Criminal Law Discourse of the Interconnected Society (CLaDIS):

Addressing the Challenges of a Networked World - Das Strafrecht vor den Herausforderungen einer vernetzten Welt (gefördert durch „Zukunftsdiskurse“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Logo Niedersachsen)


Die globale Vernetzung beeinflusst das Recht in ganz grundsätzlicher Weise. Das Netzwerk-Projekt Criminal Law Discourse of the Interconnected Society (CLaDIS) möchte diese Einflüsse grundlagenorientiert aus strafrechtlicher Perspektive untersuchen. Die Vernetzung betrifft nicht nur den Forschungsgegenstand (das Strafrecht), sondern auch die Forschenden (die Strafrechtswissenschaft). Es soll eine Vernetzung von WissenschaftlerInnen und ExpertInnen erfolgen, da sich zeigt, dass die Bearbeitung der neuen Kriminalitätsphänomene sowie deren Bekämpfung ein koordiniertes Zusammenarbeiten in einem Forschungsnetzwerk erfordern. Im Fokus stehen die sich verändernden Kriminalitätsbereiche der zunehmend – nicht nur digital, sondern insbesondere auch ökonomisch und ökologisch – vernetzten Welt (Internetstrafrecht, Wirtschafts- und Umweltstrafrecht einschließlich Human Rights Compliance, Terrorismus, Migration und Menschenhandel): Hier existiert jeweils bereits Einzelforschung, allerdings fehlt teils gerade eine Zusammenarbeit mit Blick auf die durch die globale Vernetzung entstehenden neuen Probleme, so dass viele Forschungsfragen in ihrer Komplexität gar nicht erschlossen, geschweige denn beantwortet werden können. Durch einen Zusammenschluss in diesem Feld können enorme, gesellschaftspolitisch auch dringend benötigte Fortschritte erzielt werden. In CLaDIS werden in Anknüpfung an aktuelle gesellschaftliche Debatten isoliert existierende Forschungsansätze zusammengeführt, vernetzt und konzentriert fortentwickelt.