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uni | inform 17. Jahrgang | Ausgabe Juli 2019 Frühe Handelsnetzwerke Historiker verknüpfen in digitalen Karten frühe Straßennetze mit Infor- mationen zur Infrastruktur. Seite 5 Kooperation Die Universität Göttingen und Part- nerunis entwickeln die strukturierte Doktorandenausbildung in Georgien. Seite 4 Nachhaltigkeit Das Green Office legt einen beson- deren Fokus auf das Thema Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Seite 6 Starke Strukturen für Innovationen in Südniedersachsen Land verlängert Förderung für SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC II) um fünf Jahre für die am Antrag beteiligten Part- ner. „Der SNIC bietet dem Göttin- gen Campus immenses Potenzial für Transfer und Ausgründungen. Die Universität Göttingen wird diese Entwicklung auch weiter vorantrei- ben und wir freuen uns, dies mit unseren Kooperationspartnern zu- sammen zu tun.“ www.snic.de schaftsministeriums in Höhe von rund 750.000 Euro einwerben. Im Rahmen von SNIC II werden die vier Hochschulen die erfolgrei- che Zusammenarbeit der zahlrei- chen Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik fortführen und intensivieren. Durch zielgerichtete neue Maßnahmen sol- len weitere Akteure, insbesondere aus dem ländlichen Raum, an Inno- vationsprozessen teilhaben können und die regionale Entwicklung durch den Transfer von Forschungs- ergebnissen in Wirtschaft und Ge- sellschaft vorantreiben. „Gemeinsam haben wir Südnie- dersachsen in den vergangenen Jah- ren auf einen guten Weg gebracht“, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel stellvertretend (bie) Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft in Wirtschaft und Ge- sellschaft bringen: Das Land Nieder- sachsen fördert den 2016 gestarteten SüdniedersachsenInnovationsCam- pus (SNIC) weitere fünf Jahre lang mit insgesamt rund drei Millionen Euro in dem Programm „Transfer in Niedersachsen: Starke Strukturen für innovative Projekte“. Den Pro- jektantrag haben Universität und Universitätsmedizin Göttingen, die TU Clausthal und die HAWK Hochschule für angewandte Wissen- schaft und Kunst Hildesheim/Holz- minden/Göttingen gemeinsam ge- stellt. Die PFH Private Hochschule Göttingen, die ebenfalls Partner im SNIC ist, aber formal nicht antrags- berechtigt war, konnte parallel Mit- tel des Niedersächsischen Wissen- (her) Der deutsch-schweizerische Wirtschaftswissenschaftler Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun wird ab 2020 Präsident der Universität Göttingen. Das hat der Senat der Universität am 20. Juni 2019 mit großer Mehrheit beschlossen. Der Stiftungsausschuss Universität hat die Wahl bereits bestätigt. „Die Wahl verstehe ich als Auftrag, die Universität Göttingen im Sinne ihrer Tradition weiterzuentwickeln, denn eine Universität der Aufklä- rung ist heute mehr denn je ge- fragt“, sagte Spoun. „Gemeinsam mit den Gremien und den Mitglie- dern der Universität möchte ich Göttingen im Kreise der weltweit attraktiven Orte der Wissenschaft fest verankern.“ In seiner Rede im Anschluss an die Wahl sprach Spoun über Vielfalt und Einheit, Reputation und Wertschät- zung. „Alle Forschenden eint der Er- kenntnisdrang“, so Spoun, „unab- hängig von der Verschiedenheit der Fächerkulturen.“ Er appellierte, eine verlässliche akademische Gemein- schaft zu bilden und sich gemein- schaftlich darüber zu verständigen, was der Wahrheit und demWohl der „Einen Sog der Wertschätzung erzeugen“ Sascha Spoun wird ab 2020 Präsident der Universität Göttingen – Senat stimmt für Wirtschaftswissenschaftler Universität dient. Die Reputation der Universität hänge von jedem und jeder Einzelnen ab. Denn For- schende, Lehrende, Mitarbeitende, Studierende und Alumni erzeugten irgendwo auf der Welt Eindrücke von der Universität Göttingen, die mit anderen geteilt werden. „Und wie man über Göttingen redet, das ist seine Reputation“, so Spoun. „Ge- meinsam einen gewaltigen Sog der Wertschätzung für die Universität Göttingen zu erzeugen, das ist unsere wichtigste, schwierigste und vor- nehmste Aufgabe.“ Die Rede ist im YouTube-Kanal der Universität Göt- tingen veröffentlicht. Spoun ist derzeit Präsident der Leuphana Universität Lüneburg. Dieses Amt hat der 50-jährige Wirt- schaftswissenschaftler seit 2006 inne. Ebenfalls seit 2006 ist er Gastprofes- sor für Universitätsmanagement an der Universität St. Gallen (HSG) in der Schweiz. Senatssprecher Prof. Dr. Nicolai Miosge erklärte zur Wahl: „Sascha Spoun ist für das Amt bes- tens qualifiziert. Er hat überzeugend dargelegt, wie er die Universität Göt- tingen in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Beschäftigten weiter voranbringen möchte. Dabei wünschen wir ihm viel Erfolg.“ Der Vorsitzende des Stiftungsaus- schusses Universität, Dr. Wilhelm Krull, sagte: „Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit Sascha Spoun einen strategisch und kom- munikativ hervorragend ausgewiese- nen Präsidenten für die Universität Göttingen zu gewinnen. Der Stif- tungsrat blickt zuversichtlich auf die künftigen Gestaltungsmöglichkeiten am Göttingen Campus.“ Und der niedersächsische Wissenschaftsmi- nister Björn Thümler sagte: „Mit Sascha Spoun gewinnt die Universi- tät Göttingen einen Niedersachsen- erfahrenen und zugleich internatio- nal versierten Präsidenten. Eine gute Mischung, um die traditionsreiche Georg-August-Universität in die Zu- kunft zu führen.“ https://youtu.be/arTS5KTFMHk Nach der Wahl: Der zukünftige Präsident Sascha Spoun (Zweiter von rechts) mit dem Senatssprecher Nicolai Miosge, der hauptberuflichen Vizepräsidentin Valérie Schüller und dem Stiftungsausschuss-Vorsitzenden Wilhelm Krull (von links). Sabine Johannsen, Staatssekretärin imMWK, (vorne Zweite von links) bei der Über- gabe der Förderbescheide in Göttingen am 20. Juni 2019. Neuer Vorstand Universitätsmedizin (her) Die Universitätsmedizin Göttin- gen (UMG) bekommt einen neuen Vorstand Forschung und Lehre: Prof. Dr. med. Wolfgang Brück. Zugleich wird er Sprecher des Vorstandes der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät. Der Direktor des Instituts für Neuropatho- logie tritt sein Amt am 1. August 2019 an. Brück wurde ein- stimmig vom Fakultätsrat der Medizinischen Fakul- tät und vom Stiftungsausschuss Uni- versitätsmedizin gewählt. Der 58-Jäh- rige folgt Prof. Dr. Heyo K. Kroemer nach, der zum 1. September 2019 als Vorstandsvorsitzender an die Charité Universitätsmedizin Berlin wechselt. „Die Universität Göttingen freut sich, dass Prof. Brück als ausgewiesener Wissenschaftler und erfahrener Wis- senschaftsmanager das Amt des Vor- standes Forschung und Lehre und des Vorstandssprechers an der UMG übernehmen wird“, sagt Universitäts- präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, die die Findungskommission leitete. „Damit konnte die Nachfolge von Prof. Kroemer zügig und auf höchs- tem Niveau besetzt werden. Wir freuen uns auf eine enge und gute Zu- sammenarbeit.“ Zahl des Quartals 23 studentische Projekte wurden im Juni 2019 in der zwölften Runde des Wettbewerbs „Kre- ativität im Studium“ prämiert. Insgesamt gingen 50 Projekt­ skizzen von Studierenden ein. Die prämierten Projekte wer- den mit Mitteln der AKB Stif- tung in Höhe von bis zu 5.000 Euro gefördert. Wolfgang Brück

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