Corona: Informationen zu Vereinbarkeit

Die Corona-Pandemie beeinflusst weiterhin unseren Alltag: Viele Beschäftigte arbeiten wieder in Präsenz, das Betreuungsangebot für Menschen mit Sorge- und Pflegeverantwortung hat sich deutlich verbessert, ist aber noch nicht wieder auf einem „Vor-Corona-Niveau“ angekommen. Angebote in Tagespflegeeinrichtungen für Pflegebedürftige oder Nachmittagsbetreuungen für Schulkinder sind verkürzt, Kinder werden wegen Krankheitsanzeichen schneller von der Betreuung ausgeschlossen, Schulen und Kitas können von einem auf den anderen Tag geschlossen werden. Diese fragile Situation stellt Menschen mit Sorge- und Betreuungsverpflichtungen vor besondere Herausforderungen. Daher möchte der FamilienService weiterhin Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Studium/ Wissenschaft/ Beruf und Familie für Sie zusammenstellen, die wir fortlaufend aktualisieren und ergänzen. Senden Sie gerne eine E-Mail an: familienservice@zvw.uni-goettingen.de, wenn Ihnen Informationen bekannt sind, die wir an dieser Stelle verlinken könnten oder Sie teilen uns mit, wozu weitere Informationen wünschenswert sind. Sehr gerne können Sie uns auch auf Facebook abonnieren oder der Gruppe „Studieren mit Kind an der Uni Göttingen" beitreten. Dort finden Sie auch Informationen zu unserem neuen Programm „Aufholen, nachholen, dranbleiben“, das Studierende mit Kinderbetreuungsgutscheinen versorgt, wenn die Betreuung ausfällt und Studieninhalte nachgeholt werden müssen.

Homeoffice bzw. Telearbeit und Freistellung

  • Ab dem 01.10.2020 sieht die Universität die schrittweise Rückkehr aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz vor, sofern der Infektionsschutz dies zulässt. Sollten sich aus dieser Änderung Vereinbarkeitsproblematiken ergeben, sprechen Sie mit ihrer*m Vorgesetzte*n. Ein individueller Wechsel zwischen Dienstort und Homeoffice ist nach wie vor unter bestimmten Voraussetzungen möglich, beantragen Sie ggf. Telearbeit.
  • Nach wie vor können Sie bis zu 10 Tagen mit Entgeltfortzahlung von der Universität freigestellt werden, wenn die Betreuung aufgrund der Corona-Pandemie nicht gesichert ist. Eine Freistellung ohne Entgeltfortzahlung mit einer Lohnersatzleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz ist ebenfalls möglich. Weitere Informationen finden Sie in der A-Z Liste auf der offiziellen Seite der Universität zum Corona-Virus der Universität unter dem Stichwort „Kinderbetreuung“. Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich zunächst an Ihre*n Personalsachbearbeiter*in, in einem zweiten Schritt auch gerne an uns.
  • Der Anspruch auf Kinderkrankengeld wurden für das Jahr 2020 erhöht: Jeder Elternteil kann diese Lohnersatzleistung der Krankenkassen für 5 zusätzliche Tage beziehen, (insg. 15 Tage), für Alleinerziehende gibt es 10 zusätzliche Tage (insg. 30 Tage).
  • Die Erhöhung des Steuerfreibetrages für Alleinerziehende von 1.908 Euro auf 4.008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 wurde von der Universität umgesetzt. Den Effekt finden Sie seit August auf Ihrer Gehaltsabrechnung.


Kinderbetreuung

  • Die flexiblen Kinderbetreuungsangebote der Universität können Betreuungsengpässe in begrenztem Umfang kompensieren: Informieren Sie sich insbesondere zur Kinderbetreuung in Notfällen und Randzeiten. Das Angebot steht ab sofort wieder allen Universitätsangehörigen zur Verfügung. Sollte Ihr Kontingent an Notfällen bereits ausgeschöpft sein, erkundigen sie sich, ob eine Weiterfinanzierung über Ihre Fakultät/ Einrichtung oder DFG-Gleichstellungsmittel möglich ist.
  • Das neu aufgelegte Programm: „Nachholen, aufholen, dranbleiben“ unterstützt Studierende mit Kind bei Corona-bedingten Betreuungsausfällen im WiSe 2020/21 oder beim Nachholen von Prüfungsleistungen aus dem SoSe 2020 mit Betreuungsgutscheinen. Die Gutscheine werden vom FamilienService ausgestellt und können beim Kindertagespflege Göttingen e.V. eingelöst werden. Das Programm wird aus einer Spende der AKB-Stiftung finanziert.
  • Die Lernsamstage mit kostenloser Kinderbetreuung im LSG wurden wiederaufgenommen. Um unter Einhaltung von Hygieneschutzmaßnahmen ausreichend Betreuungskapazitäten zur Verfügung stellen zu können, gibt es auch Lernsonntage.
  • Auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums finden Sie alle relevanten Informationen zum Schul- und Kitabetrieb.


Pflege von Angehörigen

  • Sprechen Sie ggf. mit Ihren Vorgesetzten über Möglichkeiten der Arbeitsorganisation, die Ihnen die Pflege von Angehörigen erleichtert. Beantragen Sie ggf. Telearbeit.
  • 14.05.2020: Der Bundestag hat eine neue gesetzliche Regelungen zur Unterstützung der häuslichen Pflege und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf beschlossen, die u.a. vorsieht, die kurzzeitige Arbeitsverhinderung auf 20 Tage (statt wie bisher 10 Tage) sowie das Pflegeunterstützungsgeld anzuheben. Ebenfalls soll es kurzfristiger als bisher möglich sein, Freistellungen nach dem Pflege- oder Familienpflegegesetz zu beantragen. (Diese Regelung wurde bis zum 31.12.2020 verlängert).
  • Die BIVA (Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. ) hat eine Übersicht über die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern zu Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen zusammengestellt.
  • Pflege/ sich sorgen auf Distanz: Häufig sind Ihre Angehörigen noch nicht in einer Pflegestufe, gehören aber dennoch zur Risikogruppe. Fast überall gibt es Coronahilfs-Netzwerke, die Ihre Angehörigen beispielsweise beim Einkaufen unterstützen. Zu finden sind sie in sozialen Netzwerken (beispielsweise Corona-Hilfe Göttingen) oder Sie wenden sich an die Kirchengemeinde im Wohnort Ihres Angehörigen und fragen, wie Hilfe vor Ort organisiert werden könnte.


Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

  • Das Studentenwerk bietet finanzielle Unterstützung für Studierende, die wegen der Corona-Pandemie ihren Nebenjob verloren haben. Sollte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Überbrückungshilfe für Studierende verlängern, ist diese ebenfalls über das Studentenwerk zu beantragen.
  • Die Bundesregierung hat den Zugang zum Kinderzuschlag vereinfacht. Dieser ist online zu beantragen und es wird lediglich das Einkommen des Monats vor der Antragsstellung berücksichtigt.