Göttinger Centrum für Geschlechterforschung

Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen im Überblick


10th European Feminist Research Conference | 13.09.18 | 20 Uhr | Kino Lumière
"Major!" - Ein Filmabend

„MAJOR!“ (2015) erzählt das Leben und die Kampagnen der Miss Major Griffin-Gracy, einer Schwarzen trans Aktivistin. Miss Major ist eine Veteranin der Stonewall Riots und eine Überlebende des Attika State Prison, eine ehemalige Sexarbeiterin und Menschenrechtsaktivistin. Seit den 1960er Jahren führt Miss Major politische Kämpfe im Bereich der Bürger_innenrechte, Gerechtigkeit und Gleichheit für LesbenSchwuleBiTransgender*. Dabei steht im Zentrum ihres Aktivismus der Kampf für Schwarze und People-of-Color trans Frauen, der Kampf gegen Polizeigewalt und die Brutalität der Inhaftierung von trans Frauen in Männergefängnisse. Der Film setzt sich mit Fragen nach der Gefängnis-Industrie, Polizeigewalt und Bürger_innenrechtsverletzungen auseinander und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und zumeist unhinterfragten Privilegien an.

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10th European Feminist Research Conference | 13. 09.18 | 21 Uhr | Altes Rathaus
Buchvorstellung "Die potente Frau" mit Mithu Sanyal und Svenja Flaßpöhler

Svenja Flaßpöhler (Chefredakteurin des Philosophie Magazins) stellt im Gespräch mit Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin) ihr Buch »Die potente Frau« (Ullstein 2018) vor. Eine Veranstaltung des Literarischen Zentrums Göttingen.

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10th European Feminist Research Conference | 14.09.18 | 17 Uhr | Hafenzimmer
Feministischer Collage Workshop - Schere, Papier, Leim-Worte

Wie überträgt man sein feministisch-theoretisches Wissen in die künstlerische Praxis?

Künstler*innen wie Hannah Höch, Emy Ball oder die Guerilla Girls setzten und setzen das Medium Collage und Plakatkunst als subversives, feministisches Mittel gegen ein patriarchales und rassistisches System ein. Ihre humorvolle und intelligente Vorgangsweise ist die Hauptinspirationsquelle dieses Workshops und dient als Leitfaden eines künstlerischen Umgangs mit feministischen Wissen. Wir stellen Material zu Verfügung, damit ihr eure eigenen feministischen Kunstwerke wie zum Beispiel Postkarten, Flyer, Poster oder Sticker herstellen könnt. Es werden auch Künstler*innenkataloge bereit liegen, die ihr als Inspirationsquelle nutzen könnt. Wenn ihr Material (Zeitschriften etc.) mitbringen wollt, könnt ihr das gerne machen. Wir haben einen Schwarz/Weiß Drucker und Scanner vor Ort. Wir wollen mit diesem Workshop allen teilnehmenden Personen eine empowernde und entspannte Atmosphäre vermitteln.

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10th European Feminist Research Conference | 14.09.18 | 20 Uhr | ZHG 011
"Reflections unheard: Black women in civil rights" - Filmabend

Through the personal stories of several former black female Civil Rights activists, Reflections Unheard: Black Women in Civil Rights unearths the lesser-known story of black women’s political marginalization between the male-dominated Black Power movement, and the predominantly white and middle class Feminist movement during the 1960s and 70s, as well as the resulting mobilization of black and other women of color into a united Feminist movement. Reflections Unheard is a feature length documentary, and the first of its kind to focus exclusively on black women’s contributions and experiences during the Civil Rights era.

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Gender Stories | 15.10.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Lyriker_innen – Wie kommt das Geschlecht ins Gedicht? mit Anna Bers

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Gender Stories | 22.10.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Die Frau ist kein großer Meister oder Was hat Kunst mit Geschlecht zu tun? mit Inge Stephan

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Gender Stories | 29.10.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Gender und Genre in Shakespeares Dramen mit Jens Elze

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Gender Stories | 05.11.18 | 18 Uhr | ZHG 101
„A Language of Their Own“: Britische Autorinnen und der politische Diskurs des späten 18. Jahrhunderts mit Anca-Raluca Radu

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Gender Stories | 12.11.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Narrating War as Gender Binaries: The First World War in British Literature mit Barbara Schaff

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Lesung | 14.11.18 | 16 Uhr | VG 3.103
"Becoming a White Man" with P. Carl (Emerson College, Boston)

The section of North American Studies and the Göttingen Centre for Gender Studies would like to invite you to a reading and discussion with author and dramaturg P. Carl. P. Carl is a nonfiction writer and Distinguished Artist in Residence at Emerson College in Boston. He completed his PhD in Comparative Studies in Discourse and Society at the University of Minnesota. The co-founder and past director of "HowlRoundBecoming a White Man" (Simon & Schuster, forthcoming), which explores his transition from being perceived as a queer white woman theater-maker to living fully as a white man and touches upon subjects such as American identity politics, transphobia, and gender politics.

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Gendered Innovations | 19.11.18 | 18 Uhr | Paulinerkirche
"How sex and gender analysis creates better research in natural and life sciences" mit Londa Schiebinger

Im Abendvortrag "How sex and gender analysis creates better research in natural and life sciences" zeigt Schiebinger anhand konkreter Fallbeispiele aus aktuellen Forschungsprojekten auf, wie Forschungsprozesse durch die von ihr entwickelte Gender-Analyse kreativ und innovativ beflügelt werden können. Die Veranstaltung ist öffentlich. Eintritt ist frei.

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Gender Stories | 19.11.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Die Pathologisierung des „anderen“ Mannes in der iberoromanischen Moderne mit Tobias Brandenberger

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Gendered Innovations | 20.11.18 | 12 Uhr | Fakultät für Chemie
"How to apply Gendered Innovation in research" mit Londa Schiebinger

Im Rahmen eines Brown-Bag Lunches mit dem Titel „How to Apply Gendered Innovations in Research“ diskutiert Londa Schiebinger mit interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, welche Methoden neue Blickwinkel auf eigene Forschungsprojekte ermöglichen und innovative Ansätze hervorbringen. Offen für Nachwuchwissenschaftler*innen aller Disziplinen, ohne Voranmeldung, Verpflegung wird kostenfrei gestellt. Der Besuch der Abendveranstaltung am 19.11. wird empfohlen (keine Voraussetzung für die Teilnahme).

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Gendered Innovations | 20.11.18 | 16 Uhr | VG 1.108
"Political Plants. The movement, triumph and extinction of knowledge in the Atlantic World" mit Londa Schiebinger

Im Workshop für Studierende „Political Plants. The Movement, Triumph and Extinction of Knowledge in the Atlantic World” gibt Londa Schiebinger einen Einblick in ihre wissenschaftshistorische Forschung. Im Mittelpunkt steht ihre Studie „Plants and Empire“ (2007). Voranmeldung nicht notwendig. Empfohlen wird die Lektüre des 3. Kapitels von Plants and Empire“ (keine Voraussetzung für die Teilnahme), Text auf Anfrage erhältlich.

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Lesung | 21.11.18 | 19 Uhr | Alte Mensa
Weil ein #aufschrei nicht ausreicht mit Anne Wizorek

Sexismus, das sind nicht einfach nur ein paar alte Herren mit ihren Witzen am Stammtisch, die sich ‚danebenbenehmen‘. Sexismus ist […] ein strukturelles Problem.“ Anne Wizorek, löste mit ihrem Twitter-Hashtag #aufschrei einen riesigen Sturm im Netz aus. In ihrem Buch beschreibt sie sehr persönlich ihren Weg zur Aktivistin und zeigt auf, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht.

Anne Wizorek ist selbstständige Beraterin für digitale Medien, Autorin und feministische Aktivistin. Sie lebt im Internet, in Berlin und ist Gründerin des Grimme Online Award nominierten Gemeinschaftsblogs kleinerdrei.org. Der von ihr initiierte Hashtag #aufschrei stieß im Jahr 2013 eine Debatte zu Alltagssexismus an und wurde dafür als erster Hashtag mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. In ihrem Buch „Weil ein #aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute“ (Fischer Verlag) entwirft sie eine moderne feministische Agenda. Unter dem Schlagwort #ausnahmslos veröffentlichte sie im Januar 2016 mit 21 anderen Aktivistinnen ein Statement gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Die Aktion wurde mit dem Clara-Zetkin-Preis für politische Intervention ausgezeichnet. Als Mitglied der Sachverständigenkommission arbeitete Anne Wizorek am 2. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit.

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Gender Stories | 26.11.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Politische Theorie meets Science Fiction: Demokratie, feministische Utopien und die Imagination postsouveräner politischer Subjekte mit Christine Klapeer

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Gender Stories | 03.12.18 | 18 Uhr | ZHG 101
„Als alles anders wurde.“ Literarische Gesellschaftsentwürfe, Fortpflanzungstechniken und Ethik mit Solveig Hansen

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GenderLabor | 06.12.18 | 18 Uhr | GSGG
Antifeminismus und Antisemitismus

Den Auftakt des GenderLabors geben Merle Ayecke und Merle Mangels mit ihren Vorträgen zum Thema Antifeminismus und Antisemitismus:

Antifeminismus und Antisemitismus im Vereinswesen des Deutschen Kaiserreichs mit Merle Ayecke

Die Vorstellung, dass Frauenbewegung und Judentum gemeinsam als Bedrohung im Fin de Siècle agieren, war in völkischen Kreisen des Kaiserreichs weit verbreitet. Aus dieser entwickelten sich vielschichtige Ressentiments gegen die beiden Feindgruppen, deren konkrete Überschneidungen hier auf ideologischer, struktureller und personeller Ebene untersucht werden.

Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus in der AfD am Beispiel Wolfgang Gedeons mit Merle Mangels

Die AfD ist eine Partei, die offen antifeministisch und in Teilen antisemitisch auftritt. Doch gibt es auch Verschränkungen zwischen den beiden Phänomenen innerhalb der Partei? Dies wird anhand eines Beispiels, dem Politiker Wolfgang Gedeon, erläutert: Welche antifeministischen und antisemitischen Stereotypen zeigen sich in seinem Buch „Der grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten“?

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Gender Stories | 10.12.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Hélène und ihr Sextoy: Masturbation und Transformation des Selbst in der französischen Renaissance mit Daniele Maira

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Gender Stories | 17.12.18 | 18 Uhr | ZHG 101
Gender in the Serial Press: American Newspapers and Magazines, 1880-1920 mit Christina Meyer

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GenderLabor | 20.12.18 | 18 Uhr | GSGG
Von kämpfenden Prostituierten und maurischen Sodomiten. Geschlecht, Sexualität und Religion in altportugiesischer Spottlyrik mit Alexander Altevoigt

Der Vortrag soll zeigen, wie die Kategorien Geschlecht, Sexualität und Religionszugehörigkeit zum Zwecke des Spotts in mittelalterlicher galicisch-portugiesischer Lyrik miteinander verschränkt werden. Angesichts der These Bachtins, das Lachen im Mittelalter hatte eine zutiefst revolutionäre Funktion, muss auch nach dem Subversionspotenzial der untersuchten Texte gefragt werden.

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Gender Stories | 07.01.19 | 18 Uhr | ZHG 101
„Verteidigung der Frauen“: Eine Aufklärung der Geschlechterfrage im Spanien des 18. Jahrhunderts mit Friederike Hassauer

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GenderLabor | 10.01.19 | 18 Uhr | GSGG
„…mehr als ein Mutterschaftsding.“ Geburt als Thema feministischer Kämpfe rund um Reproduktion mit Marie Fröhlich

Aktuelle Aushandlungen rund um „Gewalt unter der Geburt“ verdeutlichen, wie sehr Geburt vor allem als „Mütter*thema“ verhandelt wird. Im Vortrag wird dafür plädiert, Politiken rund um Geburt als Teil feministischer Kämpfe im übergreifenden Spektrum von Politiken der Reproduktion und Zugriffen auf reproduktive Körper zu integrieren.

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Gender Stories | 14.01.19 | 18 Uhr | ZHG 101
Stadtfrauen: Maupassants Bel-Ami als größte Hure von Paris mit Barbara Vinken

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Situiertes Wissen - Theorie, Methodologie, Empirie
GenderLabor | 17.01.19 | 14 - 16 Uhr Vortrag & 16 - 18 Uhr Methodenwerkstatt | AStA
Fremdverstehen und Involviertheit im Forschungsprozess. Praxis der Ethnografie am Beispiel von Demenz-Care mit Andrea Newerla

Dieses Format des Genderlabors richtet sich an all jene, die sich methodisch und theoretisch in einem unhierarchischen Setting über ihre (Forschungs-)Fragen auseinandersetzen und vernetzen wollen. Im Rahmen dieses Workshops werden in einem ersten Teil die Grundzüge des ethnografischen Arbeitens präsentiert. Fokussiert wird dabei die Frage nach der Subjektivität der Forschenden im Prozess der Datenerhebung und –auswertung. Daran anschließend werden in einem zweiten Teil gemeinsam empirische Beispiele aus der ethnografischen Feldforschung von Demenz-Care-Settings diskutiert und ausgewertet. Gerahmt werden die einzelnen Schritte des Workshops durch Übungen zur Praxis der Ethnografie.

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Gender Stories | 21.01.19 | 18 Uhr | ZHG 101
Beyond the Phallocentric Symbolic (via Kleist) mit Katrin Pahl

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Nacht des Wissens | 26.01.19 | 18 Uhr | ZHG 004
„Zittert, zittert! Die Hexen sind wieder da" K(l)eine Gute-Nacht-Geschichten des Feminismus

In den 1970er zogen mutige Frauen nachts durch die Straßen der Großstädte und skandierten „Zittert, die Hexen sind wieder da". Die dunkle Hälfte des Tages, angefüllt von männlicher Gewalt, wurde zurückerobert. Bei der Nacht des Wissens geht es um diese kaum beforschte nächtliche Geschichte des Feminismus. Tauchen Sie zudem ein in die Forschung und Literatur über heutige Hexen.

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Gender Stories | 28.01.19 | 18 Uhr | ZHG 101
Queer Ethics of Reading: The Archive of Slavery between Entanglement and Counterpoint mit Elahe Haschemi Yekani

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GenderLabor | 31.01.19 | 18 Uhr | GSGG
Eine Frage der Verwandtschaft ?

Mit der Frage von Verwandtschaft beschäftigen sich Alicia Schlender und Claudia Klank im GenderLabor:

Geschlechtergerechtigkeit in Co-Elternschaften. Untersuchungen zur Aushandlung und Verteilung von Sorgearbeit mit Alicia Schlender

Wie wird Geschlechtergerechtigkeit in Familienformen fernab der heterosexuellen Kleinfamilie ausgehandelt? Der Fokus des Vortrags richtet sich auf Co-Elternschaften, also auf Menschen, die sich unabhängig von einer Liebesbeziehung bewusst dazu entscheiden, gemeinsam Eltern zu werden. Birgt diese Familienform das Potential, Haus- und Sorgearbeit gleichberechtigter auszuhandeln und zu leben? (Wie) Kommt in den Aushandlungen Geschlecht zum Tragen?

„Die Vorzeigefamilie Brisch war kaputt.“ Über Texte zu spätem Coming Out und die Frage, was Familie ist mit Claudia Klank

Nur ein rarer Teil von deutschsprachiger Literatur der Gegenwart thematisiert ein spätes Coming Out. Der Vortrag beschäftigt sich unter anderem mit Bastian Brischs Text "Seitenwechsel. Die Geschichte eines schwulen Familienvaters" (2000 und 2011) und geht Fragen über Auswirkungen beim Bruch mit der sogenannten “Normalität“ (Ehe, Familie, Kinder) nach. Wie ist die vorherrschende Heteronormativität gesellschaftlicher Wirklichkeit dargestellt? Was implizieren sprachliche Begriffe, wie "Vorzeigefamilie"? Welche Macht- und Herrschaftsverhältnisse werden innerhalb der Sozialstruktur von Familie und Verwandtschaft deutlich?