Neues Drittmittelprojekt „Verunsicherung im Sportunterricht“

Die Sportpädagogin Prof. Dr. Ina Hunger hat ein neues Forschungsprojekt eingeworben. Das Projekt stellt psychosoziale Verunsicherungen von Schüler_innen, die im Kontext des Sportunterrichts verursacht werden, in den Mittelpunkt. Es zielt darauf ab, Phänomene der Verunsicherungen, wie z.B. Scham, soziale Ausgrenzungen, Angst, Hilflosigkeit etc., ihre ursächlichen bzw. begünstigenden sportunterrichtlichen Bedingungen sowie die Folgewirkungen differenziert zu beschreiben.

Mit dem Fokus auf Negativerlebnisse im Sportunterricht wird ein bislang vielfach vernachlässigtes Thema aufgegriffen, enttabuisiert und proaktiv zum Gegenstand präventiver Maßnahmen erhoben. Die Untersuchung wird mit 345.000 EUR seitens verschiedener Unfallkassen gefördert und seitens der Kultusministerkonferenz und der DGUV in die bundesweite Schulsportinitiative „Sicherheit und Gesundheit im und durch Schulsport“ aufgenommen.

Ina Hunger wurde kürzlich zur Sprecherin des Ethik-Rates der Fachgesellschaft „Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft“ gewählt und leitet einen Forschungsverbund im MWK-Programm „Frühkindliche Bildung und Entwicklung – Kooperative Forschung und Praxistransfer“.