Neuerscheinung zur Geschichte der Fakultät

Die Göttinger Theologische Fakultät zwischen den beiden Weltkriegen - das ist eine schwierige Geschichte: Die Hauptakteure hatten ein ablehnendes Verhältnis zur Weimarer Republik, und manche versuchten, in den 1930er Jahren eine deutschchristliche Vorzeigefakultät zu erschaffen. Andere widersetzten sich dem Regime und dem in dessen Sinne agierenden Dekan Hirsch. Zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche liegen jedoch Graustufen, und eine einfache Zuordnung von Tätern, Opfern und Mitläufern verbietet sich. Auf Initiative der Fakultät wurde deren Geschichte zwischen 1918 und 1949 von dem Historiker Hansjörg Buss auf breiter Quellengrundlage aufgearbeitet. Neben den Professoren rückt er auch die Studierenden in den Blick. Das Buch eröffnet neue Einblicke in die innere Bewegtheit, ja Zerrissenheit der Göttinger Fakultät, in Konflikte und Loyalitäten. Es leistet damit auch einen Beitrag zur Geschichte von Theologischen Fakultäten und von Universitäten in einer Phase des raschen Wandels politischer Systeme.


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