Dr. Eva Tolasch

Eva Tolasch studierte Soziologe und Politische Wissenschaften mit Ausflügen in die Kriminologie in Kiel und Hamburg. Nach einem Stipendium am Deutschen Jugendinstitut e. V. in der Forschungsgruppe "Gender und Lebensplanung" arbeitete sie langjährig am Institut für Soziologie an der Universität München und setzte sich dort als Vertreterin der wiss. Mitarbeiter/-innen u. a. für Gleichstellung ein. Sie promovierte 2015 mit einer diskursanalytischen Aktenuntersuchung zu Mutterschaft im Strafrecht. Frau Tolasch rekonstruierte die normativen Muster durch die sich Frauen zu guten Müttern (und Männer zu guten Vätern) qualifizieren. Dafür untersuchte sie Beschuldigten- und Zeugenvernehmungen sowie psychiatrische/neurologische Gutachten zu Fällen in Strafakten, in denen die Eltern der versuchten oder tatsächlichen Tötung ihres Kindes beschuldigt sind. Diversität versteht sie als Haltungsfrage, die ihre Forschung und Praxis bereichert, da es soziale Ein- und Ausschließungsprozesse sichtbar macht, die aufs engste mit unterschiedlichen Ungleichheiten verknüpft sind.
Von April 2016 bis August 2017 war Eva Tolasch als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Elternzeitvertretung) am Institut für Diversitätsforschung tätig, lehrt an unterschiedlichen Forschungseinrichtungen und war am Projekt "Dicksein und Gender" an der Frankfurt University of Applied Sciences/gFFZ sowie dem ethnografischen Projekt "Stillen als mütterliche Aufgabe? Eine geschlechterkritische Untersuchung institutioneller Praktiken zur Förderung des Stillens" beteiligt.


Ihre Arbeitsschwerpunkte sind:


  • Soziologien der Elternschaft (insb. Mutterschaft), Kindheiten und Fürsorge/Care
  • Ansätze der Frauen-, Geschlechter- und Queerforschung
  • Qualitative Verfahren der Sozialforschung (insb. diskursanalytische Aktenuntersuchung, Ethnographie und klassische qualitative Verfahren)
  • Kriminologische Sozialforschung und Soziologie sozialer Probleme
  • Gleichstellungsansätze



Lebenslauf

Publikationen

Lehrveranstaltungen

Forschung

Institut für Diversitätsforschung