VW-Projekt Sensible Provenienzen

Menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in den Sammlungen der Universität Göttingen

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt wird gemeinsam von der Zentralen Kustodie, dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Frau Prof. Dr. Rebekka Habermas, Herr PD Dr. Richard Hölzl, dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Frau Prof. Dr. Regina Bendix, dem Institut für Historische Anthropologie und Humanökologie, Frau Dr. Susanne Hummel, und dem Zentrum Anatomie/Blumenbachsche Schädelsammlung, Herr Prof. Dr. Christoph Viebahn, bearbeitet.

Zum Gesamtprojekt

Dr. Holger Stoecker

Dr. Holger Stoecker, Historiker, beschäftigt sich mit der afrikanisch-deutschen Kolonial- und Wissenschaftsgeschichte sowie mit Provenienzforschungen zu Sammlungsobjekten aus kolonialen Kontexten. Er hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte studiert und promovierte dort 2006 mit einer Arbeit über die „Afrikawissenschaften in Berlin von 1919 bis 1945. Zur Geschichte und Topographie eines wissenschaftlichen Netzwerkes“. Von 2010 bis 2013 war er Mitarbeiter des Charité Human Remains Projects (DFG) und erforschte dort die Erwerbskontexte von menschlichen Überresten aus dem heutigen Namibia. Zwischen 2015 und 2018 untersuchte er im BMBF-Verbundprojekt „Dinosaurier in Berlin“ am Seminar für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin die koloniale und politische Geschichte der afrikanischen Dinosaurier in Berlin. 2018/2019 forschte er am Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité über die Provenienzen von menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten in Afrika (Fritz Thyssen Stiftung). Seit Juli 2020 ist Holger Stoecker Mitarbeiter im VW-Projekt „Sensible Provenienzen“ am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Göttingen.