Asien und Afrika: Die Orientwissenschaftlichen Fächer

Überblick über das Fach Indologie in Göttingen

Indologie ist diejenige Wissenschaft, die sich mit den Kulturen und der Geschichte Indiens – von ersten Anfängen bis in die aktuelle Gegenwart – beschäftigt. Um mit den indischen Quellen arbeiten zu können, ist eine Kenntnis der Sprachen unabdingbar, derer sich die verschiedenen Traditionen jeweils bedienen. Das Studium der Indologie umfaßt deshalb eine dezidiert sprachlich-philologische Ausbildung. Darüber hinaus werden einführende und vertiefende Seminare zu zentralen Äußerungen indischer Kultur(en) angeboten. Die Kernbereiche des Studiums der Indologie in Göttingen umfassen:

  • Sprachunterricht in Sanskrit und/oder Hindi (Semesterkurse und optionale mehrwöchige Summer Schools an der Universität Pune, Indien)
  • Ggf. Möglichkeit zum Erlernen weiterer Sprachen wie Tibetisch, Marathi und Urdu
  • Indische und tibetische Religionen in ihrem kulturellen Kontext
  • Kulturgeschichte Indiens
  • Indische und tibetische Kunst
  • Südasiatische und tibetische Literatur
  • Traditionelle Medizin Indiens (Āyurveda) und Tibets


Der Schwerpunkt der Indologie an der Universität Göttingen besteht in der Erforschung indischer Religionen – vornehmlich Hinduismus, Buddhismus und Jainismus – unter Anwendung religionswissenschaftlicher Methodik. Die Analyse der verschiedenen oben genannten Bereiche, die oftmals gerade durch ‘Religion’ integriert werden, erschließt zugleich den kulturellen Kontext, in den genannte Religionen eingebettet sind.