Ralph Henger

Thema
Designoptionen bei der Ausgestaltung eines Systems handelbarer Flächenausweisungsrechte

Kurzbeschreibung
Die Bundesregierung hat sich mit der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie dazu verpflichtet, das Siedlungs- und Verkehrsflächenwachstum in Deutschland von 115 ha (2001-2004) auf eine Zunahme von 30 ha pro Tag bis zum Jahr 2020 zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das traditionell ordnungsrechtliche Instrumentarium der Raumplanung durch so genannte „Ökonomische Steuerungsansätze“, also durch finanzielle Anreizmechanismen, ergänzt werden. Ein besonders Erfolg versprechendes und aus ökonomischer Sicht effizientes Instrument stellt in diesem Kontext ein System handelbarer Flächenausweisungsrechte dar.
Im Rahmen der Dissertation werden daher die theoretischen Grundlagen handelbarer Umweltzertifikate diskutiert und auf die Flächenausweisungsproblematik angewandt. Der Fokus liegt zum einen auf den Voraussetzungen und Bedingungen, die zu einer kosteneffizienten Erreichung von vorgegebenen Umweltzielen notwendig sind und zum anderen auf einer Analyse der ökologische Wirksamkeiten alternativer Ausgestaltungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang ist die Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen Flächenausweisungen und den daraus resultierenden Schäden von zentraler Bedeutung. Daher werden verschiedene theoretische Ansätze mit räumlichen Differenzierungsmöglichkeiten im Hinblick auf ökonomischer Effizienz ökologischer Wirksamkeit analysiert. Unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Flächenverbrauchsproblematik entwickelt die Dissertation ökonomische Kriterien anhand derer sich eine theoretische und empirische Evaluation alternativer Ausgestaltungsoptionen handelbarer Flächenausweisungsrechte vornehmen lassen.

Promotionszeitraum
2006 - 2010