In publica commoda

Coronavirus:
Informationen für Studierende

"Distancing" - "Zu Hause bleiben" - "Flatten the Curve"

...lesen Sie überall. Auch bei uns. Was haben wir als Universität dazu beizutragen? Dies hier:



An dieser Stelle informieren wir über aktuelle Entwicklungen und relevante Entscheidungen aufgrund des Ausbruchs des COVID-19 (Corona Virus SARS-CoV-2)
Bitte schauen Sie regelmäßig auf diese Webseite, da sich die Lage kurzfristig ändern kann. Wir arbeiten intensiv daran, Ihnen die aktuellsten Informationen schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen.

Mit den aktuellen Vorkehrungen möchte die Universität dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter*innen und Studierenden durch präventives Handeln zu schützen.
Die Universität hat dazu einen Krisenstab gebildet, der die Situation kontinuierlich beobachtet.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Informationen zur Verfügung, die per E-Mail an alle Studierenden gesendet wurden. Wir haben auch eine Seite mit Fragen und Antworten für Studierende erstellt.

E-Mails an Studierende

Liebe Angehörige und Mitglieder der Universität,
liebe Lehrende,
liebe Studierende,

die vergangenen Tage haben wir genutzt, um uns auf die neue Situation einzustellen, und es ist eindrucksvoll, zu erleben, wie sehr sich alle für das Gemeinwohl einsetzen. Mit Unterstützung vieler Kolleg*innen aus Verwaltung, Rechenzentrum und Fakultäten gelingt es uns nach und nach, unseren operativen Betrieb von Präsenz auf digital umzustellen. Wir sind zuversichtlich, die vor uns liegenden Wochen gemeinsam mit Ihnen, den Mitarbeiter*innen, den Lehrenden und Studierenden, den Gremien, Fakultäten und Einrichtungen zu meistern.

Unsere Studierenden liegen uns besonders am Herzen. Wir sehen es als unsere wichtigste Aufgabe an, unter den gegebenen Umständen möglichst viele Unterrichtsveranstaltungen anbieten zu können sowie Wege zu finden, um Prüfungen durchzuführen, wobei überwiegend virtuelle Formate eingesetzt werden sollen. Deshalb hat gestern eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der zuständigen Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea D. Bührmann gemeinsam mit Studierendenvertreter*innen, Repräsentant*innen der Studiendekanate und Expert*innen aus der Verwaltung die Arbeit aufgenommen, mit dem Ziel, einen – wenn auch eingeschränkten – Lehrbetrieb so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

Der Krisenstab der Universität Göttingen arbeitet in enger Abstimmung mit der Universitätsmedizin Göttingen, der Stadt und dem Gesundheitsamt Göttingen sowie dem Studentenwerk. Er wird geleitet von den beiden hauptberuflichen Vizepräsident*innen Prof. Dr. Norbert Lossau und Dr. Valérie Schüller. Im Krisenstab vertreten sind unter anderem die Personalabteilung, Studium und Lehre, Göttingen International, das Gebäudemanagement, der CIO IT, der Datenschutzbeauftragte, Sicherheitswesen und Umweltschutz, der Betriebsärztliche Dienst und die Tierschutzbeauftragte. Hinzu kommen Gäste aus der UMG, der Stadt und des Gesundheitsamts sowie des Studentenwerks. (Organigramm). Der Krisenstab stimmt sich zu allen relevanten Themen ab und tagt einmal pro Woche. Für die tägliche Arbeit berät sich die Leitung des Krisenstabs zweimal täglich mit Universitätspräsident Prof. Dr. Reinhard Jahn, wobei bei Bedarf weitere Mitglieder des Präsidiums hinzugezogen werden

Das Präsidium tagt in gewohntem Rhythmus, mittlerweile werden diese Sitzungen – wie ausnahmslos alle Besprechungen – über Videokonferenz abgehalten. Unsere Gremien, insbesondere der Senat und seine Kommissionen, das Dekan*innen- und Studiendekan*innenkonzil, Stiftungsrat und -ausschüsse sollen in Kürze folgen, sobald die technischen Voraussetzungen geschaffen sind. Unsere digitalen Services werden ausgebaut, und sie stehen auch Ihnen zu Verfügung (https://info.gwdg.de/dokuwiki/doku.php?id=de:services:mobile_working:videoconferencing_tools:start).

Besonders wichtig ist es, die medizinische Versorgung durch die UMG sicherzustellen, und hier erleben wir gerade am Göttingen Campus eine beispiellose Welle an Hilfsbereitschaft und Solidarität. So hat sich innerhalb von Stunden ein Netzwerk von Forschungslabors aus der Universität, der UMG, den Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum gebildet, das unser zentrales Corona-Testlabor in der medizinischen Mikrobiologie unterstützt. Diese Labors stellen Eigenproduktionen von kritischen Komponenten wie Enzymen, Geräte und molekularbiologisches Know-how zur Verfügung. Forscher*innen bieten ihre Expertise und Arbeitskraft für diagnostische Routinemessungen an. Dadurch kann die Test-Kapazität erheblich ausgeweitet werden, um Engpässe bei dem zu erwartenden Ansturm auf die Testlabors zu vermeiden. Weiterhin gibt es neue kooperative Initiativen zur Erweiterung der Diagnostik bis hin zu Forschung zu therapeutischen Ansätzen, an denen sich ebenfalls Wissenschaftler*innen aus den Forschungslabors beteiligen.

Nach wie vor gilt als das dringendste Gebot der Stunde, persönliche Kontakte so weit wie nur irgendwie möglich zu reduzieren, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Wir befinden uns leider noch immer in der Phase des exponentiellen Wachstums der Zahl der Infektionen, und da zählt jeder Tag. Wenn wir die Übertragung heute einschränken, hat das große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Pandemie. Das Virus überträgt sich vor allem mittels Tröpfcheninfektion über die Luft, aber auch über Gegenstände (Türgriffe etc.). Je weniger räumliche Nähe zu anderen Menschen, sei es an der Universität oder im privaten Bereich, desto geringer das Risiko einer Übertragung. Das bedeutet auch weniger schwer erkrankte Menschen, die ärztliche Hilfe benötigen oder sogar intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Regeln für richtiges Verhalten sowie verschiedene Zukunftsszenarien, die Wissenschaftler*innen des Göttingen Campus erarbeitet haben, finden Sie auf der Homepage des Campus (https://goettingen-campus.de/de/coronavirus/szenarien-covid-19).

Denken Sie daran: Ihr Verhalten kann Leben retten! Leider haben manche Menschen den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden, wie man täglich in der Stadt oder auf den Schillerwiesen beobachten kann. Wir alle müssen jetzt handeln! Helfen Sie mit, dass sich dieses Virus nicht noch weiter ausbreitet! Wenn wir alle zusammenhalten und uns verantwortlich verhalten, werden wir diese schwere Krise überstehen.

Ihre
Prof. Dr. Reinhard Jahn (Präsident)
Prof. Dr. Norbert Lossau (Vizepräsident für Digitalisierung und Infrastrukturen)
Dr. Valérie Schüller (Vizepräsidentin für Finanzen und Personal)

Liebe Studierende,

anbei schicken wir Ihnen die Regelungen zum Umgang mit Prüfungen in den kommenden Wochen:

Alle Prüfungen (Präsenz und Nicht-Präsenz) werden nach Maßgabe der folgenden Erläuterungen zunächst bis zum 20.04.2020 ausgesetzt:

a) Für alle Präsenzprüfungen (einschließlich Promotionen) bedeutet dies, dass sie nicht stattfinden. Eine Abmeldung, sollten Sie bereits angemeldet sein, ist nicht erforderlich.
b) Für Prüfungen ohne Präsenz (Hausarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten o.ä.) bedeutet dies, dass alle laufenden Bearbeitungsfristen sich zunächst um den Zeitraum der Aussetzung verlängern:

Abgabetermin 16.3. -> neuer Abgabetermin 20.4.
Abgabetermin 17.3. -> neuer Abgabetermin 21.4.
Abgabetermin 18.3. -> neuer Abgabetermin 22.4.
und so weiter (jeweils 35 Tage)

Sie haben ferner die Möglichkeit, von allen laufenden Prüfungen zurückzutreten. Der Prüfungsversuch gilt dann als nicht unternommen. Ein aktiver Rücktritt ist nicht erforderlich, die Nicht-Abgabe wird die Universität ohne Nachteile für Sie als Rücktritt registrieren.

Sie haben die Möglichkeit, laufende Prüfungen weiter zu bearbeiten und Ihre Bearbeitung abzugeben. Die Abgabe in digitaler Form ist in diesem Fall ausreichend. Bitte sehen Sie insbesondere von der Erstellung schriftlicher Exemplare ab, wenn sie im häuslichen Umfeld hierzu keine Möglichkeit haben (Ausnahme: die Juristische Fakultät wird in den kommenden Tagen auf ihrer Homepage eine gesonderte Regelung hierzu veröffentlichen).

c) Auch im Krankheitsfall sind für die Dauer der Aussetzung keinerlei Atteste o.ä. zum Nachweis von Prüfungsunfähigkeit erforderlich. Bitte vermeiden Sie es, Arztpraxen lediglich aus diesem Grund aufzusuchen.
d) Verzögerungen im Studium, die im Zuge der aktuellen Krisen-Situation entstehen, wird die Universität im Falle der Überschreitung prüfungsrechtlich vorgesehener Fristen (z.B. Vorliegen bestimmter Credits zu einem bestimmten Zeitpunkt im Studium) ebenfalls unberücksichtigt lassen. Für Sie entsteht insoweit kein Nachteil.
e) Achtung: Für die auf Staatsexamina hinführenden Studiengänge (insbesondere Medizin, Zahnmedizin und Rechtswissenschaften) können abweichende Regelungen gelten. Bitte informieren Sie sich jeweils über die Webseiten der zuständigen Studiendekanate/Prüfungsämter.

Gegebenenfalls werden die Fakultäten für einzelne Bereiche das Angebot machen, mündliche Prüfungen ersatzweise im Wege der Bild- und Tonübertragung durchzuführen. Eine Teilnahme hieran wäre für Sie freiwillig. Hierzu werden Sie gesondert informiert, bitte verzichten Sie auf individuelle Nachfragen.

Es wird darüber hinaus angestrebt, im Sommersemester zeitnah Nachholmöglichkeiten für jetzt entfallene Prüfungen anzubieten. Dies können zusätzliche Prüfungstermine sein oder auch Prüfungen mit alternativen (Online-)Prüfungsformen. Dies hängt insbesondere davon ab, wie sich die Corona-Epidemie in diesem Zeitraum weiterentwickelt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass belastbare Aussagen hierzu derzeit nicht möglich sind.

Für weitere Fragen, auch Immatrikulation und Rückmeldung betreffend, werden in den kommenden Tagen Lösungen entworfen. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Studierendenvertreter*innen und einigen Studiendekan*innen eine (virtuelle) Arbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Bührmann als zuständiger Vizepräsidentin eingerichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Jahn (Präsident)
Andrea D. Bührmann (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit)

Liebe Studierende,

wir wenden uns heute noch einmal an Sie alle, um Sie über die uns betreffenden neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu informieren. Angesichts der seit Freitag erheblich gestiegenen COVID-19- Fälle hat die Leitung des Krisenstabs heute gemeinsam mit dem Vorstand der UMG und in Abstimmung mit dem städtischen Gesundheitsamt eine neue Bewertung der Lage vorgenommen. Es ist uns klar geworden, dass massive Einschränkungen bei sozialen Kontakten ("social distancing") die einzige Möglichkeit sind, die Infektionsketten stärker zu unterbrechen und das exponentielle Wachstum der Infektionen zu stoppen - das heißt, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Wir haben weitere Maßnahmen beschlossen, die wir Ihnen morgen vorstellen werden und die tiefe Einschnitte in das Universitätsleben darstellen.

Schon heute möchten wir Sie darum bitten, dass jede*r von Ihnen einen Beitrag leistet, indem Sie Sozialkontakte reduzieren. Das gilt nicht nur, indem Sie die Universität und Bibliotheken wenn möglich meiden, sondern natürlich auch in Ihrem Privatleben. Dies gilt für alle Arten von Veranstaltungen, auch für Partys. Dabei geht es nicht nur darum, dass Sie sich selbst schützen, sondern Sie mit einem solchen Verhalten auch das Risiko für andere Studierende, die zur Risikogruppe gehören, minimieren und vor allem dem Gesundheitssystem Zeit geben, alle stärker betroffenen Personen zu versorgen, womit im Zweifelsfall Leben gerettet werden können.

Für Prüfungen und Hausarbeiten werden wir die Fakultäten und Prüfungsämter bitten, maximal mögliche Kulanz anzuwenden. Zu konkreten Regelungen für Prüfungen und Hausarbeiten werden wir uns morgen melden, wenn wir uns mit den Studiendekan*innen Ihrer Fakultäten und Vertreter*innen der Studierenden abgestimmt haben. Bei allen offenen Fragen, die wir Schritt für Schritt mit Ihnen und für Sie klären, gilt immer: Ihnen sollen aus der aktuellen Lage keine Nachteile entstehen. Unser Ziel ist in jedem Fall, das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erreichen.

Dienstleistungen der Universität, die Präsenz erfordern, werden auf ein Minimum reduziert. Bibliotheken werden ab morgen geschlossen. Ob ein Not-Ausleihbetrieb aufgebaut wird, wird geprüft. Die Mensen und Cafeterien werden zunächst noch einen auf die besonderen Anforderungen von Kontaktreduktion, Mindestabstand und Hygiene abgestellten Betrieb anbieten. Diese Entscheidung wird täglich überprüft und eng mit dem Gesundheitsamt und der Stadt Göttingen abgestimmt, die eine einheitliche Regelung für Kantinen, Mensen und Cafeterien in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen anstreben.

Wir wissen, dass "social distancing" eine massiv einschneidende Maßnahme für Sie ist. Wir können an Sie alle nur appellieren, sich im Interesse der Gemeinschaft strikt an dieses Konzept zu halten. Das bedeutet: Vermeiden Sie die Nähe zu einer anderen Person, die zwei Meter Abstand unterschreitet. Sagen Sie sämtliche Feiern, Feten, Treffen in Häusern, Geselligkeiten untereinander ab. Reduzieren Sie möglichst Treffen von mehreren Personen in einem Raum oder wenden Sie entsprechende Abstandsregeln an. Verreisen sie nur, wenn unumgänglich, und seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Bündeln Sie Ihre Einkäufe, um den Aufenthalt in Läden kurz zu halten.

Wir sind alle gleichermaßen betroffen und werden die Krise auch gemeinsam überwinden. Die Bündelung unserer Ideen wird uns helfen, die sicher schwer werdende Zeit auch kreativ zu gestalten. Dazu wird kurzfristig gemeinsam mit Ihren Vertreter*innen und einigen Studiendekan*innen eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Bührmann als zuständiger Vizepräsidentin eingerichtet, in der wir auf Sie angewiesen sind. Gleiches werden wir an der UMG gemeinsam mit unserem Studiendekan Herrn Trümper tun.

Ihre

Reinhard Jahn, Präsident der Universität
und
Wolfgang Brück, Vorstandssprecher UMG

Liebe Studierende,

wie Sie alle wissen, hat die Corona-Pandemie inzwischen erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche Leben, und auch die Universität Göttingen wird davon nicht verschont.

Zunächst einmal: Das Risiko einer schweren bis lebensbedrohenden Erkrankung durch das CoV-2-Virus ist insbesondere für junge und gesunde Menschen ausgesprochen niedrig. Anders als bei vielen anderen viralen Erkrankungen sind Kinder und Jugendliche zwar genau so oft infiziert, erkranken jedoch nur in den seltensten Fällen. Auch Schwangere sind nicht besonders gefährdet. Allerdings gibt es – und da kann man zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht seriös sagen wie häufig dies sein wird – in wenigen Fällen schwere und lebensbedrohliche Krankheitsverläufe, die zum Teil wochenlange intensivmedizinische Betreuung erfordern. Dies betrifft insbesondere Personen mit Vorerkrankungen und Personen in hohem Lebensalter. Und hier liegt das Problem: Selbst in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), einem medizinischen Hochleistungszentrum, sind die Kapazitäten für eine solche Versorgung begrenzt. Ziel der unten ausgeführten Maßnahmen ist es daher, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Damit soll die Zahl der schweren Fälle, die gleichzeitig auftreten, möglichst niedrig gehalten werden, damit die Kapazität unserer Intensivmedizin für eine Versorgung ausreicht. Diese Maßnahmen müssen jetzt umgesetzt werden, um potenzielle Infektionsketten zu unterbrechen, auch wenn es im Landkreis Göttingen bislang (Stand 13. März 2020) nur wenige bestätigte Infektionsfälle gibt.

Die Universitätsleitung hat daher in enger Abstimmung mit der UMG, der Stadt Göttingen und dem Land Niedersachsen eine Reihe von Entscheidungen getroffen. Wie Sie vermutlich wissen, werden ab Montag, 16. März 2020, die Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Dasselbe gilt für den Lehrbetrieb an unserer Universität. Die Universität wird jedoch nicht vollständig geschlossen, sondern Forschungsbetrieb und Verwaltung werden bis auf weiteres aufrechterhalten, sofern dies vertretbar und verhältnismäßig ist.

Aussetzung des Lehrbetriebs und Verschiebung des Vorlesungsbeginns

Der Lehrbetrieb wird mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Der ursprünglich für den 14. April 2020 vorgesehene Vorlesungsbeginn wird zunächst auf den 20. April 2020 verschoben. Die Entscheidung über eine mögliche weitere Verschiebung und die Verlängerung des Vorlesungszeitraums wird von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen. Die O-Phasen werden abgesagt. Wir werden prüfen, wieweit die wichtigsten Einführungsveranstaltungen parallel zum Beginn des Vorlesungsbetriebes nachgeholt werden können. Selbstverständlich werden wir Lösungen finden, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

Prüfungen und Klausuren

Prüfungsleistungen in Präsenz werden ab sofort ausgesetzt. Wir arbeiten an Regelungen, wie wir den Prüfungsbetrieb unter den gegebenen Bedingungen wiederaufnehmen können und stimmen das konkrete Vorgehen zeitnah mit den Fakultäten ab.
Auch hier werden wir selbstverständlich Lösungen finden, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

Update 14.03.2020: Die Medizinische Fakultät an der UMG wird die Durchführung von einigen wenigen Prüfungen, bei denen die zugehörigen Lehrveranstaltungen bereits vollständig abgeschlossen sind, noch ermöglichen. Für die Umsetzung der Regelungen hat sie in enger Einbindung des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie Bedingungen geschaffen, damit die Prüfungen und Klausuren unter voller Beachtung aller Vorschriften zur Minimierung eines Übertragungsrisikos stattfinden können. Die Durchführung der Staatsexamina, die in der Verantwortung des Landesprüfungsamtes liegen, und die Prüfungen in der Medizin sind aus Sicht von Universitätsleitung und UMG-Vorstand angesichts der aktuellen Lage ein elementarer Beitrag zur Daseinsvorsorge. Weitere Informationen)

Bibliotheken, LSG, Praktikums- und Laborräume

Der Benutzungsbetrieb der Bibliotheken der Universität wird ab Montag, den 16. März 2020, eingestellt. Die SUB auf dem Zentralcampus wird einen erweiterten Ausleihbetrieb im Laufe der kommenden Woche einführen. Für die anderen Bibliotheken wird ein Ausleihbetrieb ebenfalls geprüft. Entsprechende Informationen werden so rasch wie möglich bereitgestellt.
Bitte beachten Sie hierzu auch die Informationen der SUB zum Zugriff auf elektronische Zeitschriften, Datenbanken und E-Books.
Auch das Lern- und Studiengebäude sowie Praktikums- und Laborräume bleiben ab Montag, den 16. März 2020, geschlossen.

Exkursionen

Ab sofort werden alle Exkursionen und von der Universität veranlasste Reisen unabhängig vom Zielgebiet bis auf Weiteres untersagt.

Veranstaltungen

Veranstaltungen finden an der Universität bis auf Weiteres nicht statt. Davon ausgenommen sind für den Universitätsbetrieb notwendige Gremiensitzungen und Besprechungen. Für diese Sitzungen werden wir zeitnah Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellen, bitten Sie aber schon jetzt, Maßnahmen zur Kontaktminimierung zu ergreifen, unter anderem durch die Wahl größerer Räume oder durch die Nutzung von Telefon- oder Videokonferenztechnik.

Mensen und Cafeterien

Die Krisenstabsleitung ist in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung des Studentenwerks, mit der Stadt und der UMG, um eine zeitnahe Regelung für die Mensen und Caféterien zu erreichen. Ziel ist es, eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten und Ansteckungsrisiken zu minimieren. Mensen und Caféterien (Ausnahme HAWK-Caféterien) bleiben zunächst geöffnet und haben dazu verschiedene Maßnahmen zur Berücksichtigung der besonderen Situation ergriffen.

Sport

Die Sporteinrichtungen der Universität werden ab Montag, den 16. März 2020, geschlossen.

Wir sind uns bewusst, dass Sie diese Entscheidungen vor hohe Herausforderungen stellen und dass Sie viele Fragen haben werden. Wir bitten Sie daher, sich regelmäßig auf der Seite www.uni-goettingen.de/cv-studium zu informieren. Diese Seite wird von uns stets auf dem neuesten Stand gehalten.

Ihr

Reinhard Jahn, Präsident

Liebe Studierende der Universität,

die Zahl der Covid19-Infektionsfälle in Deutschland hat sich in den vergangenen Tagen weiter erhöht. In Göttingen ist bis dato kein Erkrankungsfall bestätigt worden. Umso mehr ist es Ziel der Universität, durch gezielte Informationen und geeignete Maßnahmen dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus soweit wie möglich einzudämmen sowie insbesondere die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter*innen und Studierenden der Universität durch verantwortungsbewusstes und präventives Handeln zu schützen. Die Universität hat dazu einen Krisenstab gebildet, um entsprechende Beschlüsse und Empfehlungen vorzubereiten.

Internetseite zum Coronavirus

Die Universität Göttingen hat zudem unter der Adresse www.uni-goettingen.de/cv-info eine eigene Internetseite zum Thema eingerichtet. Neben allgemeinen Hinweisen zu Hygiene und Verhaltensweisen auf Deutsch und Englisch sowie einer ständig ergänzten FAQ-Liste finden Sie hier auch entsprechende Informationen zu Reisen und Exkursionen ins Ausland, zu Gästen aus dem Ausland sowie weiterführende Links. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weiterhin vieles noch geklärt werden muss. Die Seite wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. Die Universität steht dabei in engem Austausch mit der Stadt und der Universitätsmedizin Göttingen.

Veranstaltungen der Universität Göttingen

Da insbesondere auch Großveranstaltungen dazu beitragen können, das Virus schneller zu verbreiten und die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten unmöglich zu machen, hat der Krisenstab der Universität beschlossen, alle größeren Veranstaltungen der Universität Göttingen mit externen Teilnehmer*innen vorerst bis Ostern auszusetzen. Dies betrifft zunächst Veranstaltungen ab einer Größe von rund 1000 Teilnehmer*innen, wie beispielsweise die für den 9. und 10. März 2020 geplanten Informationstage für Studieninteressierte.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass für die Universität, die durch den hohen Grad an Mobilität und Internationalität potenziell stärker betroffen ist als andere Einrichtungen, der Schutz ihrer Mitglieder, Angehörigen und Gäste oberste Priorität hat.

Über kleinere Veranstaltungen und Workshops mit externen Teilnehmer*innen entscheidet der Krisenstab im Einzelfall nach einer individuellen Gefährdungsbeurteilung, orientiert an den vom Robert-Koch-Institut herausgegebenen Kriterien für die Risikoeinschätzung von Großveranstaltungen (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html). Alle Veranstalter*innen sind deshalb aufgerufen, ihre Veranstaltungen dementsprechend kritisch zu prüfen und ihre eigene Einschätzung per E-Mail an den Krisenstab zu richten: cv-info@uni-goettingen.de.

Bei Gästen aus Risiko- und gefährdeten Gebieten gilt die Einzelfallprüfung, je nach Gebiet und Dauer des geplanten Aufenthalts. Wir bitten Sie außerdem, jede eigene Teilnahme an größeren Konferenzen und Tagungen zu prüfen und zu überlegen, ob diese zu diesem Zeitpunkt wirklich erforderlich ist. Nutzen Sie bitte, wo dies möglich ist, auch Telefon- oder Videokonferenzen.

Interne Veranstaltungen und Lehrveranstaltungen sind von diesem Beschluss zurzeit nicht betroffen, auch Gremiensitzungen können vorerst weiterhin stattfinden.

Reisen und Exkursionen in bzw. Einreise/Rückkehr aus Risikogebieten/gefährdeten Gebieten

Exkursionen und Dienstreisen in Risikogebiete gemäß der Liste des Robert-Koch-Instituts sind zurzeit nicht genehmigungsfähig. Bitte überprüfen Sie vor Antritt einer Reise, ob Ihr Reiseziel nicht kurzfristig zu einem Risikogebiet erklärt wurde.

Aus Risikogebieten (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) anreisende internationale Studierende werden gebeten, der Universität zunächst bis 14 Tage nach ihrer Ankunft möglichst fernzubleiben und im Bedarfsfall zunächst telefonisch oder per E-Mail mit ihrem jeweiligen Institut, Seminar oder Prüfungsamt Kontakt aufzunehmen. Bei Rückfragen steht Ihnen die Abteilung Göttingen International per E-Mail (international.study@uni-goettingen.de) und telefonisch (+49 551 39 27775) zur Verfügung.

Sofern Sie sich privat oder studienbedingt in einem Risikogebiet oder einem gefährdeten Gebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit Personen gehabt haben, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, bitten wir Sie mit Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und Kommiliton*innen darum, nach Möglichkeit persönliche Kontakte freiwillig zu minimieren.

Alle Studierenden sind aufgerufen, den eigenen Gesundheitszustand sorgfältig wahrzunehmen. Wenn Sie Anzeichen einer möglichen Infektion wahrnehmen, nehmen Sie bitte unter der Rufnummer 0800 0117722 Kontakt mit dem Gesundheitsamt auf (Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 8-18 Uhr). Sofern Sie sich mit Corona-Verdacht in ärztliche Behandlung begeben wollen, suchen Sie bitte nicht unangekündigt Arztpraxen oder Kliniken auf. Die Rufnummer 116 117 steht Ihnen für Beratung und Terminvereinbarung bei einem Arzt in ihrer Nähe zur Verfügung.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass Infektionsrisiken zu diesem Zeitpunkt von Menschen aus allen Teilen der Welt ausgehen können und Menschen aus allen Teilen der Welt zu den Betroffenen zählen. Achtsamkeit, die Umsetzung einfacher schützender Verhaltensregeln und Solidarität, nicht aber die Ausgrenzung von Mitmenschen tragen zur Eindämmung dieser Erkrankung bei.