Corona: Informationen zu Vereinbarkeit

In ganz Deutschland öffnen die Schulen schrittweise, die Notbetreuung in den Kitas wird schrittweise ausgebaut, ab dem 22. Juni sollen die Kitas in den sogenannten „eingeschränkten Regelbetrieb“ übergehen. Die meisten Beschäftigten sind nach wie vor im Home-Office, für Studierende hat das Sommersemester und die damit verbundene digitale Lehre begonnen. Gleichzeitig müssen Kinder beschäftigt ─ zumindest tageweise, oder beschult werden. Dies stellt Menschen mit Sorge- und Betreuungsverpflichtungen vor besondere Herausforderungen, auch wenn sie Angehörige oder Personen, die zu den sog. Risikogruppen zählen, pflegen und/ oder betreuen.
Die Universität Göttingen hat bereits viele rechtliche und technische Informationen auf den Webseiten "Coronavirus: Fragen und Antworten für Universitätsmitarbeiter*innen“ und "Coronavirus: Fragen und Antworten für Studierende“ bereitgestellt.

Wir als FamilienService, ebenfalls im Home-Office arbeitend, stellen Ihnen Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Studium/ Wissenschaft/ Beruf und Familie zusammen, die wir fortlaufend aktualisieren und ergänzen. Senden Sie gerne eine E-Mail an familienservice@zvw.uni-goettingen.de, wenn Ihnen Informationen bekannt sind, die wir an dieser Stelle verlinken könnten oder Sie teilen uns mit, wozu weitere Informationen wünschenswert sind. Sehr gerne können Sie uns auch auf Facebook abonnieren oder der Gruppe „Studieren mit Kind an der Uni Göttingen" beitreten.

Beschäftigung und Entgeltfortzahlung

  • Die Universität hat folgende Regelung zur Arbeitszeiterfassung festgelegt: Die Zeiterfassung wurde seit dem 25. Mai 2020 wieder aufgenommen.
  • Informationen zu Beschäftigung und Entgeltfortzahlung an der Universität entnehmen Sie bitte den News auf der offiziellen Seite zum Corona-Virus der Universität in der jeweils aktuellen Fassung. Sollten Sie dazu Fragen oder Einwände haben, wenden Sie sich zunächst an Ihre*n Personalsachbearbeiter*in, in einem zweiten Schritt auch gerne an uns.
  • Aktuelle Änderungen zum Thema Beschäftigung und Entgeltfortzahlung auf Bundesebene finden Sie auch auf folgenden Seiten: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Verdi und GEW
  • Im Rahmen des Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde eine Erhöhung des Steuerfreibetrages für Alleinerziehende beschlossen. Für 2020 und 2021 wird der Betrag von derzeit 1.908 Euro auf 4.000 Euro angehoben.


Kinderbetreuung

  • Ausweitung Betreuung in Kitas und Schulen: Für die Kitas, Krippen, Horte beginnt ab 22. Juni der sogenannte eingeschränkte Regelbetrieb. Erkundigen Sie sich umgehend bei Ihrer Kita, welches Betreuungsangebot Ihrem Kind gemacht werden kann.
  • Auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums finden Sie alle relevanten Informationen zum Schul- und Kitabetrieb.
  • Die flexiblen Kinderbetreuungsangebote der Universität (Veranstaltungsbetreuung, Notfallbetreuung und Kinderbetreuung während den Lernsamstagen) sind aktuell eingestellt.
    In Ausnahmefällen kann in begrenztem Umfang eine 1:1 Notfallbetreuung organisiert werden.

  • Wir befinden uns im Klärungsprozess, ob und wie die universitäre Sommerferien-Betreuung stattfinden kann.


Pflege von Angehörigen

  • Nutzen Sie die Möglichkeiten, die die Universität für das Home-Office seit dem 18.03. anbietet. Sprechen Sie ggf. mit Ihren Vorgesetzten über Möglichkeiten der Arbeitsorganisation, die Ihnen die Pflege von Angehörigen erleichtert.
  • 14.05.2020: Der Bundestag hat eine neue gesetzliche Regelungen zur Unterstützung der häuslichen Pflege und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf beschlossen, die u.a. vorsieht, die kurzzeitige Arbeitsverhinderung auf 20 Tage (statt wie bisher 10 Tage) sowie das Pflegeunterstützungsgeld anzuheben. Ebenfalls soll es kurzfristiger als bisher möglich sein, Freistellungen nach dem Pflege- oder Familienpflegegesetz zu beantragen.
  • Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen ist in Niedersachsen nach wie vor stark beschränkt. Besuche sind nur möglich, wenn die Leitung der Einrichtung auf der Grundlage eines Hygienekonzepts nachweist, dass ein geschützter Kontakt zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern sichergestellt ist Vorschriften der Niedersächsischen Landesregierung (§2a). Die BIVA (Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. ) hat eine Übersicht über die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern zu Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen zusammengestellt.
  • Sollte die pflegebedürftige Person eine Tagespflegeeinrichtung besucht haben die nun geschlossen ist, erkundigen Sie sich nach den Notfallregelungen und ob es Ausnahmen für besondere Berufsgruppen gibt, zu denen sie ggf. gehören.
  • Pflege/ sich sorgen auf Distanz: Häufig sind Ihre Angehörigen noch nicht in einer Pflegestufe, gehören aber dennoch zur Risikogruppe. Fast überall gibt es Coronahilfs-Netzwerke, die Ihre Angehörigen beispielsweise beim Einkaufen unterstützen. Zu finden sind sie in sozialen Netzwerken (beispielsweise Corona-Hilfe Göttingen) oder Sie wenden sich an die Kirchengemeinde im Wohnort Ihres Angehörigen und fragen, wie Hilfe vor Ort organisiert werden könnte.


Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

  • Das Studentenwerk bietet finanzielle Unterstützung für Studierende, die wegen der Corona-Pandemie ihren Nebenjob verloren haben.
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung versichert: Keine Nachteile beim BAföG wegen Corona.
  • Die Bundesregierung hat den Zugang zum Kinderzuschlag vereinfacht. Dieser ist online zu beantragen und es wird lediglich das Einkommen des Monats vor der Antragsstellung berücksichtigt.
  • Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung erhalten Familien einen finanziellen Zuschuss. Ein Kinderbonus von 300 Euro pro kindergeldberechtigtes Kind, soll den Familien zur freien Verfügung stehen. Der Bonus wird nicht mit der Grundsicherung verrechnet.