellen Kaffee-/Teepausen. Achten Sie darauf, dass dies keine zu langen Sitzungen werden und legen Sie diese Treffen in Zeiten, in denen möglichst alle Kolleg*innen die Gelegenheit haben, teilzunehmen.
  • Haben Sie Verständnis für Kolleg*innen in ähnlichen Situationen
    Planen Sie ggf. etwas mehr Zeit ein, wenn Sie Rückmeldungen oder Informationen von Kolleg*innen benötigen, die ebenfalls zeitflexibel arbeiten oder denen verschiedene Daten im Homeoffice nicht ohne Weiteres zur Verfügung stehen.
  • Halten Sie sich fit
    Der Hochschulsport biete ein umfangreiches Onlineprogramm für Sie und auch Ihre Familie. Weitere Online-kurse bietet auch die GoeSF.
  • Formalisierung Home-Office
    Wenn Sie während der Corona-Pandemie die Erfahrung gemacht haben, dass Sie im Home-Office konzentriert und effizient arbeiten können und diese Möglichkeit weiterhin nutzen möchten, besprechen Sie dies mit Ihrer*m Vorgesetzte*n und stellen Sie einen offiziellen Antrag auf Telearbeit . Zusätzlich können Sie eine Aufwandsentschädigung von 10 €/ Monat erhalten.


Netzwerken auf Social-Media
Haben Sie weitere Tipps, wie Home-Office und Familienverantwortung gut zu vereinbaren sind? Dann lassen Sie uns und Ihre Kolleg*innen daran teilhaben. Schreiben Sie uns ein Mail und/oder posten Ihre Ideen, Erfahrungen und gerne auch Fotos unter unserem Home-Office-Beitrag auf Facebook. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
Sie sind nicht allein… schauen Sie sich den #Coronaeltern auf Instagram und Twitter an oder lesen Sie die Online-Broschüre “Caring in Corona“, die vom Göttinger Centrum für Geschlechterforschung herausgegeben wurde.

Weitere Hinweise zum Mobilen Arbeiten an der Universität


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