Modulpaket „Digital Humanities“ im Umfang von 36 C

Studienziele

Die Absolventinnen und Absolventen kennen die zentralen Forschungsfragen und Methoden der Digital Humanities, können diese kritisch evaluieren und modifizieren. Sie haben nicht nur an der Forschungspraxis und den schnellen wissenschaftlichen Entwicklungen in den Digital Humanities teilgehabt, sondern wenden diese v.a. in den forschungsorientierten Projektmodulen selbst an. Durch die aktive Übertragung digitaler Ressourcen und Technologien auf geisteswissenschaftliche Fragen und Probleme wird so die kritische Auseinandersetzung mit diesen erhöht, so dass die Studierenden von selbst beginnen, neue Arten von Fragen über traditionelle Forschungsgegenstände zu stellen.
Die digitale Methodenkompetenz stärkt auch das Verständnis für die Komplexität und Heterogenität von Datenstrukturen und die Fähigkeit komplexe Aufgabenstellungen in Teilaufgaben zu untergliedern und so vielseitige Lösungsansätze zu finden. Dadurch wird neben dem strukturierten Denken auch die Kreativität und Flexibilität der Studierenden gefördert. Zudem sollten die Absolventen des Modulpakets in der Lage sein, die verwendeten Lösungsansätze zu bewerten und das analytische Wissen reflexiv auf sich selbst und ihr Handeln anzuwenden.
Es werden auch Möglichkeiten der Selbstorganisation und des Zeitmanagements vermittelt, indem man u.a. die Fähigkeit erwirbt, gestellte Aufgaben in Teilaufgaben zu zerlegen und hintereinander oder gleichzeitig als Teamarbeit zu bewältigen. Entsprechend sind auch Formen der digitalen Kommunikation und des Projektmanagements Gegenstand des Modulpakets. Auch werden die Studierenden in die Lage versetzt, soziale Konsequenzen der Daten- und Softwareentwicklung zu begreifen.
Nach erfolgreich absolviertem Studium kennen die Studierenden die wichtigsten Methoden der Digital Humanities zur Erfassung, Analyse und Präsentation geisteswissenschaftlicher Daten und können diese in ihren Abschlussarbeiten wie auch im späteren Berufsleben selbstverständlich anwenden. Das Modulpaket bereitet die Studierenden so auf verantwortungsvolle Positionen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft vor und richtet sich damit an alle Berufe im Spannungsfeld gesellschaftlich und kulturhistorisch relevanter Themen und digitaler Technologien.

Zugangsvoraussetzungen

Zum Modulpaket „Digital Humanities“ im Umfang von 36 C können nur Studierende zugelassen werden, welche Folgendes nachweisen:
a) Leistungen im Umfang von wenigstens 45 C in Digital Humanities bzw. in eng verwandten Fachgebieten oder
b) Leistungen im Umfang von wenigstens 45 C in einem geistes-, sozial- oder informatikwissenschaftlichen Fach (z.B. Informatik, Wirtschaftsinformatik, Computerlinguistik, Informationswissenschaften) sowie Leistungen im Bereich der Digital Humanities bzw. in eng verwandten Fachgebieten (wie der Computerphilologie, digitalen Archäologie o.ä.) im Umfang von mindestens 18 C.
Die Zulassung zum Modulpaket „Digital Humanities“ im Umfang von 36 C ist unter Nachweis der genannten Zugangsvoraussetzungen bei der Prüfungskommission des Studienangebots „Digital Humanities“ zu beantragen. Bei Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt die Zulassung und Anmeldung zum Modulpaket.

Modulübersicht

Es müssen Module im Umfang von insgesamt 36 C nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen erfolgreich absolviert werden; Module, die bereits im Rahmen eines Bachelorstudiums absolviert wurden, können nicht erneut belegt werden.

1. Zwei Pflichtmodule

Es müssen folgende zwei Module im Umfang von insgesamt 12 C erfolgreich absolviert werden:
M.DH.01 Themen der „Digital Humanities“ (6 C / 4 SWS)
M.DH.02 Digitale Kultur und Gesellschaft (6 C / 4 SWS)

2. Zwei Wahlpflichtmodule

Es müssen zwei der folgenden Wahlpflichtmodule im Umfang von insgesamt 18 C erfolgreich absolviert werden:
M.DH.10 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Sprachanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.11 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Textanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.12 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Literaturanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.13 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Bildanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.14 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Objektanalyse/ Materialität (9 C / 4 SWS)
M.DH.15 Theorien und Forschungsfragen der digitalen Raumanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.16 Digitale Analyse historischer Kontexte (9 C / 4 SWS)
M.DH.20b Projekt zur digitalen Sprachanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.21b Projekt zur digitalen Textanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.22b Projekt zur digitalen Literaturanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.23b Projekt zur digitalen Bildanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.24b Projekt zur digitalen Objektanalyse (9 C / 4 SWS)
M.DH.25b Projekt zur digitalen Raumanalyse (9 C / 4 SWS)

3. Ein Importmodul Informatik

Es muss aus folgenden Wahlpflichtmodulen mind. ein Modul im Umfang von insgesamt wenigstens 6 C erfolgreich absolviert werden:
M.Inf.1141 „Semistrukturierte Daten und XML“ (6 C / 4 SWS)
M.Inf.1142 „Semantic Web“ (6 C / 4 SWS)
M.Inf.1151 „Vertiefung Softwaretechnik: Data Science und Big Data Analytics“ (6 C / 3 SWS)
M.Inf.1161 „Bildanalyse und Bildverstehen“ (6 C / 4 SWS)
M.Inf.1181 „Seminar NOSQL Databases“ (6 C / 2 SWS)
M.Inf.1182 „Seminar Knowledge Engineering” (6 C / 2 SWS)
M.Inf.1802 „Praktikum XML“ (6 C / 4 SWS)