Service Learning Projekt
„Fachbezogene Sprachenförderung bei migrationsbedingter Heterogenität durch Lehramtsstudierende“


Das Service Learning Projekt „Fachbezogene Sprachenförderung bei migrationsbedingter Heterogenität durch Lehramtsstudierende“ ist ein Kooperationsprojekt der Zentralen Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) und der Abteilung Interkulturelle Germanistik (IKG).

Nach vier Jahren Erfahrung bei der Qualifizierung von ca. 400 Studierenden in der Sprach- und Integrationsförderung von Geflüchteten im Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung, fokussieren sich die Qualifizierungs- sowie Fördermaßnahmen des Projektes ab dem Sommersemester 2019 (8. Durchgang) auf die fachbezogene Sprachenförderung in Schulklassen im Hinblick auf den Umgang mit migrationsbedingter Heterogenität der Lerngruppen.

Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) finanziell unterstützt. Es verfolgt, einem Service Learning Format entsprechend, das Ziel der Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Aspekten der Praxis. Zudem spielt die Verknüpfung sprachdidaktischer und fachbezogener Inhalte in der Theorie und Praxis eine zentrale Rolle. Aktuell kooperiert das Projekt mit drei Gymnasien und einer Oberschule.

Aktuelles im Sommersemester 2019

  • Die Frist für die verbindliche Anmeldung im SoSe 2019 ist abgelaufen !
  • Die Praxisphase dauert vom 29.04. bis zum 28.06.2019.
  • Der Einsatz im Projekt beträgt 9 Wochen mit wöchentlich ein- bis zweimal ca. 4 Praxisstunden.
  • Die Termine zu den verbindlichen Veranstaltungen im Sommersemester 2019 finden Sie hier.
  • Bitte beachten Sie die Bedingungen zur Teilnahme am Projekt.

Über die Praxis

  • Die Studierenden werden im Rahmen verschiedener Veranstaltungen auf ihre Praxisaufgaben vorbereitet und während der Praxis sowohl von Dozierenden der Abteilung Interkulturelle Germanistik als auch von externen Referent*innen betreut. Eine Praxisphase dauert 9-12 Wochen, in der Studierende in den folgenden Bereichen eingesetzt werden können:

    * Unterstützung der Lehrkräfte im Fachunterricht und/oder Sprachförderstunden mit Blick auf unterschiedliche Rahmenbedingungen und Lernvoraussetzungen der zu betreuenden Schüler*innen
    * Mitwirken bei der Gestaltung eines binnendifferenzierten Unterrichts
    * individuelle oder kleingruppenorientierte Sprachenförderung im Rahmen des Fachunterrichts
    * individuelle Nachhilfe im Nachmittagsprogramm
    * Sprachliche Förderung von Schüler*innen beim Umgang mit Unterrichtsmaterialien bzw. Erarbeitung der Unterrichtsmaterialien

    Bei der Zuteilung der Studierenden in der Praxis werden möglichst die Studienfächer der Studierenden aber auch der Förderbedarf von Schüler*innen berücksichtigt.

Qualifizierungsschwerpunkte

  • Die Auseinandersetzung mit der Sprachvermittlung des Deutschen als Zweit- und Fachsprache sowie der Umgang mit migrationsbedingter Heterogenität in Schulklassen bilden die Qualifizierungsschwerpunkte in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung. Diese Schwerpunkte werden im Rahmen der Vorbereitungs- und Begleitveranstaltungen zu folgenden Themenbereichen angeboten:

    Migrationsbedingte Heterogenität
    * Pädagogischer Umgang mit Heterogenität – Selbst- und Fremdwahrnehmung im Kontext von Schule
    * Inklusionspädagogische Perspektiven auf den Umgang mit Vielfalt im Unterricht
    * Kooperatives Lernen in migrationsbedingter Heterogenität aus Perspektive der Schulpsychologie
    * Diversitätssensible Reflexion

    Sprachliche Heterogenität
    * Fachbezogene Sprachenförderung im Rahmen des Regelunterrichts
    * Deutsch als Zweitsprache im Sprachförderunterricht
    * Wortschatzarbeit mit dem jeweiligen Fachbezug
    * Förderung der Lesestrategien in Sachtexten
    * Entwicklung der Lernfördermethoden in Kleingruppen im Fachunterricht

Zu erwerbende Kompetenzen

  • Studierende können im Rahmen des Praxisprojektes
    * den Schulalltag aus Perspektive von Lehrperson kennenlernen,
    * sich mit migrationsbedingt heterogenen Lerngruppen sowie Herausforderungen des Unterrichts auseinandersetzen,
    * Schüler*innen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Sprachförder- und Fachunterricht unterstützen,
    * die Rolle der Lehrperson bei der fachbezogenen Sprachvermittlung ausprobieren,
    * sich fachlich und pädagogisch in den Projektveranstaltungen qualifizieren sowie
    * ihre Praxis im Rahmen Ihres Studiums anrechnen lassen.

Anrechnung

  • Nach dem erfolgreichen Abschluss der Praxis kann die geleistete Praxisarbeit im Rahmen des Studiums angerechnet werden. Hierzu bieten wir die Reflexions- und Abschlussveranstaltungen zu den folgenden Anrechnungsmöglichkeiten:
    * Orientierungspraktikum im 2FBa
    * Praxismodul im Rahmen von Lehramt PluS
    * Als Praxisstudienmodul der „Zusatzqualifikation Interkulturalität und Mehrsprachigkeit / Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ (ZIMD)
    * Als Praktikum im Master Interkulturelle Germanistik / Deutsch als Fremdsprache

    (Weitere Informationen über die Anrechnungsoptionen finden Sie auf der rechten Seite.)

Berufliche Perspektive

  • Nach der erfolgreichen Teilnahme am Projekt können die Studierenden als Lehrkraft im Sprachförderunterricht für Geflüchtete an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen tätig werden. Dieses Angebot wird vom Niedersächsischen Kultusministerium (MK) unterstützt. Interessierte können sich hier bewerben. Dieses Förderprogramm läuft im Sommer 2019 aus.

Weitere Informationen zum Projekt

  • Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der rechten Seite.

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