Abteilung Physische Geographie

FoLL-Projekt: Untersuchung der räumlichen Verbreitungsmuster von Feinstaubpartikeln am Beispiel der Stadt Göttingen

Hallo liebe Interessierte,

wir sind eine kleine Gruppe von Studierenden der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie, die sich im Rahmen eines FoLL-Projekt (FoLL = Forschungsorientiertes Lehren und Lernen, http://www.uni-goettingen.de/de/420615.html) mit dem räumlichen Verbreitungsmuster von Feinstaubpartikeln am Beispiel der Stadt Göttingen unter der Leitung von Dr. Isabelle Matthias und Dr. Harold Hughes beschäftigt.

Für unsere Studie haben wir uns für die Messung der Feinstaubbelastung in der Luft für einfache Feinstaubsensoren entschieden, ähnlich wie sie in dem bereits bestehenden Citizen Science Projekt „Luftdaten.info“ (http://luftdaten.info/) verwendet werden. Um die Werte mit offiziellen Messungen vergleichen und Fehlermessungen der Sensoren besser abschätzen zu können, dienen Vergleichsmessungen an der offiziellen Messstation des Lufthygienischen Überwachungssystem Niedersachsen (LÜN) in der Nohlstraße zur Kalibration. Nach den Vergleichsmessungen planen wir ca. 75 Sensoren entlang von stark und weniger stark befahrenen Straßen zu installieren. Nach der Datenerhebung sollen die Messwerte im Bezug zur Straßennutzung und –Ausrichtung sowie Bebauung ausgewertet werden. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit der Fahrtwind der Fahrzeuge den lokalen Straßenwind zu Stoßzeiten überlagert und somit die Feinstaubverteilung vom Umland in Richtung Innenstadt beeinflusst. Vor diesem Hintergrund sollen neben der Datenerhebung durch die Feinstaubsensoren Informationen von Klimastationen zur Windrichtung ermittelt und bei der Auswertung berücksichtigt werden. Neben den semi-quantitativen Feinstaubbestimmungen durch die Feinstabsensoren beabsichtigen wir den Feinstaubpartikel mit einer einfachen passiven Falle zur fangen um sie anschließend unter dem Mikroskop charakterisieren und Feinstaubquellen besser zuordnen zu können.

Im Rahmen der Bachelorarbeit von Jannes Többen wird ein weiterer Fokus auf die Barriere Wirkung von Gebäuden auf die Feinstaubverteilung gelegt. Für diese Fragestellung sollen Feinstaubsensoren sowohl an der Straßenseite, als auch an der straßenabgewandten Seite installiert werden, um einen möglichen Abschattungseffekt durch Gebäude auf die Feinstaubverteilung abzuschätzen. In einer weiteren Bachelorarbeit, bearbeitet von Karoline Heuer, soll durch den Vergleich von Feinstaubpartikeln an Blättern vor und nach Regenereignissen eine Abschätzung über die dauerhafte Fixierung der Feinstaubpartikel an der Vegetation durchgeführt werden.

Durch die Kombination von Feinstaubsensoren, passiven Sammlern und der Blattauswertung wollen wir die Abschattungswirkung von Vegetation und Bebauung, wie Gebäude und den innenstadtumgebenen Wall, erheben.

Wenn Ihr einen weiteren Einblick in unsere Arbeit haben wollt, dann schaut doch bei unseren Updates vorbei!  

Das Projekt "Forschungsorientiertes Lehren und Lernen" (FoLL) findet statt im Rahmen des Programms Göttingen Campus QPLUS und wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF unter dem Förderkennzeichen 01PL16061).          

Unsere Ergebnisse haben wir auf unserem Poster zusammengefasst.