Studienfach Geschlechterforschung

Girls don't play games

Inhalt:
"Girls don't play games" ist ein Mantra, das eindeutig überholt erscheint, wenn man einen Blick in Wohnzimmer, auf aktuelle Statistiken und die zunehmend vielfältige Klientel internationaler Spielemessen wirft. Dennoch hält sich die Vorstellung des Mediums Spiel als Männerdomäne beharrlich, gerade in der dahinterstehenden Industrie. In Folge begegnet man dort bis heute traditionellen Geschlechterrollen - von der Jungfrau in Nöten bis zur schwerbewaffneten Testosteronbombe - und einer ästhetischen Inszenierung von Weiblichkeit. Diese zeigt sich vor allem in stark erotisierter Werbung, während Sex im Spiel immer noch tabuisiert wird. Warum das so ist und welche Konsequenzen damit einhergehen, soll dieser Vortrag veranschaulichen.





Information zur Refrent*in:
Nina Kiel lebt und arbeitet als freischaffende Illustratorin und Spielejournalistin in Düsseldorf. 2014 veröffentlichte sie ihr Buch "Gender In Games" im Hamburger Wissenschaftsverlag Dr. Kovac. Aktuell forscht sie zum Thema Sex in Spielen und betreibt eine Kolumne mit diesem Themenschwerpunkt auf Superlevel.de.