Rechtssoziologie - eine grundlagenorientierte Ausbildung (gefördert durch Campus QPlus als innovatives Lehrkonzept)

"Wir werden von Illusionen genarrt, die uns einreden, wir hätten selbst geschaffen, was uns in Wahrheit von außen auferlegt wurde."

Émile Durkheim


Seminar WiSe 2018/2019: Kollaboratives Buchprojekt Rechtssoziologie: Blick hinter den Vorhang des wissenschaftlichen Arbeitens


Archiv: Vorlesung SoSe 2016: Rechtssoziologie - eine grundlagenorientierte Ausbildung


Die Rechtssoziologie bietet die Möglichkeit zur Betrachtung von Recht jenseits der Anwendung des Wortlautes geltender Normen. Sie vermittelt ein Verständnis von Recht als Element eines komplexen gesellschaftlichen Systems und ist von Natur aus inter- und transdisziplinär. Fragen, die in der rechtswissenschaftlichen Kernlehre oft zu kurz kommen nach dem Stellenwert des Rechts in der Gesellschaft, der zur Entstehung einer Norm führenden gesellschaftlichen Prozesse und der gezielten Beeinflussung der Gesellschaft durch Recht stehen im Mittelpunkt.
Dabei lassen sich auch eine Vielzahl im Leben der Studierenden aktueller Themen unter einem rechtssoziologischen Blickwinkel betrachten, beispielsweise das Bedürfnis nach rechtlichen Regelungen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter.
Schließlich lädt die Rechtssoziologie auch dazu ein, die Selbstbilder der/s Juristin/en zu hinterfragen. Das Hinterfragen von vermeintlich Offensichtlichem spielt in der Rechtssoziologie allgemein eine zentrale Rolle und fördert das kritische Denken der Studenten. Das in der Rechtssoziologie erworbene Wissen kann dabei universal zur juristischen Argumentation herangezogen werden und weitet den Blick thematisch und geographisch über die Grenzen der eigenen Disziplin hinaus. Rechtssoziologie als Tor zu einer modernen, aufgeschlossenen Rechtswissenschaft bereitet somit ideal auf die Erfordernisse einer interdisziplinär und international vernetzten Berufswelt vor.

Die Veranstaltung Rechtssoziologie wird ermöglicht mit Hilfe einer Förderung durch Campus Q-Plus, "Freiraum für Lehre zur Entwicklung innovativer Lehrkonzepte".