Pressekonferenz zur Studie Managergehälter 2010

Am Donnerstag, den 7. Oktober 2010, stellte Prof. Hitz in den Räumen des Bundesanzeiger Verlags in Köln mit den Kollegen Prof. Christoph Kuhner (Universität zu Köln), Junior-Prof. Ralf Sabiwalsky (FU Berlin) und Christian Drefahl (Universität zu Köln) die wesentlichen Ergebnisse der Studie "Managergehälter 2010" vor.

Gegenstand der Untersuchung ist die Darstellung und Analyse der Vergütungspakete der Vorstände von im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Kapitalgesellschaften für die Jahre 2006-2009. Für diejenigen 239 Unternehmen, die nach den Vorschriften des "Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetzes" individualisiert über die Vergütung der Vorstandsmitglieder berichten - 62 Unternehmen entziehen sich durch einen Hauptversammlungsbeschluss dieser Verpflichtung -, dokumentiert die Studie für das Jahr 2009 eine stark heterogene Vergütungspraxis.

So variieren sowohl die Höhe als auch der Anteil erfolgsabhängiger Bestandteile der Vergütung stark mit der Unternehmensgröße sowie mit der Branchenzugehörigkeit. Beispielsweise verdienten reguläre Vorstandsmitglieder von im DAX notierten Unternehmen 2009 im Durchschnitt rund 2 Mio. Euro, wovon 56 % auf das fixe Gehalt, 36 % auf den Jahresbonus und 8 % auf Vergütungsinstrumente auf Basis langfristiger Performance-Maßstäbe zurückgingen. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit das Gehaltsniveau, welches nach 2007 in Folge der Finanzkrise erheblich abgesackt war, nicht wieder angestiegen.

Anschließende statistische Analysen dokumentieren, dass im Zeitablauf die Verknüpfung der Bonuszahlungen der Manager mit dem buchhalterischen Unternehmenserfolg zugenommen hat und somit einer zentralen Forderung des 2009 verabschiedeten "Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütungen" tendenziell entsprochen wird. Die Studie belegt somit die anhaltende Dynamik der Vorstandsvergütung in Deutschland.

Die Ergebnisse der Untersuchung fanden ein breites Echo in der Tagespresse, mit Beiträgen unter anderem im Kölner Stadtanzeiger, der Kölnischen Rundschau, der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau.

Eine Aufnahme der Pressekonferenz finden Sie hier.(15.10.2010)