Großes internationales Interesse am 2. Herbst-Workshop des Zentrums für integrierte Züchtungsforschung (CiBreed) – Top Referent*innen und fast 300 Teilnehmende


Am 29. September 2020 fand der 2. Herbst-Workshop des Zentrums für Integrierte Züchtungsforschung (Center for Integrated Breeding Research, CiBreed) statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wäre die Durchführung als Präsenz-Veranstaltung nur mit Schwierigkeiten und nur für wenige Teilnehmer möglich gewesen, deshalb wurde der Workshop dieses Jahr rein virtuell per Zoom durchgeführt.

Für den Workshop konnten vier in ihren Fachgebieten weltweit führende Expert*innen als Vortragende gewonnen werden, nämlich Hans Daetwyler von der La Trobe-University in Melbourne, Australien, John Hickey vom Roslin Insitute Edinburgh, Edward Buckler von der Cornell University in New York und Trudy Mackay von der Clemson University in South Carolina. In den Vorträgen wurden aktuelle Trends in der genetischen Züchtungsforschung dargestellt mit zum Teil visionären Ansätzen, die das große Potenzial des Einsatzes genetischer und biotechnologischer Methoden in der Züchtung illustrierten.

Beiträge aus den CiBreed-Gruppen stellten den Stand der Forschung innerhalb des Züchtungszentrums dar. Weiterhin unterstrichen Wissenschaftler*innen, die sich im Umfeld des Zentrums qualifiziert haben und nun andernorts tätig sind, das andauernde Interesse an der Arbeit des CiBreed. Eingereichte Beiträge aus dem europäischen und nicht-europäischen Ausland sowie fast 300 Teilnehmer dokumentieren den inzwischen hohen Bekanntheitsgrad des Zentrums.

In seinem Grußwort stellte der CiBreed-Direktor Prof. Dr. Henner Simianer die Ziele des Züchtungszentrums vor, nämlich das synergetische Potential der Züchtungsmethoden in den Nutztier- und Pflanzenwissenschaften zu nutzen. Er wies auch auf die mit dem Züchtungszentrum assoziierten Studiengänge Integrated Plant and Animal Breeding (iPAB) und den European Master of Animal Breeding and Genetics (EMABG) hin, deren englischsprachiges Lehrangebot sich besonders für internationale Studierende eignet.

Für die reibungslose Organisation und Durchführung des Workshops sorgten die wissenschaftliche Koordinatorin des Züchtungszentrums Dr. Liane Schulz-Streeck, sowie der Leiter der Abteilung Züchtungsinformatik, Prof. Dr. Armin Schmitt, mit seinem Team.

Die diesjährige Durchführung des Workshops als virtuelle Veranstaltung mit weltweit führenden Expert*innen als ‚invited speaker‘ konnte sicher die Außenwirkung und die internationale Sichtbarkeit von CiBreed deutlich verstärken, andererseits war natürlich der persönliche Austausch der Teilnehmer*innen als ein wesentlicher Bestandteil einer Präsenzveranstaltung kaum möglich. Für die kommenden Jahre wird zu überlegen sein, ob man die Vorteile beider Veranstaltungsformen in einem Hybrid-Format vereinen kann.